Videoweekend Marokko & mein Onlinekurs – Update 2017-02

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Update | Videoweekend Marokko | Mein Onlinekurs

Das war richtig Fett. Vor zwei Wochen hat mein Videoworkshop stattgefunden und um etwas Sonne zu tanken habe ich das nicht hier in Frankfurt gemacht, sondern in Marokko.

Das Videoweekend

bei dem wir an einem Wochenende erst eine Strategie entwickelt haben, dann ein Video (bzw. 3 Videos) gedreht und geschnitten haben und zuletzt haben wir es noch hochgeladen, optimiert und bei einem Teilnehmer auch eine Youtube Werbekampagne eingerichtet. Hat alles geklappt und ich konnte wertvolle Fragen sammeln.

Mein Onlinekurs: Hebeln mir Video

Aber das war nur ein Teil meines Aufenthalts, ich habe zudem einen kleinen Online Kurs erstellt. Das Kostenlose Probeangebot für meinen großen Kurs. In dem Kostenlosen Mini Kurs werde ich dir schon mal zeigen, wie du ganz einfach videos erstellen kannst. Später werde ich im großen Kurs dann noch erklären, wie man es schafft mehr als 10 Videos an einem Tag zu erstellen und gebe Anleitungen wie dir dabei nicht die Ideen ausgehen.

Bis dahin reicht aber erst mal der kostenlose Schnupperkurs: “Videos fertig machen”:

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PS: Du brauchst dafür keine Fette Kamera, die ersten beiden Clips wurden komplett nur mit einem iPhone erstellt.

31-Sebastian Strzeszewski – Productized Service Fail

31 | Sebastian Strzeszewski | Productized Service Fail

Sebastian Strzeszewski kenne ich primär aus dem Podcast von Marcus Meurer, Life Hackz, hatte aber vorher auch schon seinen Blogpost auf Let’s see what works gelesen. Dabei habe ich mir gedacht: “Wow, genau in der selben Situation befinde ich mich ja gerade auch!” und finde es deshalb spannend, Sebastian zu interviewen.

Productized Service

Sebastian war auf der Suche nach einem Geschäftsmodell, das für ihn passte. Durch das Buch The 7 Day Startup wurde er schließlich auf Productized Services aufmerksam. Also hat er eine seiner Stärken, das Erstellen von WordPress Seiten, als Productized Service ausgearbeitet, ganz nach dem amerikanischen Vorbild von WP Curve. Auf seiner Seite https://www.startinwp.de konnten seine Kunden umgehend Hilfe bei vor allem technischen Problemen mit WordPress erhalten. Es gab dann, je nach Umfang des Problems, verschiedene Paket-Angebote. Das Basis-Paket war das 30-Minuten Paket, für kleinere Vorhaben, die in 30 Minuten und innerhalb von 24 h bearbeitet werden konnten. Aber natürlich gab es auch für größere Projekte Möglichkeiten.

Woran “StartinWP” gescheitert ist

Letztendlich ist StartinWP an zu niedrigen Preisen gescheitert. Sebastian hat keine Gewinne gemacht, da seine Preise so niedrig waren, dass der ganze Umsatz für die Löhne seiner Freelancer drauf gegangen ist. Alleine konnte er die Anzahl der Aufträge allerdings auch nicht bewältigen. Rückblickend war der Fehler, die Preise nicht zu erhöhen. Dann wären zwar einige Kunden abgesprungen, aber der Umsatz am Ende des Monats wäre der selbe gewesen. Außerdem hat Sebastian sich wie eine Agentur gefühlt, die Aufträge weiter verteilt. Das wollte er eigentlich nicht und er hat sich dort nicht wieder gefunden.

Was Sebastian aus all dem gelernt hat

Alles Schlechte hat etwas Gutes, man kann aus allem etwas lernen. Aus dem Ende von Start in WP hat Sebastian gelernt, dass man als Unternehmer keine Angst haben darf, etwas zu probieren. Er selbst hatte nämlich Angst. Angst davor, seine Preise zu erhöhen und dadurch Kunden zu verlieren. Dabei war die Angst ja völlig unbegründet: hätte er gemerkt, dass er zu wenige Kunden vom neuen Preis überzeugen kann, hätte er ja wieder günstiger werden können. Kein Problem.

Warum konnte Sebastian “StartinWP” nicht verkaufen?

Ein Verkauf von StartinWP war nicht möglich, da das ganze Unternehmen an Sebastian als Experten hing. Alles hat sich um seine Person gedreht. Um ein Unternehmen verkaufen zu können, muss es aber unabhängig von einer bestimmten Person sein, es muss funktionieren, egal wer der Chef ist. Wenn das Ziel ist, ein Unternehmen zu verkaufen, dann sollte man es auch von Anfang an dementsprechend aufbauen.

Was ist beim amerikanischen Pendant zu “StartinWP” anders?

Der größte Unterschied zwischen WP Curve, dem amerikanischen Pendant, und Start in WP ist die Sprache. WP Curve kann durch die englische Sprache international tätig sein. Auch was die Freelancer angeht, ist WP Curve dadurch flexibler und kann auch Freelancer aus Ländern mit viel geringeren Löhnen beschäftigen. Mit der deutschen Sprache ist das schwieriger, da kann man gerade mal noch nach Österreich und die deutschsprachige Schweiz expandieren.

Das macht Sebastian momentan

Ende 2016 hat Sebastian entschieden, Start in WP neu zu strukturieren. Er will weg vom WordPress Support hin zum Coaching/Consulting und zu Online-Kursen. Sebastian möchte erst einmal sein Wissen in einem Online-Kurse zusammen fassen und so eine Mehrwert für viele Menschen schaffen. Auch persönliche und individuelle Beratung möchte er dann über das Coaching/Consulting anbieten. Sein weiteres Vorgehen möchte er auf https://www.startinwp.de/prelaunch/ dokumentieren, also wenn es euch interessiert, schaut mal vorbei und tragt euch in den Newsletter ein.

Sebastians Hebel

Hört euch Hörbücher und Podcasts an! Sebastian ist begeistert davon, wie viel man dadurch aus sonst ungenutzter Zeit, zum Beispiel im Auto oder im Zug, heraus holen kann. Wie viel Mehrwert man dann aus der Zeit raus holen kann ist enorm. Er empfiehlt den Life Hackz Podcast von Marcus Meurer, was Finanzen angeht den Podcast Aktien mit Kopf und für Unternehmer den Unternehmerkanal. Was YouTube angeht empfiehlt er außerdem noch den Kanal 5 Ideen.

Links zur Folge:

Sebastians Podcast Empfehlungen:
Life Hackz von Marcus Meurer: http://www.lifehackz.co/podcast/
Aktien mit Kopf von Kolja Barghoorn: http://www.aktienmitkopf.de/blog/podcasts
Unternehmerkanal: https://itunes.apple.com/de/podcast/unternehmerkanal-podcast-marketing/id1185646248?mt=2

Sebastians YouTube Empfehlung:
5 Ideen: https://www.youtube.com/channel/UCXTTZIvh1UAlf0kv6XHvOtg/featured

Sonstige Links:
Start in WP Prelaunch: https://www.startinwp.de/prelaunch/
Let’s see what works: https://de.letsseewhatworks.com

30 – Startup mit echten Produkten – Peter Hart – Dr. Severin von FBA in die Apotheke

30 | Peter Hart | Dr. Severin

Peter Hart ist manchen vielleicht unter Dr. Severin bekannt. Er hat seine Firma Dr. Severin vor 4 Jahren gegründet, weil er Menschen von Rasierpickeln, vor allem am Körper, befreien wollte. Inzwischen umfasst sein Team 10 Leute und seine Produkte sind in 27 Ländern vertreten. Eine der beeindruckendsten Firmen-Entwicklungen, wie ich finde.

Wie Dr. Severin so schnell wachsen konnte

Der Trend geht dahin, dass immer mehr Menschen, Frauen wie Männer, sich am Körper Haare durch Rasur entfernen. Genau wie im Gesicht können dabei Pickel und gereizte Haut entstehen. Allerdings gab es noch kein Produkt auf dem Markt, dass dieses Problem anging. Die Nachfrage für die Produkte von Dr. Severin war also bereits da, bevor das Produkt entwickelt wurde. Leute haben tatsächlich schon auf Google nach einem After Shave Balsam für den Körper gesucht. Da war es für Peter Hart natürlich extrem einfach, sein Produkt an den Mann und die Frau zu bringen.

Hebel Blog und YouTube

Dr. Severin haben im Grunde offene Türen eingerannt mit ihren Produkten. Trotz allem haben sie auch Influencer-Marketing genutzt (hier zur HebelZeit-Folge zum Thema: XXX). Sie haben die Produkte an Blogger und YouTuber geschickt, meist kostenlos, die sowieso schon auf der Suche nach dieser Neuheit waren. Das war dann nochmal ein enormer Hebel. Besonders, weil Peter Hart und sein Team sich für die richtigen Kanäle und dort für dir richtige Zielgruppe für ihr Produkt entschieden haben.

