23 – Mit Geld & Video hebeln – Passiv investieren mit Bastian Glasser von der Talerbox

23 | Bastian Glasser | Talerbox | Passiv Investieren mit Geld und Videos

Bastian Glasser verdient Geld damit, dass er Geld investiert und andere dabei auf YouTube zuschauen lässt. Wie das geht und was das genau bedeutet erklärt er uns in dieser Folge.

Erst Online-Poker, dann die Börse

Bastian hat in jungen Jahren angefangen, Online-Poker zu spielen und hat damit auch gut Geld verdient. Mit der Zeit allerdings war ihm das Poker spielen – das aktive Investieren – zu anstrengend und Nerven raubend. Dann hat Bastian angefangen, mit dem Geld vom Pokern an die Börse zu gehen. Zuerst hat er mit Währung gehandelt, da hat er nicht viel verloren aber auch nicht viel verdient. Schließlich hat er in die ersten Aktien investiert, alles noch sehr unerfahren. Step by step, durch viele Bücher und viele Investitionen, nicht alle von Erfolg gekrönt, wurde Bastian immer besser. Schließlich kam die Strategie.

Investieren in ETFs

Die Strategie für Bastian war es, in ETFs (Exchange Trades Funds) zu investieren. Bei ETFs investiert man gebündelt in ganz viele Aktien, nicht in einzelne. Dieses Bündel an Aktien nennt sich dann Index, beispielsweise der deutsche Leitindex, DAX30. Der Vorteil hiervon ist die Streuung oder Diversifizierung: wenn mal eine Aktie innerhalb des Bündels abschmiert, dann bedeutet das vielleicht einen Verlust von 5%. Hätte man hingegen nur in diese Aktie investiert, hätte man vielleicht 50% verloren. ETFs sind also eine Möglichkeit, sein Risiko beim Investieren zu streuen.

Wo ist bei ETFs der Hebel?

Seine Zeit hebelt Bastian mit ETFs, indem er ETF-Sparpläne benutzt. Das kann man sich wie einen Dauerauftrag vorstellen: Man überweist monatlich einen fixen Betrag, meist mindestens 50 €, auf ein ETF. Das wird dann automatisch immer mehr. Ab und an, manchmal einmal im Monat, oder einmal im Quartal, schaut man dann mal rein. Ansonsten hat man aber keine Arbeit damit. Bastian weiß meist nicht einmal, wie der DAX gerade steht, weil er es nicht wissen muss.

Wie Bastian sein Geld verdient

Bastian verdient sein Geld über P2P-Kredite: das sind Kredite von privat für privat oder für kleine Unternehmen. Dort sind die Zinsen sehr viel besser als bei den Banken momentan. Bastian pickt sich auf den P2P-Plattformen natürlich gute Kreditnehmer heraus. Dank dem Euro geht das nicht nur in Deutschland, sondern auch in anderen europäischen Ländern, wo die Zinsen unter Umständen noch höher sind. So hat Bastian momentan im Durchschnitt 11% Zinsen. Auch hier gilt: Auf Diversifizierung setzen um das Risiko zu minimieren! Viele Plattformen bieten auch Auto-Invest an: dort kann man automatisch investieren lassen, nachdem man die für sich passenden Kriterien eingestellt hat. So muss man auch hier nicht ständig aktiv dabei sein.

Was passiert bei einem Wirtschafts-Crash?

Ein kompletter Wirtschaftszyklus dauert circa 50-70 Jahre und wird angetrieben vom Wirtschaftswachstum, vom kurzfristigen Schuldenzyklus und vom langfristigen Schuldenzyklus. Der langfristige Zyklus war zwischen den beiden Crashs von 1930 und 2008. Immer zwischendurch gibt es dann kleinere Dips, bedingt durch den kurzfristigen Zyklus. Man kann natürlich nie wissen, was als nächstes passiert. Bastian setzt deswegen auf eine Risiko-Paritäten-Strategie bei seinen ETF Investitionen: Das bedeutet, je nachdem, in welcher Phase sich der Markt gerade befindet, funktionieren unterschiedliche Finanzprodukte am besten, und in die investiert er dann. Diese Strategie geht zurück auf den Hedgefonds-Manager Ray Dalio. Demnach funktioniert während einer Inflationsphase Gold beispielsweise sehr gut. Bei einer Deflation hingegen ist Bares Wahres. Durch die Diversifizierung werden Schwankungen abgefedert und ein Crash trifft Bastian nicht so hart.

Was ist daran passiv?

Bastian hat sich genau überlegt, in was er investiert und wie er sein Risiko minimiert. Er investiert unter Anderem in ETFs, in Rohstoffe und inflationsgeschützte Anleihen. Er hat für sich einen Investitions-Plan erstellt, und dieser läuft nun völlig automatisiert. Das bedeutet, Bastian ist die meiste Zeit vollkommen passiv. Einmal im Jahr nimmt er ein Re-Balancing vor, bei dem er schaut, ob die Verhältnisse zwischen den einzelnen Inventionen noch passen oder ob er eingreifen muss, um wieder in seinem Plan zu sein. Wer das alles jetzt noch genauer wissen will, der kann mal auf Bastians Website talerbox.com oder auf YouTube vorbei schauen. Dort erklärt er euch alles genauer.

Cashflow und Vermögensaufbau

Die Investitionen nutzt Bastian, um langfristig Vermögensaufbau zu erzielen. Den Cashflow allerdings stemmt er durch seine Online-Produkte und durch YouTube. Cashflow meint das Geld, was er täglich zum Leben braucht, also um Miete und Lebenshaltungskosten zu decken. Langfristig ist das Ziel, durch den Vermögensaufbau finanzielle Freiheit zu erlangen, sodass er irgendwann von den Zinsen leben kann und in der Gestaltung seines Lebens völlig frei ist.

Bastian erklärt wie investieren an der Börse funktioniert

Bastians Online-Produkt ist ein Kurs darüber, wie man erfolgreich passiv an der Börse investieren kann. Er erklärt euch erst einmal, wie die Börse überhaupt funktioniert und was finanzielle Freiheit bedeutet. Dann lernt ihr, eure Strategie zu planen, und auch umzusetzen. Bastian zeigt euch Schritt für Schritt wie ihr was wo kaufen könnt und wie das alles ineinander greift. Sein Kurs kostet 97 €. Seine potentiellen Kunden können sich unter den YouTube Videos in eine Mailing-Liste eintragen, wo sie dann erst einmal mehrere Videos kostenlos bekommen, bevor sie die Möglichkeit haben, den Kurs zu kaufen. Das Prinzip, den Kunden mit mehreren Videos abzuholen, hat er bei meiner “1000-Stunden-Woche” kennen gelernt und das hat ihm gefallen. Das Verkaufen an sich hat er auch komplett über Digistore automatisiert. Das kostet ihn zwar ein bisschen was, aber dafür hat er keine Arbeit mehr damit. Nach der Bezahlung bekommen seine Kunden automatisch einen Zugang, mit dem sie den Kurs machen können.

Automatisiere deine Finanzen

Das hat Bastian aus dem Buch “I will teach you to be rich” von Ramit Sethi mitgenommen. Wenn du nicht weißt, in was du investieren willst, dann eröffne doch einfach ein anderes Konto, vielleicht ein Tagesgeld-Konto, auf das du per Dauerauftrag Geld überweist. Das wäre dann für die finanzielle Freiheit gedacht. Man kann dann natürlich noch viele Konten mehr führen, auf die man regelmäßig überweist, zum Beispiel für den Urlaub oder eine Anschaffung. Das ist ein ähnliches Prinzip wie bei Profit First , was wir auch schon im Podcast hatten.

Bastians Hebel-Tipp

Fang heute an, deine Finanzen zu automatisieren! Wenn du dann etwas Geld auf das “finanzielle Freiheit” Konto investiert hast, dann kannst du überlegen, das Geld automatisiert zu investieren, zum Beispiel in ETFs oder P2P-Kredite. Wie das geht, kann dir Sebastian sagen 🙂

Bastian findet ihr hier:

Webseite: http://talerbox.com/
YouTube: https://youtube.com/user/Talerbox

Oder schreibt ihm direkt eine E-Mail an:

hallo (ÄT) talerbox.com

Weitere Links und Webseiten aus dem Podcast:

Buch “I will teach you to be rich”:
http://iwillteachyoutoberich.com
1000-Stunden-Woche:
“http://1000stundenwoche.de”
Digistore:
https://digistore24.com
Profit First Folge:
http://hebelzeit.de/podcast/11-profit-first-mit-benita-koenigbauer/

22 Influencer Marketing – Felix Hummel von BuzzBird

23 | Felix Hummel von Buzzbird | Influencer Marketing

Felix Hummel ist wohl der größte YouTube Star, den ich bisher kenne: Zwei seiner bekanntesten Videos sind How animals eat their food und How German sounds compared to other languages. Zwei Videos, die weltweit bekannt sind und die ich echt gut finde.

Was führte Felix zu Youtube

Felix Hummel hat Film studiert und ist danach zum Fernsehen gegangen. Da hat er aber schnell gemerkt, dass das nichts für ihn ist: Das war ihm viel zu old fashioned. Er hat dann, nun vor fast vier Jahren, bei einem Google Pitch mitgemacht und den auch gewonnen. Daraufhin ist er von München nach Berlin gezogen und hat dort zwei Jahre lang den Channel https://www.youtube.com/user/OnkelBernisWelt produziert. Seit dem macht Felix Hummel Social Media und YouTube. Letztes Jahr hat er seinen Arbeitsvertrag gekündigt, um mit einem Freund, Andreas Türck, eine Firm zu gründen, die sich BuzzBird nennt. Dort hilft er Influencern auf YouTube, Instagram und Co. mit Brands in Verbindung zu kommen.

Was macht einen Influencer aus?

Influencer geben ihr Wissen in einem Gebiet an andere Menschen weiter; sie sind sozusagen Experten für ein Thema und beeinflussen über Social Media andere Menschen. Daher der Begriff “Influencer”. Wichtig ist natürlich, dass die Marken, mit denen sich ein Influencer verbindet, auch zu ihm passen, sonst geht ziemlich schnell die Glaubwürdigkeit verloren. Und mit der Glaubwürdigkeit geht auch die Fangemeinde. Auch müssen natürlich von Anfang an die Fronten geklärt werden: Was erwartet der Influencer, was erwartet die Marke?

Worauf muss man als Marke achten, wenn man einen Influencer sucht?