Wachstum durch Qualität

Dr. Severin bietet vergleichsweise teure Produkt an. Trotzdem kaufen die Leute nicht bei der Konkurrenz. Warum? Peter betont, dass die Qualität des Produktes sehr gut ist, viel Geld und Zeit wurden in die Entwicklung investiert. Das ist auch sein Tipp: Lieber erst einmal Zeit und Geld in die Qualität des Produktes investieren, bevor man ans Marketing denkt. Das Ziel ist es, dass Leute das Produkt weiter empfehlen und auch selbst wieder kaufen. Dadurch spart man sich schon mal viel Marketing. Diese Mundpropaganda war ebenfalls einer der Gründe, warum Dr. Severin so schnell gewachsen ist. In die Neuprodukt-Entwicklung wird bei Dr. Severin mehr investiert als auf dem Markt üblich. Dies sorgt erst mal für weniger Gewinn. Auf lange Sicht allerdings macht sich die Qualität wieder bezahlt.

Dr. Severin in “Die Höhle der Löwen”

Dr. Severin hat auch bei der TV-Sendung “Die Höhle der Löwen” mit gemacht. Das sorgte natürlich auf einen Schlag für eine enorme Reichweite. Peter Hart schätzt, dass dieser TV-Auftritt ca. 1 Million an Unternehmenswert generiert hat. Das ist übrigens auch die Summe, auf die das Unternehmen in der Sendung geschätzt wurde.

Es ist schwer zu delegieren

Mittlerweile hat Peter 10 Mitarbeiter und lässt unter Anderem auch seine Mails von diesen beantworten. Am Anfang allerdings hat er sich schwer getan, Arbeit zu delegieren. Er merkte aber schnell, dass er erstens Hilfe braucht bei der Entwicklung und Umsetzung neuer Produkte und zweitens konnte er nicht mehr alle Aufgaben alleine erledigen. Dadurch, dass er Mitarbeiter hat, die die anfallenden kleinen Aufgaben übernehmen, kann er selbst das große Ganze besser überblicken.

E-Mails abgeben

Einen riesigen Freiraum hat Peter bekommen, als er seine Geschäfts-Mails an seinen stellvertretenden Geschäftsführer abgegeben hat. Er hat gelernt, dass man guten Mitarbeitern so etwas anvertrauen kann. Natürlich geht das nicht mit jedem. Bei Peter war es ein guter langjähriger Freund, dem er diese Aufgabe anvertraut hat. So etwas kann natürlich auch scheitern, wenn es nicht passt. Heute wird er nur noch eingebunden, wenn wirklich nur er die E-Mail beantworten kann. So hat Peter unglaublich viel Platz im Kopf für Kreativität und die Arbeit an der Firma.

Peters Hebel-Tipp

Die gute alte 80/20 Regel: Versuche es hinzukriegen, in 20% der Zeit 80% des Outputs zu generieren. Und er hat noch eine Idee für mich persönlich, die ich auch schon mal durch kalkuliert habe: Ich könnte meinen Kunden praktisch eine Box mit allem, was sie brauchen um ein Video aufzunehmen, nach Hause schicken. Die nehmen dann die Videos auf, ohne dass ich vor Ort wäre. Allerdings finde ich es zu schwierig, pauschal die Fragen zu machen, ohne dass ich die Antworten kenne. Deswegen habe ich diese Idee erst einmal wieder verworfen.

Webseiten und Links aus dem Podcast:

Dr. Severins Webseite: http://drseverin.com

Meine Tipps um eure Produktivität zu hebeln: http://hebelzeit.de/bonus/personal-scrum/

29 – Meine Pricing Erfahrungen – Wieviel kann ich verlangen (von Stundensatz zu Value Based Pricing)

29 | Solo | Meine Pricing Erfahrung – Wieviel kann ich verlangen? (von Stundensatz zu Value Based Pricing)

In dieser Folge erkläre ich euch, wie ich persönlich gelernt habe, meine Preise fest zu legen. Außerdem erkläre ich euch, warum ich vom Paket-Pricing weg hin zum value-based pricing will.

Zurück in die Vergangenheit – meine erste Geschäftsidee

Zu meiner Schulzeit habe ich mir einen CD-Brenner gekauft mit der Absicht, “Sicherungskopien” von Musik-CDs zu erstellen. Da habe ich eine Marktlücke entdeckt: Damals konnte man sich noch keine Musik runterladen und speziellere CDs konnte man bei uns auf dem Dorf nicht kaufen. Hier war dann ich zuständig. Ich habe die CDs für einen unglaublichen Preis von 10 DM kopiert. Ich habe gutes Geld gemacht, was auch meinen Freunden aufgefallen ist: Bald gab es mehrere Jungs, die meine Idee umsetzten. Das führte natürlich dazu, dass ich meinen Preis von 10 DM nicht halten konnte. Schnell sind wir bei 5 DM gelandet. Mein Learning daraus: Solange ich etwas Einzigartiges anbieten kann, kann ich meine Preise ganz anders festlegen, als wenn es schon 10 andere mit diesem Angebot gibt. Das CD Brennen habe ich dann schnell wieder aufgegeben.

Zeitsprung – was man so im Studium lernt

Während des Studiums hat man uns beigebracht, man solle gewisse Stundensätze abrechnen. Damals waren das so um die 65 €, was mir utopisch hoch vorkam. Zuerst habe ich mein Glück in der Fernseh-Werbung gesucht. Und was habe ich da verdient? Zwischen 15 und 25 € pro Stunde. Allerdings brachten diese Jobs trotzdem etwas Gutes: Man wurde direkt für einen ganzen Monat gebucht und als Student hatte man dann am Ende des Monats auch mal 5000€ verdient. Ich habe außerdem auch einmal (für sehr schlechtes Geld) bei einer Firma mit einer sehr guten Reputation gearbeitet. Das hat mir im Nachhinein sehr viel gebracht, auch wenn sie erst einmal schlecht bezahlt haben. Durch meine Erfahrung bei dieser Firma konnte ich nämlich später höhere Preise verlangen.

Wie mein Pricing damals aussah

Zu Beginn meiner Zeit als Freiberufler (ich war nicht immer Unternehmer) hatte ich ehrlich gesagt keine Ahnung, wie ich meine Preise festlegen sollte. Ich habe mich einfach umgeschaut, was andere auf dem Markt so verlangen und habe das Gleiche verlangt. Im Nachhinein glaube ich, dass ich mich oft unter Wert verkauft habe und viele Kunden auch durchaus mehr gezahlt hätten. Doch wie hätte ich es auch lernen sollen? Das ist schon ein schwieriges Thema, das Pricing. Bei Preisverhandlungen spielt ja auch die Erfahrung eine große Rolle und als Freiberufler in Agenturen hat man auch nicht so viel Freiraum wie ein Unternehmer. Als ich dann angefangen habe, mir selbst meine Kunden zu suchen bin ich wie folgt vor gegangen: Ich habe ungefähr den Stundensatz verlangt, den ich vorher bekommen habe, und habe noch mein Equipment drauf gerechnet. Da habe ich den Preis genommen, den man beim Verleih dafür gezahlt hätte.

Mein großer Denkfehler

Dabei habe ich einen riesigen Denkfehler gemacht: Als ich als Freelancer gearbeitet habe, wurde ich für 100% meiner Zeit bezahlt. Als ich anfing, selbst Kunden zu akquirieren, war das natürlich nicht mehr so: Ich musste Kunden anrufen, hin fahren, ein Angebot schreiben, und dann hat natürlich nicht jeder zugesagt. Nachdem ich dann diese ganzen Dinge wieder eingerechnet hatte, lag ich bei einem Stundensatz so um die 60 €, also bei dem, was uns damals im Studium empfohlen wurde. Kurz gesagt: Mein Denkfehler war, dass ich mich mit einem Angestellten verglichen habe und dementsprechend die Preise festgelegt habe ohne zu bedenken, dass ich jetzt die Firma bin und ganz andere Kosten habe. Ein weiterer Schwachpunkt war, dass Angebote und das Erstellen von Konzepten kostenlos waren, was ich heute auch nicht mehr so machen würde.

Projekt-Pricing

Ich bin irgendwann dazu übergegangen, feste Pakete anzubieten. Das hieß dann auch, dass ich nicht mehr in Stunden sondern in Projekten bzw. Pauschalen abgerechnet habe. Das Paket – dieser Preis. Das hatte interessante Folgen: Ich war natürlich viel motivierter, schnell mit den Projekten fertig zu werden, sodass mein Stundensatz dementsprechend höher wurde. Das war ein großer Anreiz für mich, meine Prozesse zu optimieren und mir Tools anzuschaffen, mit denen ich schneller arbeiten kann. Die neuen Pauschalen haben es mir auch ermöglicht, eine Freelancerin zu beschäftigen. Wenn man jemanden beschäftigt macht es nämlich überhaupt keinen Sinn mehr, in Stunden zu rechnen, denn man kann die Stunden ja nicht einfach eins zu eins weiter geben. Erst einmal hat man mit einem neuen Team-Mitglied ja sogar mehr Arbeit als zuvor.

Value-based Pricing

Ich habe festgestellt, dass nicht jeder Kunde gleich ist und dass man für die gleiche Arbeit je nach Kunde unterschiedlich viel Geld verlangen kann. Eben je nachdem, was es dem Kunden wert ist, womit ich beim Thema value-based pricing bin. Es kommt also darauf an, wie viel Mehrwert ich dem Kunden durch mein Produkt liefern kann. Wenn ich mich auf Kunden spezialisiere, bei denen ich durch meine Videos eine riesigen Impact habe, also für super viel Umsatz beim Kunden sorge, dann kann auch ich viel mehr für meine Arbeit verlangen. Ein Deal von dem beide Seiten profitieren. Um an diese speziellen Kunden zu kommen, muss man sich natürlich noch ein bisschen Spezialwissen aneignen, damit man eben auch die Firma ist, die die Kunden sich aussuchen. Man darf eben keine Allerwelts-Produktion sein.