Wie schon erwähnt, muss der Influencer thematisch gut zu meinem Produkt oder meiner Marke passen. Thema Glaubwürdigkeit! Außerdem wichtig: Zielgruppen-Targeting. Erreicht der Influencer die Zielgruppe, die ich auch als Marke erreichen möchte? Werden also die Leute angesprochen, die ich nachher auch als Kunden haben möchte? Dann kommt es auch darauf an, auf welchem Kanal sich der Influencer befindet, denn bestimmte Kampagnen laufen nicht überall gleich gut. Auf Instagram beispielsweise  funktionieren Performance-Kampagnen nicht gut, da es immer noch keine klickbaren Links gibt, außer auf den Profilen. Youtube hingegen eignet sich super dafür, sowie auch Facebook.

Was macht Felix Hummels Plattform BuzzBird?

Auf BuzzBird können sich Influencer und Marken gegenseitig suchen und den passenden Partner finden. Er vermittelt “Influencer-Marketing”. Das ist auch noch ziemlich billig im Vergleich zu beispielsweise Fernsehwerbung:  ca. 23 € pro tausend Views bei YouTube und im einstelligen Bereich bei Instagram. Im Fernsehen können das schon mal 40 € TKP (Tausend-Kontakt-Preis) sein. Dabei kann ich beim Influencer-Marketing sehr viel präziser meine Zielgruppe erreichen als bei der Fernsehwerbung, was ein weiterer Vorteil ist.

Warum überhaupt Influencer-Marketing nutzen?

Man kann als Marke so zu sagen auf den Erfolg des Influencers mit auf springen, wenn man es geschickt macht. Bei hart umkämpften Keywords beispielsweise ist es richtig schwer, bei Google oder YouTube gut zu ranken. Sucht man sich aber einen passenden Influencer, der sowieso schon richtig viele Views hat, dann kann man in einem seiner Videos natürlich die Marke oder das Produkt gut platzieren und profitiert von der Bekanntheit.

Felix Tipps für Social Media Anfänger

Für YouTube zum Beispiel gilt: Produziert qualitativ hochwertigen Content wenn ihr längerfristig etwas aufbauen wollt! Lieber eine Nische suchen, die noch nicht gut besetzt ist und dort besser ein gutes Video pro Woche als fünf richtig schlechte veröffentlichen. Dabei müsst ihr auch nicht Unsummen für Equipment ausgeben, ein iPhone tut es auch. Wichtiger ist eine gute Idee und ein Konzept dahinter. Also erst mal hinsetzen und überlegen, bevor es los geht! Ganz gut ist auch, sich auf Plattformen zu konzentrieren, die gerade anfangen, groß zu werden. Da habt ihr noch die Chance, mit zu wachsen. Die Reichweite, die ihr dort erlangt, könnt ihr dann auch auf andere Plattformen rüber ziehen. Podcast ist übrigens auch gerade ein großes Thema, und gerade in Deutschland gibt es noch so viele Möglichkeiten, gute Podcasts zu machen, die groß werden können. Wenn ihr euch für Snapchat interessiert: Lest doch mal das kostenlose E-book “Snap me if you can” von Philip Steuer. Dort erfahrt ihr, wie Snapchat funktioniert und wie ihr Reichweite aufbauen könnt.

Felix Hebel-Tipp

Das Frühstück schon am Abend vorbereiten, damit man morgens mehr Zeit hat 🙂
Und außerdem ein gutes Tool: Google Inbox. Ihr arbeitet euch einmal rein und spart euch dann ultra viel Zeit in der Bearbeitung eurer täglichen E-Mails.

So findet ihr Felix Hummel

Twitter und Instagram: @Felixhaaa
YouTube: http://youtube.com/user/copycatchannel/
Facebook: http://facebook.com/felix.hummel.berlin/

Webseiten und Videos:

BuzzBird:
http://buzzbird.de/

Und der Blogg mit Felix Schlauheit:
http://blog.buzzbird.de/

Klaus Breyer:
https://klaus-breyer.de/

Snap me if you can – Das Buch über Snapchat
http://snapmeifyoucan.net/

How animals eat their food:
http://youtube.com/watch?v=qnydFmqHuVo/

How German sounds compared to other languages:
https://youtube.com/watch?v=-_xUIDRxdmc/

Podcast von Derek Sivers:

http://sivers.org/i

21 Thorsten Kucklick über seinen Productized Service UltraPress

21 | Thorsten Kucklick | UltraPress Productized Service

Thorsten Kucklick ist derzeit an zwei Projekten beteiligt. Das eine Projekt nennt sich „Mein Spiel“. Dort können seine Kunden personalisierte Spiele bestellen. Das zweite und für uns besonders spannende Projekt ist „UltraPress“: Dieses Unternehmen erstellt WordPress Webseiten als Productized Service.

Inwiefern ist UltraPress ein „Productized Service“?

Beim Aufbau von Webseiten gibt es verschiedene Schritte, die relativ gleichartig sind. Auch Webseiten für bestimmte Kundengruppen zeigen immer wieder Parallelen. Der Ansatz von UltraPress ist daher, verschiedene Standards zu entwickeln auf die man immer wieder zurück greifen kann. Diese können dann als Paket, oder eben als Productized Service, an den Kunden verkauft werden.

Warum Thorsten Kucklick UltraPress gründete

Thorsten ist weder Webdesigner noch Programmierer. Das war genau der Grund, warum er UltraPress gegründet hat. Macht keinen Sinn? Doch! Bei seinem zweiten Unternehmen „Mein Spiel“ kam er immer wieder an den Punkt, wo Arbeiten an der Webseite an Programmierer weitergegeben werden mussten. Das hat ihn gestört, denn es war aufwändig im Arbeitsablauf und teuer. So stieß er irgendwann auf WordPress und stellte fest, dass er dort auch als nicht-Programmierer ohne Weiteres selbst Webseiten erstellen und unterhalten kann. Schließlich kam er auf die Idee, das nicht nur für sich zu nutzen, sondern auch als Service anzubieten und gründete UltraPress.

Was bietet UltraPress an?

Nach und nach hat Thorsten Kucklick heraus gefunden, dass Leute, die eine Webseite brauchen, gar nicht wissen, was sie genau brauchen. Daher bietet er feste Pakete an („Done for you“), die so zu sagen als Grundlage dienen, und zu denen seine Kunden weitere Zusatzleistungen buchen können. UltraPress deckt eine bestimmte Kundengruppe mit bestimmten Anforderungen an eine Webseite ab, die dann passgenau bekommen, was sie brauchen.

Wie läuft der Prozess bei UltraPress ab?

Zwar können Thorstens Kunden auch direkt auf seiner Webseite buchen, die meisten bevorzugen allerdings erst einmal ein persönliches Gespräch mit Thorsten oder einem anderen Projektmanager. Dieses wird auch geführt, wenn Kunden direkt über die Webseite buchen um alle Eckdaten abzuklären. Was braucht der Kunde technisch? Wer ist die Zielgruppe? Was soll die Webseite vermitteln? Dazu bekommt der Kunde bei Bedarf eine Liste mit Adjektiven, aus denen er auswählen kann. Soll der Auftritt eher frisch sein? Eher düster? Danach wird eine erste Probe-Seite in WordPress erstellt und mit dem Kunden abgestimmt. Wenn alles abgesegnet ist, wird die Seite ausgebaut und die Inhalte kommen nach.

Wer arbeitet mit?

Um Aufträge, die bei UltraPress eingehen, kümmert sich ein Projektmanager. Dieser hat auch den Kundenkontakt und kümmert sich auch selbst um die WordPress-Seite. Als Projektmanager engagiert Thorsten Leute, die mit WordPress bereits umgehen können, lediglich in die Prozesse werden sie von ihm eingearbeitet. Wenn nötig, kommen noch ein, zwei Designer aus einem festen Pool zum Einsatz. Programmierer werden nur dann eingesetzt, wenn irgendwelche Features gewünscht sind, die WordPress nicht abdeckt. Keinen von diesen Leuten hat Thorsten Kucklick übrigens fest angestellt. Er setzt auf eine leichtgewichtige Struktur mit Netzwerk.

Tipp: Welchen Fehler hätte Thorsten sich gerne gespart?

Dinge erst einmal einfach zu gestalten, ist immer gut. Mit „Mein Spiel“ hatte Thorsten erst zu kompliziert begonnen, sodass seine Kunden sehr viel Arbeit in ein Spiel stecken mussten. Nachdem er den Prozess des Personalisierens vereinfacht hatte, sprach er einen viel größeren Kundenkreis an, was für den Anfang besser war. Später kann man immer noch komplexer werden. An sich findet Thorsten Kucklick allerdings, dass Fehler passieren dürfen und sollen. Man muss Dinge versuchen, Prozesse aufbauen und probieren, ob sie funktionieren.

Webseiten:

Hier könnt ihr Thorsten Kucklicks Blog finden:

http://autaak.de/

Und hier seine Unternehmen:

http://meinspiel.de/

http://ultrapress.de/

20 Nein sagen – Die “Not do do”-Liste

Nein-Sagen kann ein toller Hebel für euch sein, nämlich indem ihr nur noch die Dinge tut, die euch weiter bringen. Zu anderen müsst ihr einfach mal “nein” sagen.

Warum kann ich so schlecht “nein” sagen?

Ein Grund dafür, dass ich so schlecht “nein” sagen kann ist wahrscheinlich, dass ich schon so viele gute Erfahrungen mit dem Ja-Sagen gemacht habe. Mir sind bisher viele gute Dinge passiert, weil ich “ja” und nicht “nein” gesagt habe: Es verstecken sich viele neue Chancen hinter dem Ja-Sagen und viele interessante Menschen. Leider kommt man irgendwann an seine Grenzen: Man hat ja nicht unendlich viel Zeit, um alles, was möglich ist, zu tun. Man hat sozusagen nur eine bestimmte Zahl an “Jas” zur Verfügung (siehe dazu auch die Hebelzeit-Folgen zu Opportunitätskosten und zur Ökonomie der Aufmerksamkeit, Links sind unten). Außerdem will ich niemanden enttäuschen, indem ich nein sage. Ich möchte nicht durch Absagen arrogant wirken, aber es geht manchmal nicht anders.

Nein zu meinen eigenen Ideen

Das Nein-Sagen beschränkt sich übrigens nicht nur auf andere Menschen: Ich musste im vergangenen Jahr auch verdammt oft zu mir selbst “nein” sagen. Ich habe jeden Tag so viele Ideen, die ich gerne angehen würde. Doch ich musste lernen, mich zu fokussieren und mich auf eine Sache zu konzentrieren. Ich wäre heute nicht da wo ich bin, wenn ich nicht 1000 Mal “nein” gesagt hätte zu anderen Ideen.