Teaser

Diese Folge war jetzt sehr improvisiert und diente für mich persönlich auch der Reflexion. Ich hoffe trotzdem, dass was für euch dabei war. In einer weiteren, nicht improvisierten Folge werde ich bald noch einmal genauer auf das Thema Pricing eingehen. Dann auch mit mehr Theorie dahinter was das Verhandeln angeht und wie man Preise ankert. Pricing ist keine einfache Geschichte und mit der Erfahrung wird man einfach immer besser. Man muss sich ständig anpassen, je mehr man dazu lernt. Zu Beginn ist es sicher nicht verkehrt, in Stunden abzurechnen, denn das ist erst einmal das Einfachste. Irgendwann kann man sich dann aber schon mal überlegen, den nächsten Schritt zu gehen. Es ist natürlich immer wichtig, seine Kalkulationen ständig zu überprüfen, um zu sehen, ob es sich so noch lohnt.

Das große Learning dieser Folge

Wenn ihr euch auf die Kunden konzentriert, denen ihr den meisten Mehrwert durch euer Produkt bieten könnt, dann könnt ihr auch am meisten Geld verlangen. Ganz wichtig ist es natürlich, dass ihr diesen Mehrwert euren Kunden auch kommuniziert. Zu diesem Thema werdet ihr in der nächsten Zeit auch noch einiges von mir hören.

Wenn es unter euch jemanden gibt, der ein interessantes Pricing Modell hat und Lust hat, mit mir in einem Interview (oder auch so) darüber zu reden, dann meldet euch. Ich würde mich freuen 🙂

28 – Coaching für Kreative – Michael Omori Kirchner – CreativeBiz

28 | Michael Omori Kirchner | Creative Biz: Coaching für Kreative

Michael Omori Kirchner ist professioneller Business-Fotograf und Business-Coach für Kreative. Außerdem hat er auch einen eigenen Podcast. Was er genau tut, erfahren wir in dieser HebelZeit-Folge.

Michaels Werdegang

Michael Omori Kirchner hat zwei Standbeine: Die Fotografie und das Business-Coaching. Bis vor einigen Jahren hat Michael als angestellter Berater und Coach in der Industrie gearbeitet. Dann jedoch hat er sich als Fotograf selbstständig gemacht. Dabei hat er gemerkt, dass das Fotografieren von Menschen auch viel mit Coaching zu tun hat: Man leitet Leute an, etwas gut hin zu bekommen. Die beiden Tätigkeiten liegen also nah beieinander. Sein Marketing-Wissen, was ihm in seiner Selbstständigkeit als Fotograf natürlich viel genutzt hat, hat er damals in seinem kostenlosen e-book Marketing für Fotografen nieder geschrieben. Das hilft übrigens nicht nur Fotografen weiter, sondern allen Kreativen. Aufgrund dieses Buches kamen dann die ersten Anfragen, ob er nicht auch Seminare zu diesem Thema halten könnte. So kam es zu seinem zweiten Standbein, dem Business-Coaching.

Wie Michael sein Buch als Hebel benutzt

Zu Beginn hat Michael Omori Kirchner sein Buch einfach kostenlos als Download angeboten. Irgendwann bekam er von einem Kollegen den wertvollen Tipp, das Buch gegen die E-Mail Adresse der Leute heraus zu geben. Dieser Tipp war für Michael Gold wert: Nun hat er nämlich eine Liste an E-Mail Adressen von Leuten, die sich für seine Inhalte interessieren. Einmal pro Woche schickt er diesen eine inhaltlich wertvolle E-Mail heraus mit seinen Tipps. Ab und an mischt er dezent auch ein bisschen Werbung für seine Seminare und Angebote darunter, ohne die Leute zu nerven. Dadurch baut er über die Zeit viel Vertrauen auf.

Weitere Hebel

Abgesehen von der E-Mail Kommunikation nutzte Michael schon so einige Kanäle, z.B auch Snapchat. Allerdings merkte er schnell, dass das nicht seins ist. Ganz im Gegenteil zum Podcast: Diesen entdeckte er erst als Zuhörer. Ihm fiel aber schnell auf, wie einfach ein Podcast zu produzieren ist und hatte Interesse, selbst einen zu veröffentlichen. Seither veröffentlicht er seinen eigenen Podcast. Außerdem bietet er Videotrainings an: Da er immer wieder die Frage nach der Preisgestaltung von Fotografen gestellt bekam, hat er dazu ein Video produziert. Spezialfragen erreichen ihn zwar trotzdem noch, aber viele Menschen stellt er mit diesem Video zufrieden. Ein anderes Videotraining zum Thema Kundengewinnung ist ein Mitschnitt eines Seminars.

Das ist wichtig: Individuelle Beratung

Michael berät trotz der geringen Hebelwirkung immer noch sehr gerne individuell. Das möchte er auch nicht aufgeben. Er schätzt dabei vor allem das Feedback, das er bekommt. Außerdem kann er persönliche Herausforderungen seiner Kunden nicht über Video, E-Mail oder Podcast lösen. Wenn es um Sachen wie Motivation geht, dann braucht er das persönliche Gespräch im Seminar oder im Einzel-Coaching um zu helfen.

Warum kommen die Leute zu Michael?

Michael braucht ja keine tausend Kunden; er braucht ein paar Kunden, die ihm vertrauen und die ihn wertschätzten. Außerdem sind seine Kunden Leute, die ihn kennen und die wissen, wann Michael ihnen weiter helfen kann und was sie von ihm zu erwarten haben. Dieses Vertrauen zu seinen Kunden baut er nicht von heute auf morgen auf: Viele seiner Kunden überzeugen sich über Monate oder Jahre zum Beispiel über seinen Newsletter davon, dass seine Arbeit Hand und Fuß hat. Es steckt also viel Arbeit hinter Michaels Kundenbindung, die über Vertrauen funktioniert. Er steckt gerne viel Zeit in seinen Podcast und seinen Newsletter um hochwertige Inhalte zu erzeugen, und um seine Kunden langfristig von ihm zu überzeugen.

Typische Anfänger-Fehler im CreativeBiz

Kreative Menschen machen viele Anfänger-Fehler, wenn es ums Business geht. Zwei Themen sind die Preisgestaltung und die Positionierung auf dem Markt. Anfänger sollten sich auf jeden Fall erst einmal Gedanken darüber machen, wie sie beim Kunden ankommen wollen, was beim Kunden im Gedächtnis bleiben soll. Außerdem ist es wichtig, dass das Angebot vom Kunden verstanden wird und nicht zu kompliziert ist.

Michaels Hebel-Tipp:

Such dir eine Aufgabe, die du im Moment machst, die du aber nicht gerne machst und nicht besonders gut kannst. Gib diese Aufgabe dann jemand anderem. Michael wollte zum Beispiel gerne ein Transkript von einem Seminar haben. Also hat er sich jemanden gesucht, der diese Dienstleistung anbietet, und es natürlich viel schneller und besser kann, als er selbst.

Zweiter Tipp: Wenn man gerne Podcasts hört, dann kann man mal versuchen, die Abspiel-Geschwindigkeit hoch zu drehen. Das mache ich selbst übrigens auch. Dann hört man einen Podcast statt in einer halben Stunde vielleicht in 20 Minuten. Und schwups, wieder 10 Minuten über 🙂 Noch ein Tipp von mir zum Schluss: Ich persönlich schneide meine Videos sogar in doppelter Geschwindigkeit, zumindest im Rohschnitt. Wenn man das kann und erträgt, dann spart man sich da eine Menge Arbeitszeit.

Webseiten und Links aus dem Podcast:

Michaels Webseite: http://creativebiz.de

Michaels Podcast: http://creativebiz.de/blog/

und seine Videotrainings: http://shop.creativebiz.de/kundengewinnung-fuer-fotografen/
http://shop.creativebiz.de/preisgestaltung-fuer-fotografen/

Buch “Marketing für Fotografen”: http://www.fotografr.de/11589/kostenloses-ebook-marketing-fuer-fotografen/

Meine Tipps um eure Produktivität zu Hebeln: http://hebelzeit.de/bonus/personal-scrum/

27 – Productized Service erklärt mit Steffen Kessler

In dieser Folge werde zur Abwechslung mal ich interviewt und zwar von Steffen Kessler, den wir schon bei der Franchise-Folge kennen gelernt haben. Wir haben uns auf dem Weihnachtsmarkt in Wien getroffen, als wir zur Franchise-Messe dort waren. Er hat mir ein paar gute Fragen über Productized Service gestellt und ich dachte, das könnte euch auch interessieren.

Was ist ein “Productized Service”?

Beim Productized Service wird eine Dienstleistung als Produkt verpackt und verkauft. Der Unterschied zur klassischen Dienstleistung besteht darin, dass man immer wieder exakt dieselbe Dienstleistung erbringt, es existieren feste Prozesse. Vergleichen wir es mal mit einer maßgeschneiderten Hose: Man weiß zwar, dass man beim Schneider ein Produkt erhält, das zwei Beine hat und oben einen Knopf. Das Produkt wird jedoch dem eigenen Körperbau angepasst. Ein Productized Service ist damit vergleichbar. Er ist keine Hose von der Stange beim H&M um die Ecke, denn er wird angepasst, aber eine Hose ist auch keine komplett neue Erfindung. Meine Videoproduktion ist teilweise ein Productized Service: Der Ablauf bei Drehs ist immer gleich, ich nehme immer das exakt gleiche Equipment mit. Allerdings stelle ich keinen zwei Kunden die gleichen Fragen oder schlage die gleichen Videos vor. Das wird dann doch noch eher individuell gemacht.