Das eigene Leben optimieren

Nein-Sagen zu Dingen, die man nicht will, ist wichtig. Aber um das zu können, muss man natürlich wissen, was genau man will. Anders formuliert: Auf was will ich mein Leben optimieren? Auf Ruhm? Oder auf Geld? Zu diesem Thema gibt es einen tollen Vortrag von Derek Sivers auf der DNX, den ich euch unten in die Links gepackt habe. Ich persönlich bin mir noch nicht zu 100% sicher, was ich am Ende will. Freiheit spielt aber eine große Rolle, insofern dass ich Zugriff auf die Ressourcen habe, die ich brauche. Ich weiß also schonmal grob, zu was ich daher “nein” sagen muss und was mich diesem Ziel auf jeden Fall nicht näher bringt. Ich möchte die größtmögliche Freiheit für mich, meine Kunden und mein Team, und ich versuche zu allem “nein” zu sagen, was dem im Weg steht.

Keine Projekte mehr, die nicht zu mir passen

Ich habe in meiner Firma feste Prozesse etabliert, nach denen gearbeitet wird. Diese Struktur erleichtert die Planung und die Kalkulation enorm. Das bedeutet aber auch, dass ich meinen Kunden ein festes Paket anbiete und wer das nicht will, zu dem muss ich leider “nein” sagen. Da sind mir meine Prozesse tatsächlich wichtiger, als dieser neue Kunde, der da nicht rein passt. Das ist doch super spannend: Ich gebe mir selbst feste Strukturen vor, minimiere also meine Freiheit erst einmal. Das wiederum gibt mir aber am Ende des Tages erst meine Freiheit, da ich die Kontrolle habe und nicht überrascht werde von jedem neuen Auftrag. Ich habe Freiheit durch Struktur.

Test: “nein” zu persönlicher Beratung

In der kommenden Zeit möchte ich etwas, zugegebenermaßen, Gewagtes ausprobieren. Ich möchte persönliche Beratung abschaffen um mir mehr Freiheit zu verschaffen. Wenn meine Kunden nicht aus Frankfurt kommen, dann berate ich sie meist über Skype oder Telefon, und das klappt gut und ist zeiteffizient. Wenn die Kunden aus der Umgebung sind, finden oft persönliche Treffen statt, die gut und gerne mit An- und Abreise mal 4 Stunden dauern können. Am Telefon wäre das vielleicht in einer Stunde besprochen gewesen. Deswegen möchte ich in Zukunft mal ausprobieren, ob es ohne persönliche Beratung funktioniert, also ob die Qualität leidet oder nicht. Mal sehen, ob ich bei diesem “Nein” bleibe oder nicht.

“Nein” zu Freunden

Hört sich fies an, aber ich sage auch “nein” zu Freunden, die sich im Kreis drehen. Ich spreche wirklich gerne mit Freunden über deren Probleme oder Ideen, aber nur, wenn sich dann auch was bewegt, wenn meine Ratschläge was bewirken. Wenn es immer wieder die selbe Leier ist, dann muss ich leider “nein” sagen. Ich habe mir vorgenommen, über ein Thema nicht zweimal zu sprechen. Wie es Tobias Beck so schön sagt: “Für dieses Gespräch stehe ich nicht zur Verfügung.” Ich habe euch unten auch den Link zu tollen Podcast Folgen von Tobias Beck hin gepackt, es lohnt sich, mal rein zu schauen.

Und noch mehr “Neins”

“Nein” sage ich nun auch schon seit zwei oder drei Jahren zu Nachrichten. Ich schaue und lese keine Nachrichten mehr, weswegen mich viele für verrückt halten. Die Sache ist, Nachrichten stürzen mich in Depressionen: Ich kann ja nichts ändern an all dem, was mir da so erzählt wird. Und wenn ich machtlos bin, dann macht mich das depressiv. Außerdem brauche ich es mir dann auch gar nicht erst antun. Bisher war meine Nachrichten-Abstinenz übrigens noch nie von Nachteil. Das Wichtigste kriege ich schon im Postillon mit 😉 Nein sage ich außerdem zu Snapchat,Instagram und auch oft zu Facebook. Ich habe für die Hebelzeit noch nicht mal eine Facebook Seite, denn ich sehe den Mehrwert nicht. Es ist mir viel zu anstrengend, mich ständig um Posts zu kümmern.

“Nein” sagen und “Nein” akzeptieren

Ihr dürft “nein” sagen, und die meisten Menschen werden euch nicht böse sein. Wenn sie euch böse sind, dann sind es meistens egoistische Menschen mit denen ihr sowieso nichts zu tun haben wollt. Genauso müsst ihr aber auch ein “nein” akzeptieren. Wenn euch gegenüber jemand “nein” sagt, dann nehmt das nicht persönlich. In meinem Fall zum Beispiel heißt ein “nein” nicht, dass ihr nie wieder bei mir anfragen dürft. Es heißt nur, dass es im Moment oder für diesen speziellen Fall ein “nein” ist. Geht positiv mit “Neins” um. Am Ende eures Lebens solltet ihr euch nicht darüber ärgern müssen, zu wenig Zeit mit den Dingen verbracht zu haben, die ihr Wirkich wolltet. Deswegen müsst ihr jetzt anfangen, zu den falschen Dingen “nein” zu sagen.

Hebel-Tipp: E-Mail Adresse für Ideen

Ich habe mir eine E-Mail-Adresse eingerichtet, an die ich meine Ideen schicke. Das hat mir geholfen, nicht jeder Idee hinterher zu laufen. Warum mir das so sehr hilft: Ich muss nicht mehr “nein” zu der Idee sagen. Ich sage zur Idee: “Du bist super, aber zu einem späteren Zeitpunkt.” Dann schicke ich sie an die E-Mail Adresse und dort wartet sie auf mich. Ich erleichtere mich so zu sagen, aber ohne die Ideen weg zu werfen. das spart mir natürlich auch unglaublich viel Zeit, die ich dann nicht mehr über diese Ideen nachdenke. Das hilft übrigens auch mit Menschen: Wenn ihr erst einmal “nein” sagen müsst, dann sagt doch “nein” für den Moment, aber zu einem späteren Zeitpunkt gerne. Manche werden sich dann nicht mehr melden, andere aber schon.
Und noch eine Kleinigkeit: Ich habe für euch ein Video gemacht, indem ich erkläre, wie ich meine ganzen To-Dos unter einen Hut kriege. Wie organisiere ich meinen Tag um meine mittel- und langfristigen Ziele zu erreichen? Wenn euch das interessiert, dann klickt doch unten bei den Links mal drauf. Dort könnt ihr euch auch in meinen Newsletter eintragen, sodass ihr meine neuen Folgen immer mit bekommt.

Webseiten:

Hebelzeit: Opportunitätskosten
http://hebelzeit.de/podcast/14-opportunitaetskosten/

Hebelzeit: Ökonomie der Aufmerksamkeit
http://hebelzeit.de/podcast/09-die-oekonomie-der-aufmerksamkeit-werde-mentaler-kapitalist/

Derek Sivers @DNX – How to optimize your Life:
https://www.youtube.com/watch?v=WxbEa37krLE

Tobias Beck: Bewohner
https://www.youtube.com/watch?v=aAY4rF6x0CQ

Hebelzeit: To-Dos
http://www.hebelzeit.de/todo

19 Zeit in Deutschland und Marokko – Magdalena Hermann vom Sundesk (Coworking und Coliving)

Magdalena Hermann führt im kleinen Surfer-Dorf Taghazout im Süden Marokkos einen Coworking und Coliving Place, den Sundesk. Dort können Freelancer und alle anderen, die an keinem festen Ort arbeiten müssen, gemeinsam mit Gleichgesinnten leben und arbeiten. Der perfekte Ort für digitale Nomaden.

Was genau ist ein Coworking und Coliving Place?

Das Prinzip des Coworking ist ja den meisten wahrscheinlich bekannt: Menschen treffen sich an einem Ort und arbeiten dort gemeinsam. Das hilft, motiviert zu bleiben. Im Gegensatz zur Arbeit von zu Hause aus, wo dann noch schnell die Wäsche gemacht werden muss, fällt es leichter, fokussiert zu bleiben. Nun kommt beim Sundesk noch das Coliving dazu: hier können die Coworker neben dem Arbeiten auch wohnen. Viele reisen ja nach Marokko und haben dort keine Unterkunft, und da bietet der Sundesk eine Lösung. Leben und arbeiten unter einem Dach, eine richtige Coworker-WG.

Wie funktioniert “Zeit” in Marokko?

Gar nicht 🙂 Zeit, oder Pünktlichkeit, hat in Marokko keine große Relevanz. Mit Marokkanern kann man keine festen Termine ausmachen, und es hält sich keiner an vereinbarte Zeiten. Auch nicht, wenn es ums Geschäftliche geht. Wenn man in Marokko lebt, muss man sich das klar machen und es akzeptieren, sonst wird man schnell unglaublich frustriert. Da Europäer aber eben nun mal an feste Zeiten und Vereinbarungen gewöhnt sind, tickt die Uhr im Sundesk natürlich nicht marokkanisch. Dort können sich die Coworker auf feste Zeiten verlassen. Außerhalb des Sundesk allerdings hat sich Magdalena an die marokkanische Zeit angepasst und weiß, dass sie am besten nichts erwartet.

Warum sich Magdalena ins marokkanische Chaos gestürzt hat

Magdalena war in Deutschland im Hotelgewerbe tätig aber mit den Arbeitsbedingungen an ihrer Arbeitsstelle unzufrieden. Sie entschied sich daher, ein Online Studium zu absolvieren. Da es online war, kam sie zum Studieren nach Marokko und hat nebenher in einem Restaurant gearbeitet, um sich ihren Unterhalt zu verdienen. In Deutschland war Magdalena immer die Chaotische; in Marokko war sie plötzlich top organisiert. Alles ist relativ! Da es für sie während des Studiums immer schwierig war, einen ruhigen Platz zu finden mit gutem Internet, kam sie auf die Idee, einen Coworking Place zu eröffnen. Da Magdalena aus dem Hotelgewerbe kommt, wollte sie das Arbeiten auch mit dem Leben verbinden, also auch einen Coliving Place daraus machen. So sollte für die Gäste ein Gesamtpaket entstehen, und das hat funktioniert.