Vom reinen Service zum Productized Service

Am Anfang ist das Unikat: Man überlegt sich für jeden Kunden wieder ein neues Produkt, das perfekt zu ihm passt. Das wäre dann noch zu 100% Service. Richtung Productized Service starten kann man am besten, indem man erst einmal einen Plan mit den Arbeitsabläufen erstellt. Der Plan sollte dann auch ziemlich genau eingehalten werden, oder aber auch einen Ablauf für Abweichungen enthalten. Für meine Firma würde das bedeuten, dass der Plan auch von jemand anderem als mir selbst durchgeführt werden könnte; unabhängig von meiner Person. Bisher bin ich allerdings noch nicht soweit. Viele Schritte hängen noch an meiner Person, da ich noch nicht alle Abweichungen vom Plan definiert habe. Mein Ziel ist es, dass Mitarbeiter nach meiner Anleitung Videos produzieren können, die meine Ansprüche erfüllen.

Wo es bei mir hängt

Das Nadelöhr ist bei mir der Prozess der Strategie-Entwicklung. Da muss ich individuell auf meine Kunden eingehen und da spielt eine große Portion Erfahrung mit. Die Strategie-Entwicklung ist keine zweimal exakt identisch. Ich habe es bisher noch nicht geschafft, diesen Prozess als Ablauf nieder zu schreiben. Auch während dem Filmen braucht es etwas Erfahrung um meinem Kunden verständlich zu machen, was er sagen muss, damit ihn seine Kunden verstehen.

Productized Service im Franchising

Wenn ein Unternehmen ins Franchising gehen möchte, dann muss es ein Franchise-Handbuch erstellen. Dort werden alle Prozesse definiert und nieder geschrieben. Dies stellt eine Art Prozess-Transfer vom Franchise-Geber zum Franchise-Nehmer dar und stellt sicher, dass das Produkt überall die gleichen Standards erfüllt. Dem Franchising ist der Productized Service also schon innewohnend. In vielen anderen Bereichen allerdings hat das Definieren von Prozessen noch keinen Einzug gefunden.

Der Maler und sein Productized Service

Erklären wir doch mal anhand eines fiktiven Malers wie man sein Unternehmen zum Productized Service umbauen könnte. Der Maler könnte beispielsweise schon mal damit beginnen, seine Preise in Quadratmeter Fläche anzugeben. So weiß der Kunde genau, was auf ihn zukommt. Er hat das Gefühl, er kann sich für ein Produkt zu einem bestimmten Preis entscheiden. Das nächste wäre die Spezialisierung oder Fokussierung: Viele Maler bieten eben nicht nur Malerarbeiten an, sondern verputzen auch noch oder dämmen die Außenwand und so weiter. Für einen Productized Service ist es aber besser, sich auf eine Sache zu spezialisieren und diese zu perfektionieren. Dann kann man auch viel leichter skalieren. Man kann dem Kunden dann den besten Service zum besten Preis in einem Nischen-Bereich bieten.

Grundpfeiler des Productized Service

Wichtig für einen Productized Service ist, dass man ihn so aufbaut, dass man sich selbst daraus verabschieden kann. Ein Productized Service hängt nicht von einer Person ab. Außerdem ist die Organisation der Kommunikation enorm wichtig. Das ist auch eine Challenge für mich, dass die richtige Person im richtigen Moment das Richtige weiß. Dies ist besonders dann wichtig, wenn man skalieren möchte, was ja mein Ziel ist. Als einzelner kann man aber natürlich auch einen Productized Service anbieten. Wenn der jedoch dann auch funktioniert wird man schnell an den Punkt kommen, wo man andere mit ins Boot holen will.

Ist das nicht normal?

An irgendeinem Punkt hat Steffen sich gewundert, denn für ihn war es ganz normal, Prozesse zu etablieren. Das hängt jedoch damit zusammen, dass er aus dem Franchise-Business kommt. Dort ist das natürlich nicht zu vermeiden. Außerdem hat er auch Interesse daran, Prozesse zu automatisieren, da das ja auch intern Arbeit erleichtert. Er ist schon voll in dieser Denkweise drin und kann sich kaum vorstellen, dass es anders sein kann. In meinem Bereich jedoch ist es anders: In namhaften Agenturen habe ich gesehen, dass dort keinesfalls gute Prozesse etabliert sind. Von daher war die “Entdeckung” von Productized Service für mich revolutionär. Ich kann mir vorstellen, dass das auch in anderen Bereichen der Fall sein kann.

Trello als Hilfsmittel

Um Prozesse optimieren zu können, nutzt Steffen, und ich übrigens auch, Trello. Trello ist wie eine Pinnwand, es gibt Spalten und man kann zwischen den Spalten Karten hin und her schieben. Übrigens ist Trello eine SaaS (Software as a Service). Der Productized Service ist angelegt an SaaS, in Bereichen, die eben nichts mit Programmierung zu tun haben. Trello ist hilfreich, um Projekte zu organisieren, an denen mehr als eine Person arbeitet (aber auch für persönliche To-Do-Listen). Jeder kann sehen, an welchem Punkt sich das Projekt gerade befindet und kann, wenn er etwas erledigt hat, die entsprechende Karte entsprechend verschieben. So wissen es dann alle. Prozesse können so sehr gut organisiert und auch an andere Personen übergeben werden. Steffen und sein Team im Franchise-Portal nutzen übrigens das Prinzip des Personal Kanban. Informationen darüber findet ihr zum Beispiel im Podcast von Maik Pfingsten.

Steffens Hebel-Tipp

Das kam wie aus der Pistole geschossen: Trello! Sein Tipp ist, dass ihr euch ein Personal Kanban System in Trello bauen sollt. Es wird euch helfen, euren Tag besser zu organisieren, und dann solltet ihr automatisch auch Zeit sparen. Außerdem fühlt ihr euch besser, wenn ihr Karten in die “done” Spalte verschieben dürft 🙂

Wie mein System aussieht, findet ihr hier: Personal Scrum

Steffens Buchempfehlungen

Das wäre zum Einen “Erfolgreich durch Spezialisierung” von Kerstin Friedrich, weiterhin “Der Weg zum erfolgreichen Unternehmer” von Stefan Merath und außerdem was zum Nachdenken über sich selbst, die Bücher von John Strelecky.

Webseiten, Bücher und Podcasts

Trello: https://trello.com/home

Podcast von Maik Pfingsten zum Personal Kanban: https://lifestyleentrepreneur.de/le005-personal-kanban-wie-ich-heute-effektiver-bin/

Buch “Erfolgreich durch Spezialisierung: https://www.amazon.de/Erfolgreich-durch-Spezialisierung-Kompetenzen-Kerngeschäfte/dp/3636014188

Buch “Der Weg zum erfolgreichen Unternehmer”: http://www.unternehmercoach.com/coach-unternehmer-erfolg-weg-zum-erfolgreichen-unternehmer-neue-dynamik.htm

Bücher von John Strelecky: https://www.amazon.de/Bücher-John-Strelecky/s?ie=UTF8&page=1&rh=n%3A186606%2Cp_27%3AJohn%20Strelecky

Jahres Rück- und Ausblick und die Big 5 for Life

Vor einem Jahr – Meine Ziele

Mein Ziel am Anfang von 2016 war es, eine Firma zu bauen, die ich verkaufen kann. Oder eine Firma, die ohne mich funktioniert und die mir einfach Gewinne abwirft. Dazu habe ich mir drei Ziele gesetzt: zum Einen wollte ich meine Firma in eine UG oder eine GmbH wandeln, also in eine Körperschaft. Zum Anderen wollte ich Mitarbeiter haben und außerdem wollte ich feste Prozesse etablieren.

Nach einem Jahr – Was ich geschafft und gelernt habe

Einen Teil davon habe ich auch geschafft: Ich habe nun schon seit einiger Zeit eine Freelancerin im Team, die mir reibungslos meine Projekte schneidet. Im gleichen Atemzug habe ich erstmals Prozesse eingeführt: Ich habe meiner Freelancerin nichts einmalig erklärt, sondern habe immer Videotutorials erstellt, die ich dann auch bei meinem nächsten Mitarbeiter oder Freelancer wieder einsetzen kann. Das hat super funktioniert. Auch mein erstes Podcast-Projekt habe ich in diesem Jahr auf die Straße gebracht, und nun schon mit 25 Folgen, da bin ich ziemlich stolz drauf. Stolz bin ich auch darauf, dass du gerade zuhörst! Mit dem Podcast habe ich für mich einen riesigen Hebel entdeckt.

Die Schattenseite des Jahres

2016 habe ich mega viel Output geliefert, ich war teilweise wirklich nur noch am hin und her fahren oder fliegen um zu drehen. Rückblickend kann ich sagen, dass das einfach zu viele Drehtage waren. Ich hatte zu wenig Ruhe und zu wenig Zeit für eigene Projekte. Ich habe gemerkt, dass mein Ziel, die Firma groß und verkaufbar zu machen, nicht ohne Weiteres zu erreichen ist. Und dass ich das vielleicht auch gar nicht mehr will.

Ich habe genug!