Wie man innerhalb von zwei Monaten einen Coworking Space in Marokko eröffnet

Zeitdruck und Marokkaner sind eine lustige Symbiose. Magdalena musste letztendlich innerhalb von zwei Monaten das komplette Haus renovieren und zum Sundesk werden lassen. Wie funktioniert das, wenn niemand dann erscheint, wann er soll!? Erst einmal wie erwartet: es bleiben Unmengen an Arbeit liegen. Doch als es dann hart auf hart kam und alles fertig werden musste, waren plötzlich alle da. Und sie haben gearbeitet, was das Zeug hält. Jeder hat durchgeschuftet und sogar im Haus übernachtet, Wochenenden gab es nicht mehr. Dafür mussten dann natürlich wieder andere warten, bei denen es gerade nicht so dringend ist. Alles zu seiner Zeit 🙂

Wie leben die digitalen Nomaden in Marokko?

Magdalena hat die Erfahrung gemacht, dass ihre Gäste, die digitalen Nomaden, sich sehr gut organisieren können. Wahrscheinlich weil sie es auch müssen. Allerdings sind die meisten doch flexibler, als man es aus Deutschland gewöhnt ist: Wenn die Wellen gerade gut sind, dann geht man eben mal surfen zwischendurch. Die Arbeit bleibt aber nicht liegen, sondern man arbeitet dann eben bis spät in die Nacht. Auch bringen digitale Nomaden Zeit mit: Sie sind ja nicht dort, um Sightseeing zu betreiben, müssen also nicht hektisch von einem Ort zum nächsten. Viele bleiben einen Monat oder länger, was dazu beiträgt, dass es sehr entspannt zugeht.

Deutschland und Marokko – was ist anders?

Überland-Busse sind zwar sehr pünktlich in Marokko, aber alle regionalen Busse kommen wenn sie eben kommen. Es macht keinen Sinn, sich vorher Fahrzeiten anzuschauen. Im Krankenhaus kann es passieren, dass keine Ärzte da sind, vielleicht weil der Bus nicht gefahren ist. Flexibilität ist der Schlüssel, und jeder weiß das. In Deutschland hingegen ist das System anders: normalerweise hält sich jeder an Vereinbarungen und ist relativ pünktlich. Zeit hat einen hohen Stellenwert und ist rar, was dazu führt, dass wir uns in Deutschland oft Zeit kaufen. Denn Geld ist oft nicht so rar wie Zeit. Wir kaufen uns eine Pizza, denn dann sparen wir uns die Zeit fürs Kochen. Die zwei Euro tun uns nicht weh. In Marokko ist das umgekehrt: Fertigprodukte sind im Verhältnis so teuer, dass eigentlich alles selbst zubereitet wird. Zeit ist ja genügend da, Geld aber oft nicht.

Magdalenas Hebel-Tipp

Zeit zu Hebeln steht bei Magdalena nicht an erster Stelle. Es ist für sie auch mal okay, nicht das Maximum aus jeder Minute heraus zu holen, sondern sich auch mal einfach Zeit für etwas zu nehmen ohne sie zurück haben zu wollen. Allerdings hat sie einen anderen Tipp: Einen Monat im Sundesk könntet ihr euch locker damit finanzieren, eure Wohnung in Deutschland unter zu vermieten! Und dann müsst ihr euch nicht mal mehr selbst Frühstück machen 🙂

Webseiten:

http://sun-desk.com/

http://hebelzeit.de/master17

Marokko Masterplan 2017

18 – Smart Business Concepts & Solopreneur – Ehrenfried Conta Gromberg

Ehrenfried Conta Gromberg entwickelt Smart Business Concepts und veranstaltete den Solopreneur-Day. Dort werden Unternehmer angesprochen, die smarter unterwegs sind, als man es von klassischen Unternehmen erwarten würde.

Was macht einen Solopreneur aus?

Solopreneure sind schlank unterwegs. Ihr Ziel ist es nicht, feste Gebäude aufzubauen oder Personen anzustellen. Solopreneure sind aber keine Eigenbrödler: sie haben durchaus Netzwerke. Trotzdem sind sie die alleinigen Inhaber ihres Unternehmens, nehmen kein Fremdkapital auf und arbeiten nicht auf den Exit hin. Außerdem haben Solopreneure flexible Teams und arbeiten mit Komponenten in meist digitaler Struktur und hohem Grad an Automatisierung.

Wie bekommt ein Solopreneur sein Produkt auf die Straße?

Erst einmal muss man sich hinsetzen und nachdenken. Es muss ein Konzept her, man muss wissen, wo der Weg hingehen soll. Der Weg darf dabei natürlich flexibel sein, Umwege sind drin. Grundlegende Fragen wie: Was will ich eigentlich? Wie groß soll mein Unternehmen werden? müssen allerdings von vornherein beantwortet werden.

„Kompetent mit Komponenten arbeiten“

Als Ehrenfried Conta Gromberg angefangen hat, Business Konzepte auseinander zu nehmen und zu verstehen, fiel ihm auf, dass am Ende einzelne Komponenten übrig bleiben. Man bildet selbst sozusagen den Kern und holt sich andere Unternehmen als (oft digitale) Komponenten dazu. Dabei gibt es übergreifende Komponenten, die jeder braucht; zum Beispiel arbeiten 90% der Solopreneure mit WordPress und viele mit Google Analytics. Und dann gibt es Komponenten, die branchenspezifisch sind, wie beispielsweise Auslieferungstools für Händler. Dabei ist Ehrenfrieds Faustformel: Vom aktuellen Umsatz sollten maximal 10% für Komponenten drauf gehen.

Was macht eine gute Komponente aus?