Ich hatte einen tollen Moment in 2016: Meine Freundin wollte etwas auf Amazon bestellen und hatte noch nicht die magische Porto-Grenze erreicht. Also fragte sie, ob ich nicht etwas bräuchte – und ich „musste“ nein sagen 🙂 Das fand ich super, ich habe einfach alles, ich habe genug. Das trifft auch auf meine Umsätze zu: Ich hatte in diesem Jahr wirklich so gute Umsätze, dass mir nix mehr fehlt, außer etwas mehr Zeit. Und da wurde mir klar, dass ich nicht noch 5 Jahre weiter ackern will, um eine verkaufbare Firma aufzubauen. Dabei würde die Familie hinten anstehen, und dass ist nicht mein Ziel.

Motivation auf einem höheren Level

Da das reine Geld für Brot auf dem Tisch nun nicht mehr das ist, was mich antreibt, habe ich nach einer neuen, höheren Motivation gesucht. Was mich antreibt ist es, Dinge auszuprobieren und neue Sachen zu machen. Deswegen muss ich den Schritt zurück gehen: Was will ich eigentlich wirklich? Was will ich als Alex Boerger in der Welt bewirken? An dieser Stelle diesbezüglich einen großen Dank an Steffen Kessler, der mich auf das Buch „Big Five for life“ gestoßen hat. In diesem Buch hat mir die Grundidee sehr gut gefallen: Jeder Mensch hat einen Zweck der Existenz auf dieser Erde und es sollte 5 große Ziele geben, die jeder Mensch in seinem Leben verfolgt. Darüber sollte sich jeder einmal seine Gedanken machen, finde ich. Für mich ist eines der Dinge, das immer wieder aufkommt, die Freiheit. Ich will in Freiheit leben, und das geht nur, wenn auch die Menschen um mich in Freiheit leben können. Wenn sie keine Angst haben, ihre eigenen Entscheidungen zu treffen. Deswegen kann ich nur frei sein, wenn ich anderen helfe, auch frei zu sein. Das würde ich im Moment als den Zweck meiner Existenz betrachten: Dass ich anderen helfen will, frei zu sein.

Meine 5 großen Ziele

  1. Ich will Menschen helfen frei zu sein.
    Das versuche ich im Moment über Video: Ich bringe Leuten bei, wie sie Video für sich arbeiten lassen können, also wie sie sich auf dieser Ebene etwas befreien können.
  2. Ich möchte 1000 Bücher lesen
    Das Lesen macht mich in sofern auch frei, indem ich mir aus vielen verschiedenen Quellen meine Infos rein hole. Das sind eben auch Quellen, die sich gegenseitig widersprechen und angreifen, sodass ich mir meine eigene Meinung bilden kann.
  3. Alle Kontinente sehen und dafür möchte mindestens einen Monat im Jahr unterwegs sein.
    Davon erhoffe ich mir etwas besser zu verstehen, wie Leben funktioniert.
  4. Shirky’s Law zu widerlegen.
    Shirky’s Law besagt, dass keine Organisation das Problem löst, zu dessen Lösung sie gegründet wurde. Denn dann würde sie sich ja selbst vernichten. Das finde ich blöd und würde diese Selbsterhaltung gerne abschaffen, aber ich weiß noch nicht wie. Wenn ihr Ideen habt, gerne her damit.
  5. Eine Familie gründen und genug Zeit haben, um mich gebührend um meine Liebsten zu kümmern.

Meine Ziele für 2017

2017 möchte ich meine Firma nicht wachsen lassen. Gleichzeitig will ich es hinkriegen, den gleichen Umsatz zu erwirtschaften und ortsunabhängiger zu werden, also seltener persönlich irgendwo vor Ort sein zu müssen. Wie kann ich das erreichen? Ich habe mir bisher zwei Wege überlegt und bin gespannt auf euer Feedback und eure Tipps dazu.

  1. Eine Möglichkeit wäre: Ich verändere mein Angebot, indem ich zusätzlich zu den Videos nun auch die Landingpage für die Unternehmen ausarbeite und Content-Upgrades erstelle, also einen Funnel baue. Mit solchen Marketing Methoden habe ich sehr gute Erfahrungen gemacht. Damit schlage ich zwei Fliegen mit einer Klappe: ich muss weniger drehen und ich kann pro Auftrag mehr Geld verlangen, da ich den Kunden durch das neue Angebot noch mehr Mehrwert bringen kann.
  2. Das zweite ist, ich möchte über Schulungen und Workshops Leuten beibringen, Videos selbst zu erstellen und selbst das Marketing zu verbessern. Dadurch hätte ich auch „ausgebildete“ Leute, denen ich kleinere Aufträge, die bei mir reinkommen und für die ich keine Zeit mehr habe, weiterleiten könnte. So würde ich mir also auch ein Netzwerk aufbauen.  Als weitere Chance sehe ich, dass viele Unternehmen eigentlich einen nhouse Videografen benötigen. Es fallen doch oft kleinere Dinge an: Mal dort ein Video für Facebook, mal da ein Video für Instagram. Da braucht es nicht immer den ausgebildeten Mediendesigner. Ein Workshop dazu sollte genügen, um die Grundlagen zu erlernen und umsetzen zu können.

Zweiter Podcast

Für den zweiten Teil meines Plans werde ich noch einen zweiten Podcast machen. In dem geht es dann also um Videomarketing für Videoproduktionen und auch für Inhouse-Produktionen. Für euch heißt das, ihr dürft gerne auch meinen neuen Podcast abonnieren 🙂 Es könnte allerdings auch sein, dass die Frequenz auf diesem Podcast etwas niedriger wird, da ich dann ja zwei zu bedienen habe.

Wie immer: Wenn ihr mir irgendwas zu erzählen habt, euch irgendwas gut gefallen hat oder nicht oder wenn ihr mit mir Shirky’s Law kontern wollt, dann schreibt mir gerne eine Mail oder lasst mir einen Kommentar da, ich freue mich!

Big Five for Life:
https://www.amazon.de/Big-Five-Life-Leaderships-Greatest/dp/3423280190/ref=sr_1_3?ie=UTF8&qid=1483519710&sr=8-3&keywords=Big+five+for+life

Für’s Feedback:
http://hebelzeit.de/kontakt-impressum/

26 Meme – Patrick Breitenbach vom Soziopod über virale Ideen

Patrick Breitenbach kennen wir bereits aus einer früheren Folge. Dort hat er uns seinen Podcast, den SozioPod, vorgestellt. Heute steigen wir daher direkt ein in das nächste spannende Thema: Die Meme. Patrick hat mit Kollegen schon ein Buch geschrieben, das ihr auf seiner Homepage http://patrickbreitenbach.de/ findet. In einem Kapitel geht es auch um Internet-Meme.

Was sind Meme?

Der Begriff des Mems tauchte zum ersten Mal in Richard Dawkins Buch “Das egoistische Gen” (im Original: “The selfish gene”) auf. Dawkins ist ein großer Evolutions-Theorie Fan und er geht sogar soweit zu sagen, dass wir Menschen (und alles andere Lebende) eigentlich nur Vehikel für die Gene sind. Die Gene brauchen uns nur als Hülle, um sich weiter verbreiten zu können. Es gibt in der menschlichen Gemeinschaft allerdings Phänomene, die Dawkins nicht mit seiner Gen-Theorie in Einklang bringen kann. Wir reden hier von Dingen wie Modetrends, Sprache und allem, was mit Ideen zu tun hat, die rein biologisch/physiologisch schlecht greifbar sind. Für diese Ideen, die sich ja, wie Gene auch, weiter verbreiten, sucht er einen neuen Replikator-Begriff. An dieser Stelle führt er das Wort “Mem” (engl. “meme”) ein.

Wie funktionieren Meme?

Das Wort “Mem” setzt sich aus “memory” (engl. für Gedächtnis) und “mimicry” zusammen, was soviel wie Nachahmung bedeutet. Dawkins sagt nämlich, das, was bei den Genen Fortpflanzung ist, ist bei den Memen zum Einen Kommunikation und zum Anderen Nachahmung oder Imitation. Sprache zum Beispiel entsteht dadurch, dass Babies die Laute der Sprache imitieren und irgendwann anfangen, dem Bedeutung beizumessen. Oder Modetrends: Plötzlich trägt ein Star gelbe Stiefel und alle imitieren ihn, wodurch es zum Mem wird. Das Mem rund um das Wort “Mem” entstand beispielsweise, als unter Anderem Susan Blackmore und Daniel Dennett das Konzept aus Dawkins Buch aufgriffen und weiter ausarbeiteten und verbreiteten. Meme verbreiten sich rasend über die sozialen Netzwerke: Denken wir nur mal an “Grumpy Cat”. Außerdem haben Meme die Fähigkeit, menschliches Verhalten maßgeblich zu verändern. So werden beispielsweise Kriege geführt auf Grund der Idee, dass der eine Gott mehr wert sei als ein anderer.

Mutation und Selektion

Genau wie in der Genetik gibt es auch im Bereich der Meme Mutation und Selektion. Mutation bedeutet in der Genetik, dass DNA falsch kopiert wird, sie “mutiert”, was natürlich schlimme Folgen haben kann. Selektion hingegen bedeutet, dass DNA gar nicht mehr kopiert wird, sondern “ausselektiert” wird. Auf der Ebene der Meme wäre Selektion folgendes: Mir wird eine Geschichte erzählt, die ich blöd finde. Deshalb erzähle ich sie nicht weiter, hindere sie also daran, sich weiter zu verbreiten bis sie eventuell “ausselektiert” ist, also nicht mehr existiert.

Das geht “viral”

Der Begriff viral kommt tatsächlich vom Virus, der einen Organismus befallen kann. Viren bestehen fast ausschließlich aus Erbmaterial (DNA und RNA) und brauchen als Vehikel und um sich zu vervielfältigen den Menschen oder ein anderes Tier. In diesem Vehikel nistet das Virus sich ein und wird mit jedem Niesen weiter verteilt an den nächsten Organismus. So ähnlich funktioniert das mit Memen: Auch die vervielfältigen sich in Menschen und werden wieder raus gelassen um den nächsten zu infizieren, mit neuem Gedankengut in diesem Fall. Deswegen können auch Ideen viral gehen. Zwar haben wir ein Immunsystem, das sich gegen Viren wehrt, jedoch funktioniert das manchmal nicht. Das ist ebenfalls auf Meme übertragbar. Gegen manche Ideen können wir uns einfach nicht wehren, besonders wenn Emotionen mit hoher Erregbarkeit mit im Spiel sind wie Wut, Angst oder Liebe. Diese Emotionen erhöhen das Verbreitungspotential enorm.

Was sind “Memplexe”?

Memplexe sind die Zusammenfassung von mehreren Memen. Ein bekannter Memplex wäre beispielsweise die Kirche mit ihren ganzen Geschichten rund um Jesus. Interessant dabei ist, dass Jesus als Mittelpunkt benutzt wurde, um ganz viele Geschichten rund um ihn herum aufzureihen. Das ist praktisch, denn zusammen verbreiten sie sich viel besser als alleine. Außerdem entsteht so ein mächtiges Gebilde, dem viele Menschen anhängen und das viele Menschen vereint. Seit der Aufklärung hat der Memplex Christentum allerdings viel an Macht verloren; den Menschen gefallen die Geschichten rund um Jesus wohl nicht mehr gut genug, um sie verbreiten zu wollen.

Was bringt uns das Wissen über Meme?

Im Bereich Kommunikation und Medien beispielsweise ist das Wissen über Meme hilfreich für das Entwerfen von Inhalten, die sich gut verbreiten sollen. Gleichzeitig macht uns das Wissen über Meme natürlich unanfälliger für dieselben, weil wir sie zumindest manchmal durchschauen. Das kann uns helfen, uns nicht von schlechten Ideologien mitreißen zu lassen. Genau dieses Wissen über Meme kann aber auch bewirken, dass wir uns verloren fühlen: Schließlich helfen Geschichten dem Menschen ja auch, Dinge einzuordnen und sich zurecht zu finden im Chaos der Welt. Geschichten vereinen Menschen, kreieren Zugehörigkeit und Identität. Alles immer zu hinterfragen kann daher natürlich auch unglücklich machen. Doch das Bewusst-Werden über die Macht der Meme, oder die Macht der Idee, ist besonders heute wichtig. Das Internet verbreitet Meme in einem rasanten Tempo und wir sollten uns bewusst darüber sein, damit wir kein Opfer davon werden, oder zumindest nicht so oft.

Was macht ein gut funktionierendes Mem aus?

Es sollte Emotionen ansprechen, besonders erregende Emotionen. Etwas sollte “atemberaubend” sein. Aber auch praktischer Nutze kann wichtig sein: Wie hilft das Mem mir persönlich, irgendein Problem zu lösen? Das könnten dann zum Beispiel klassische Tutorials sein. Was sich auch immer gut verbreitet sind Meme, die denjenigen, der sie weiterverbreitet gut aussehen lassen, sozusagen Prestige aufbauen. Man kennt ja diese Tests auf Facebook, wo man beispielsweise seinen Wortschatz testen kann. Dort schneidet natürlich jeder gut ab und manche teilen das dann auch, um klug zu wirken. Andere greifen sich an den Kopf. Auch wirkungsvoll: Gutes Storytelling. Meme, die eine gute Geschichte erzählen, indem sie Emotionen ansprechen und an Bekanntes anknüpfen funktionieren gut. Für die Dinge, die wir schon kennen oder die gerade aktuell sind, sind wir viel leichter zugänglich, denn die haben schon einen Platz in unserem Gehirn. Es ist dann recht einfach, dort anzuschließen.

Meme und Video

Besonders gut funktionieren Meme auch in Videos: Dort ist es besonders einfach, etwas schon Bekanntes oder Atemberaubendes mit etwas Neuem zu verbinden und so beides “zu verkaufen”. Unten habe ich euch ein paar Clips verlinkt, bei denen das klar wird. Zum Beispiel der Sprung von Felix Baumgartner: Das hat Red Bull gut ausgenutzt und ihn von oben bis unten mit Werbung voll gepackt. Ganz wichtig ist natürlich, dass die Verbindung da ist: Red Bull ist ja bereits bekannt für solche Aktionen, also passt es auch beim Sprung aus dem Weltraum super rein.

Und zum Schluss: Baut gute Meme, falls ihr welche baut und schützt euch vor schlechten!

 

Webseiten:

http://patrickbreitenbach.de/

http://soziopod.de/

Meme:

Volvo
https://www.youtube.com/watch?v=M7FIvfx5J10

Edeka Supergeil
https://www.youtube.com/watch?v=jxVcgDMBU94

Red Bull: Felix Baumgartner Jump
https://www.youtube.com/watch?v=FHtvDA0W34I

Printing Wikipedia
http://alexboerger.de/blog/as-seen-on-wow-wikipedia-ausdrucken-sorgt-international-fuer-aufsehen/

25 – Bücher Teil2 mit Daniel Pink, Douglas Rushkoff, Jane McGonigal, Kerstin Friedrich, Perry Marshall, Peter Thiel

25 | Solo | Mein Bücherregal Teil 2

Vorab schon einmal mein Hebel zum Thema Bücher: anstatt Bücher zu lesen, höre ich sie als Hörbücher. Ich habe bei Audible ein Abo (9,95 €/Monat für ein Buch meiner Wahl, jedes weitere Buch 9,95 €) und schaffe mindestens 1 Buch im Monat, das Abo lohnt sich also. Außerdem höre ich mit 1,5 bis 2facher Geschwindigkeit. So kann ich den Hauptinhalt schnell erfassen und komme auf die Bücher zurück, wenn ich sie dann konkret brauche. So schaffe ich es enorm viele Bücher in kurzer Zeit zu hören, vielleicht hilft euch dieser Hebel ja auch. Außerdem: Auf Goodreads könnt ihr sehen, welche Bücher ich abgesehen von den hier vorgestellten sonst so gelesen habe, falls euch das auch interessiert. Wie beim letzten Mal sind die Überschriften wieder direkt mit Amazon verlinkt, sodass ihr die Bücher direkt kaufen könnt (und ich ein paar Prozente bekomme 🙂 )

Reality Is Broken: Why Games Make Us Better and How They Can Change the World – Jane McGonigal

In diesem Buch geht es darum, wie uns “Gamification” motiviert, Dinge zu tun. Ich zum Beispiel habe jeden Tag meine Listen, die ich abarbeiten möchte. Ich will 3 Gläser Wasser trinken, ich will jeden Abend meinen Tagesabschluss machen und so weiter. Es ist für mich wie ein Spiel, diese Liste jeden Tag komplett abgehakt zu haben und es frustriert mich, wenn ich es nicht schaffe. So kann man natürlich nicht nur sein eigenes Leben gamifizieren, sondern auch beispielsweise die Mitarbeiter in der Firma motivieren. Bei mir wirkt das enorm gut, vielleicht ist das ja bei euch ebenfalls so. Wenn euch genauer interessiert, wie ich meinen Tag organisiere, dann schaut doch hier vorbei.

A Whole New Mind: Why Right-Brainers Will Rule the Future – Daniel Pink

Man kann in der Wirtschaft beobachten, dass alle Jobs, die nicht mit Kreativität verbunden sind, immer mehr durch Computer bzw. Roboter ersetzt werden. Damit euch das nicht passiert, solltet ihr euch immer die Frage stellen, ob das was ihr macht einen ernsthaften Wert liefert. Um das rauszufinden, habe ich aus dem Buch mal drei Fragen heraus gesucht:

1. Kann es jemand günstiger machen? Hier geht es auch um das Thema Outsourcing.

2. Könnte es ein Computer schneller erledigen? Man denke hier zum Beispiel an die Buchhaltung und was sich dort durch den Computer getan hat.

3. Schafft ihr einen bleibenden Wert im Zeitalter des Überflusses? Wir haben ja alles zur Verfügung, deswegen muss schon was mit Mehrwert her. Man kann ja mal drüber nachdenken, schadet ja nicht.

Das große 1×1 der Erfolgsstrategie: EKS® – Erfolg durch Spezialisierung – Kerstin Friedrich

EKS – engpasskonzentrierte Strategie – ist ja öfter Thema bei mir, weil ich es echt wichtig finde. Der Kern ist, dass wenn eine Ressource fehlt, dann kann noch so viel von allem anderen da sein, das Wachstum geht nicht weiter. Eine Pflanze zum Beispiel braucht Wasser, Licht, Phosphor, Kalium… Wenn eines fehlt, wird die Pflanze sterben, auch wenn noch so viel von allem anderen da ist. Bei der EKS geht es darum, die Engpässe in anderen Firmen zu erkennen, und die passende Lösung zu liefern. Wenn ihr ein Produkt anbietet, was den Engpass in vielen Firmen löst, dann seid ihr natürlich der Hit. Mir hat dieses Buch und das Konzept viel weiter geholfen, ich empfehle es euch wärmstens.

80/20 Sales and Marketing: The Definitive Guide to Working Less and Making More – Perry Marshall

Die 80/20 Regel besagt, dass 80% eures Umsatzes von 20% eurer Kunden kommen. Deswegen ist es gut zu wissen, wer diese 20% sind damit ihr mehr solcher Kunden anwerben könnt. Im Buch wird alles zwar aufs Marketing bezogen, aber es ist trotzdem hilfreich, das Buch zu lesen wenn ihr ein Unternehmen habt. Für mich war auf jeden Fall viel Hilfreiches dabei.

Zero to One: Notes on Startups, or How to Build the Future – Peter Thiel

Peter Thiel, der Autor, ist der PayPal Gründer, vielleicht kennt ihr ihn ja daher. Er ist auf jeden Fall einer der erfolgreichsten Unternehmer im Silicon Valley. Im Buch geht es darum, wie man als Startup von der Idee, also von Zero, zu einem funktionierenden Produkt, also zu One, kommt. Später dann kann man auch an der Vervielfachung des Produkts arbeiten, also von 1 to n. Das sind unternehmerisch zwei komplett verschiedene Dinge und es ist auch nicht jeder im Stande, beides zu können. Ich zum Beispiel bin eher der Zero to One Typ, aber in der Vervielfältigung bin ich nicht so gut. Da sollte ich dann wohl Kooperationen eingehen. Außerdem geht auch er auf das Thema ein, wie die EKS auch, dass ihr mit eurem Produkt ein konstantes Bedürfnis befriedigen müsst, um langfristig Erfolg zu haben.

Finite and Infinite Games – James Carse

Ich bin ganz ehrlich: dieses Buch ist unglaublich schwer zu lesen. Die Quintessenz ist, dass es endliche und unendliche Spiele gibt (das ganze Leben wird als Spiel aufgefasst). Ein endliches Spiel wäre zum Beispiel ein Fußballspiel, da ist vornherein klar, dass es irgendwann endet. Ein Unternehmen hingegen ist ein unendliches Spiel, es soll ja im besten Fall nicht aufhören. Auch das Leben selbst kann man als endlich oder als unendlich betrachten: Entweder strebt man nach einem bestimmtem Ziel, zum Beispiel 1 Million Euro zu haben, oder man strebt beispielsweise danach, glücklich zu sein. Der Vorteil und Nachteil an unendlichen Spielen ist, dass es kein Ende gibt. Am besten sollte man sich also unendliche Spiele aufbauen, bei denen das Spielen so viel Spaß macht, dass man kein Ende braucht. Glücklich sein ist also gar kein schlechtes Spiel.

Spent: Sex, Evolution, and Consumer Behavior – Geoffrey Miller

In diesem Buch habe ich zum ersten Mal verstanden, wie Dekadenz funktioniert. Warum kaufen Leute teure Autos und riesige Häuser? Im Grunde klar: Weil sie zeigen wollen, dass sie so viel Geld haben, dass sie so verschwenderisch damit umgehen können. Leute, die sich für Geld interessieren, werden tief beeindruckt sein. Oftmals das andere Geschlecht, was ja auch im Grunde das Ziel ist aus evolutionärer Sicht. Heute mag es das Geld sein, früher waren es andere Ressourcen, mit denen durch verschwenderischen Umgang geprahlt werden sollte. Mitunter sogar das Leben: Wenn ein Seefahrer von oben bis unten tätowiert war und trotzdem noch lebte (Tätowierungen waren vorm Sterilisieren der Geräte nämlich echt gefährlich), war das ein Zeichen dafür, dass er einen starken Körper hat. Das schindet natürlich Eindruck beim Arbeitgeber wie bei den Frauen. Ein wirklich interessantes Buch um die Welt etwas besser zu verstehen.

Throwing Rocks at the Google Bus: How Growth Became the Enemy of Prosperity – Douglas Rushkoff

Ein Buch zum Thema Anti-Innovation. Es geht darum, dass Start-Ups heute oft nach immer mehr Wachstum streben und schnell viel Geld machen wollen. Dabei sind sie oft auf Investoren angewiesen, und befinden sich dann in einer Mühle, da sie ja wachsen müssen, damit es sich für die Investoren lohnt. Aber das muss ja nicht sein. Man kann auch langsam wachsen, keiner zwingt einen dazu, riesig zu werden. Ich zum Beispiel habe gar nicht das Ziel ein riesiges Unternehmen zu erschaffen, ich muss nur gut davon leben können. Das reicht mir erst mal. Ein guter Podcast zu diesem Thema ist Team Human von Douglas Rushkoff, in dem er erzählt, warum wir vielleicht nicht alle Ressourcen verballern sollten.

Smart Business Concepts – Ehrenfried und Brigitte Conta Gromberg

Ehrenfried Conta Gromberg hatte ich ja auch schon mal bei mir im Podcast. In dem Buch geht es darum, welche Unternehmensformen es so gibt. Er und seine Frau sind gut darin, Kategorien zu entwickeln, und daraus abgeleitet Handlungsanweisungen. Es gibt also verschiedene Businessmodelle, und dann kann man natürlich sein Produkt auch innerhalb der Modelle noch auf verschiedne Weise anbieten. Mir gefällt an den Arbeiten von Ehrenfried und Brigitte Conta Gromberg immer gut, dass sie so gut Kategorien bilden und Vorgehensweisen ableiten können. Auch sehr lesenswert auf jeden Fall.

Und auch an dieser Stelle würde ich mich wieder über euer Feedback für meinen Jahresrückblick freuen! Da ich den nicht direkt an Silvester raushauen werde, habt ihr auch noch etwas länger Zeit. Also gebt Laut, ich würde mich darüber freuen 🙂 Super cool wären ja auch Audio Dateien mit eurem Feedback, die ich dann aber auch automatisch in den nächsten Podcast mit rein schneiden darf. Schickt mir dafür eine Audiodatei per WhatsApp oder als Datei in ner Email oder wie ihr wollt. Natürlich freue ich mich auch ungemein über eure Buchtipps, her damit! Ich will ja schließlich meine 1000 Bücher voll kriegen!

Der Link zu meinem Goodreads bookshelf:
http://www.goodreads.com/user/show/8133711-alex-boerger

Link zur Bonus HebelZeit Folge:
http://hebelzeit.de/bonus/personal-scrum/

Podcast von Douglas Rushkoff und Team Human:
http://teamhuman.fm/#content-pro

Und fürs Feedback:
http://hebelzeit.de/kontakt-impressum/

24 – Bücher als Hebel – Meine Lieblingsbücher Teil 1

24 | Solo | Mein Bücherregal Teil 1

Ich wünsche euch erst einmal ein frohes Weihnachtsfest 🙂 In dieser Weihnachts-Folge erzähle ich euch mal wieder was aus meinem Leben. Ich lese, bzw. höre, gerne Bücher. Heute möchte ich euch meine Lieblings-Bücher vorstellen und was ich aus jedem einzelnen von ihnen gelernt habe. Vielleicht ist ja auch etwas für euch dabei. Die Überschriften sind übrigens immer direkt mit Amazon verlinkt, sodass ihr die Bücher direkt kaufen könnt (und ich ein paar Prozente bekomme 🙂 )

Ökonomie der Aufmerksamkeit – Georg Franck

Aufmerksamkeit kann man gegen Geld und Geld gegen Aufmerksamkeit tauschen, aber das wisst ihr ja schon. Denn dazu gibt es eine ganze Episode: http://hebelzeit.de/podcast/09-die-oekonomie-der-aufmerksamkeit-werde-mentaler-kapitalist/ Dass Aufmerksamkeit wirklich einen Wert hat, sollte man immer im Hinterkopf haben.

Propaganda – Edward Bernays

Dieses Buch könnt ihr auf Englisch umsonst haben, wenn ihr auf den englischen Wikipedia Artikel geht und dort bei einer alten Version des Artikels unten bei den externen Links auf das Buch klickt: https://en.wikipedia.org/wiki/Propaganda_(book) oder ihr geht auf den Amazon Link in der Überschrift und kauft es auf Deutsch. Edward Bernays ist der Neffe von Sigmund Freud, den ihr bestimmt kennt. Interessant ist, dass Bernays zwar Jude war, aber trotzdem einer der Lieblingsautoren von Goebbels gewesen ist. Die Idee des Propaganda-Ministeriums basiert auf den Ideen von Bernays, fiese Nummer. Bernays hat gut verstanden, wie soziale Systeme funktionieren und wie man sie manipulieren kann. Beispielsweise hat für einen Schinkenhersteller für Absatz gesorgt, indem er nach Hollywood gegangen ist, und dafür gesorgt hat, dass im Film zum Frühstück immer Eier und Bacon serviert werden. So hat er es in die Haushalte gebracht, wo es bis dahin noch keiner kannte. Nachdem dann die Nazis das Wort “Propaganda” so sehr verzockt haben, hat er auch einen ganzen Berufsstand umbenannt in “Public Relations” -PR. Auch das stammt aus seiner Feder. Sehr spannendes Buch, unbedingt lesenswert.

Influence-The Psychology of Persuasion – Robert Cialdini

Auch ein sehr wichtiges Buch für mich. Robert Cialdini listet in diesem Werk verschiedene Wege auf, wie man einflussreich wird. Einer neben vielen ist, dass man zuerst Schwächen erwähnt bevor man Stärken erwähnt. Zum Beispiel könnte ich sagen: Ich kann kein leckeres Schnitzel machen, aber was Pasta angeht, bin ich ein Meister. Dadurch, dass ihr zunächst etwas Negatives sagt, baut ihr euch Glaubwürdigkeit auf. Wer würde denn schon was Negatives über sich sagen, wenn er nicht ehrlich wäre? Im Anschluss könnt ihr praktisch sagen, was ihr wollt, und die Leute glauben euch.

Cognitive Surplus – Clay Shirky

Hier geht es um die Zeit, die Menschen täglich damit verschwenden, Fernsehen zu schauen. Beim Durchnitts-Amerikaner sind das täglich 5 (!) Stunden. Wenn diese Zeit sinnvoll für etwas eingesetzt würde, wären plötzlich unglaubliche Ressourcen vorhanden. Da sollte man mal drüber nachdenken 🙂

Triumph of the City – Edward Glaeser

In diesem Buch geht es darum, wie wichtig Städte sind. Und der Grund ist folgender: In Städten kommen sehr viele Menschen zusammen und das multipliziert die Wahrscheinlichkeit, dass zufällige Dinge passieren, die sogenannte Serendipität. Man lernt Dinge, die man gar nicht vor hatte, zu lernen. Es gibt Orte, wo die Serendipität groß ist, und eben Orte, wo sie klein ist. In einem Barcamp ist die Wahrscheinlichkeit Neues zu lernen, zum Beispiel sehr hoch, weil man erst an dem Tag selbst erfährt, was einen erwartet. In einer 2000 Jahre alten Kirche ist es eher unwahrscheinlich, neue innovative Dinge mit zu bekommen. Ihr entscheidet.

The Filter Bubble – Eli Pariser

Auch ein interessantes Buch, in dem es darum geht, dass wir die Welt immer durch einen Filter wahrnehmen, den wir uns selbst setzen. Gemeint ist damit, dass zum Beispiel Facebook uns immer das zeigt, was wir selbst sehen wollen, und so unsere Wahrnehmung von der Welt verfälscht wird. Ich persönlich löse das, indem ich bewusst versuche, mein Umfeld so divers wie möglich zu gestalten, nicht nur auf facebook.

Antifragile – Nassim Nicholas Taleb

Dieses wirklich spannende Buch handelt davon, dass es nicht nur die beiden Situationen fragil (geht leicht kaputt) oder robust (geht nicht leicht kaputt) gibt sondern auch noch einen dritten Zustand, den der Autor „antifragil“ nennt. Ein Beispiel dafür wären unsere Muskeln: Wenn wir Druck auf unsere Muskeln ausüben, also trainieren, dann gehen diese weder kaputt, noch halten sie einfach nur dagegen. Im Gegenteil: Sie passen sich an und werden stärker. Das Buch hat mich auch dazu gebracht, über meine Firmenstrategie anders zu denken: Anstatt Angst vorm nächsten Crash zu haben bin ich dazu über gegangen, mir eine Strategie aufzubauen, die in allen Wirtschaftssituationen funktioniert, die sich also anpasst und vielleicht auf Druck sogar stärker wird.

The selfish gene – Richard Dawkins

Mit Hilfe dieses Buches habe ich zum ersten Mal Evolution so richtig verstanden, also jeder sollte das mal gelesen haben! Im Kern bedeutet Evolution, dass diejenigen, die zufällig am besten angepasst sind, überleben, andere eben nicht (egal ob Tier, Pflanze oder Pilz). Hier wurde ich auch zum ersten Mal damit konfrontiert, dass die Menschen eben nicht unbedingt die Krone der Schöpfung sind und wahrscheinlich früher aussterben als Kakerlaken. Die sind zwar nicht sehr intelligent, aber robust. Mal sehen, wer besser angepasst ist. Eigentlich entspannt mich diese Erkenntnis enorm, denn seither nehme ich mich nicht mehr so wichtig. Zweitens habe ich da das Konzept des Mems zum ersten Mal kennen gelernt: Meme sind Ideen, die, wie die DNA auch, den Menschen als Hülle brauchen, um sich zu verbreiten. Auf Meme gehe ich in einer der nächsten Folgen mit Patrick Breitenbach aber auch noch mal genauer ein.

Mentaler Kapitalismus – Georg Franck

Vom selben Autor hatte ich oben ja schon „Ökonomie der Aufmerksamkeit“ in der Liste, und dieses Buch ist praktisch die Fortsetzung. In diesem Buch wird die Idee, dass Aufmerksamkeit eine wichtige Ressource ist, weiter gedacht und auf unsere Gesellschaft und den Kapitalismus angewendet. Mit diesem Podcast zum Beispiel betreibe ich mentalen Kapitalismus: Ich sammele eure Aufmerksamkeit, ich bin sozusagen ein Aufmerksamkeits-Kapitalist. Aus diesem Buch kommen viele meiner Ideen.

The Meme Machine – Susan Blackmore

À propos Fortsetzung: dieses Buch ist sozusagen die inoffizielle Fortsetzung von Dawkins „The Selfish Gene“. Susan Blackmore hat Meme und wie sie funktionieren noch einmal viel genauer betrachtet. Wen interessiert, wie sich Ideen verbreiten und vor allem wie sie auch mutieren, der sollte dieses Buch lesen. Mir ist es mittlerweile in Fleisch und Blut über gegangen.

The Road to Serfdom – Friedrich Hayek

Auf Deutsch heißt das Buch “Der Weg zur Knechtschaft” und geschrieben wurde es kurz nach Nazi-Deutschland. Friedrich Hayek beschreibt in diesem Buch verschiedene Abläufe, die in Gesellschaften auftreten: Es beginnt mit Chaos, dann wird im Chaos improvisiert und es entsteht eine Phase der Ordnung. In dieser Phase ist die Produktivität höher und der Wohlstand nimmt zu. Das führt dann zu einer Phase des Zwangs: Diejenigen, die schon im Wohlstand leben, wollen, dass alles so bleibt. Die Anderen, die noch nicht im Wohlstand leben, wollen Veränderung. Die Wohlhabenden bauen schließlich einen enormen Zwang auf die Ärmeren auf, damit ihr Wohlstand nicht gefährdet wird. Bis alles wieder explodiert und die Gesellschaft wieder im Chaos versinkt. Das ist wie ein Kreislauf. Hayek spricht sich für den Kapitalismus aus, denn dieser kann zwischen Chaos und Ordnung gut stabilisieren, denn Improvisation ist erlaubt und es dürfen auch Ideen nicht funktionieren. Ohne Zwang. Jede kommunistische oder sozialistische Gesellschaft hingegen muss unter Zwang zurück gehalten werden. Dieses Buch hat mir geholfen, den Kapitalismus zu akzeptieren, auch wenn er nicht perfekt ist.

Anything you want – Derek Sivers

Nun mal ein eher praktisches Buch. Derek Sivers ist ein geiler Typ. Er wollte kein Unternehmer sein, die Leute wollten aber sein Produkt haben. Er hat seine Firma dann schließlich an eine Stiftung, die er gegründet hat, verschenkt, und diese Stiftung hat sie dann für 20 Millionen verkauft. Das Geld ging also komplett an die Stiftung. In seinem Buch erfahrt ihr viel über seine echt coolen Ansichten und Denkweisen. Wenn ihr euch manchmal fragt: “Was mache ich hier überhaupt?” oder “Wie kann ich ein cooles Leben haben?”, dann ist Derek Sivers ein guter Berater für euch.

How an economy grows and why it crashes – Peter Schiff

In diesem Buch wird ein kompletter Wirtschaftszyklus beschrieben. Der Ausgangspunkt sind zwei Leute, die ihre Angel ins Meer halten. Einer der beiden investiert dann in ein Netz und baut schließlich ein Boot und es entstehen dann sogar Bürokratien – eben von ganz klein zu ganz groß. Ich habe aus diesem Buch mitgenommen, dass auch Wirtschafts-Crashs ganz normal sind und dass ich mich nicht verrückt machen muss. Am Ende ändert sich nix, es ist ja doch alles nur ein theoretisches Konstrukt. So lange die Sonne noch scheint geht es immer weiter. Dieses Buch ist wirklich sehr anschaulich und bildlich erklärt, nicht so theoretisch wie beispielsweise “The road to serfdom”.

The E-Myth Revisited – Michael Gerber

“The E-Myth” steht für “Entrepreneur-Mythos”. In diesem Buch habe ich gelernt, wie ein Unternehmen intern unterteilt ist: es gibt die Fachkraft, die dafür sorgt, dass Dinge erledigt werden. Dann gibt es den Manager, der dafür sorgt, dass die Fachkraft die Dinge erledigt. Und dann gibt es den Unternehmer, dessen Aufgabe es ist, Strukturen zu schaffen und zu entscheiden, was überhaupt erledigt werden soll. Es wird in diesem Buch erklärt, wie man es als Unternehmer schafft, Arbeit zu delegieren, also wie man andere befähigt, Dinge zu erledigen. Wenn ihr also ein einigermaßen funktionierendes Unternehmen habt und nun über Strukturierungen nachdenkt, dann ist dieses Buch etwas für euch.

So, jetzt reicht es mal für den ersten Teil. Eine Sache hätte ich aber noch: ich würde gerne dieses halbe Jahr mit meinem Podcast Revue passieren lassen. Dafür bin ich auf euer Feedback angewiesen, denn ihr hört euch den Kram ja an 🙂 Was hat euch gefallen, was nicht, was soll ich mehr machen? Lasst mir ruhig mal eure Meinung da, ich würde mich freuen!

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