Eine gute Komponente muss einfach greifbar sein: man muss wissen, was man reinsteckt damit etwas Bestimmtes raus kommt. Der Output muss klar definiert sein und nach Checkliste abgearbeitet werden können. So wird allen Parteien transparent gemacht, was passiert und wie die Komponente ein Problem lösen oder einen Wunsch erfüllen kann. Weg also von der Individualisierung hin zum Productised Service und zu automatisierten Prozessen.

Beispiel: „Potato Parcel“

Ein Minimalbeispiel für ein Unternehmen und seine Komponenten wäre das britische Potato Parcel. Den Kern bildet ein Mann mit seiner Idee, Kartoffeln mit Sprüchen auf Bestellung zu versenden. Weiterhin hat er vier Komponenten: seine Webseite, ein Shopsystem auf seiner Webseite, ein Auslieferungssystem und Kommunikationskanäle wie Mailchimp, Instagram und Twitter. Ein sehr schlankes Konzept, mit guter Konzeption und nahezu ohne Risiko. Übrigens auch ein wichtiger Punkt: Lieber schlank anfangen, ohne großes Risiko und erst einmal den Markt antesten, wie wir es vom Lean Start up kennen.

Ehrenfrieds Hebel-Tipp

Ehrenfried Conta Gromberg Tipp zum Zeitsparen: als erstes die Newsletter Komponente eures Unternehmens überdenken. Sammelt alle E-Mail Adressen direkt richtig, macht euch Gedanken über deren Verwaltung, schon bevor ihr sie bekommt. Das spart am Ende eine Menge Zeit und Arbeit! Newsletter2go und Mailpoet wären Programme, die man beispielsweise gut nutzen könnte.
Es gibt auch Apps, wo die Leute ihre Mail-Adressen selbst eintragen können, was beispielsweise auch noch das Handschrift-Problem löst.

Webseiten:

http://smartbusinessconcepts.de/

http://solopreneurday.de

Tools:

https://www.newsletter2go.de

http://www.mailpoet.com

Talk auf der DNX über die Produkttreppe:

https://www.youtube.com/watch?v=_v8t4NX5KX0

17 Patrick Breitenbach Soziopod – Was bringt Podcasting, Soziologie und Philosophie?

Wenn man Patrick Breitenbach fragt, was er tut, dann kommt man lange nicht mehr zu Wort: Man hat den Eindruck er tut tausend Dinge. Patrick ist Freelancer, und arbeitet als solcher unterem Anderem als Formatentwickler und Innovations-Manager. Ganz nebenbei war er auch lange Zeit an der Karlshochschule in Karlsruhe Dozent. Und was uns natürlich besonders interessiert: Er ist, zusammen mit seinem Partner Dr. Nils Köbel, Herausgeber des Podcasts “SozioPod” und die beiden haben mit ihrem Podcast bereits den Grimme Online Award gewonnen.

Worum geht es beim SozioPod?

Der SozioPod beschäftigt sich mit den großen Fragen dieser Welt. Wie funktioniert Gesellschaft? Was ist Philosophie? Welche Denkerinnen und Denker gibt es und welche Welterklärungsansätze schlagen diese vor? Im Mittelpunkt stehen entweder Denkerinnen und Denker und deren Ansichten oder übergreifende Themen wie “Gewalt”. Auch aktuelle Themen, wie derzeit Flucht und Migration, fließen in den SozioPod mit ein. Dabei ist der Anspruch immer, tief in die Materie einzusteigen und viel Inhalt und viele Perspektiven zu bieten, möglichst ohne zu werten. Bildung soll wieder auf die Straße gebracht werden, das heißt, sehr sperrige Themen rund um Soziologie und Philosophie sollen locker vermittelt werden. Das soll vor allem Leute ansprechen, die sich für Soziologie und Philosophie interessieren, aber bisher davor zurück geschreckt sind.

Wie kam es zum SozioPod?

Patrick und Nils kennen sich schon seit 20 Jahren und haben sich seither immer über philosophische und soziologische Themen unterhalten. Lange Zeit aber nur zu Hause auf der WG Couch, ohne viele Zuhörer. Vor circa fünf Jahren war es dann Patrick, der vorschlug, ihre Gespräche aufzuzeichnen, da vielleicht auch andere Menschen sie interessant finden könnten. Und so war es auch! Die Resonanz war sehr schnell sehr gut und das hat die beiden natürlich ermutigt, weiter zu machen. Da Patrick schon als Blogger Reichweite hatte, erreichte der SozioPod schnell viele Leute und die Mundpropaganda hat das Restliche dazu getan.

Geschichten, die der SozioPod schreibt

Patrick interessiert sich nicht so sehr für die harten Zahlen rund um seinen Podcast, wohl aber für die Geschichten der Menschen, die ihn hören. Eine seiner schönsten Geschichten ist die eines jungen Hörers, der sein Abi hinwerfen wollte. Als er aber anfing, den SozioPod zu hören, fand er ihn so grandios, dass er sich entschlossen hat, sein Abi zu machen und danach Philosophie zu studieren. Oder auch die Geschichte von einem Vater, der durch das Hören des SozioPods im Auto mit seinem 16jährigen Sohn tiefgehende philosophische Gespräche führt, die sonst niemals zustande gekommen wären. Größeres Lob kann ein Podcast doch gar nicht bekommen! Patrick findet es am schönsten, Leute zu bewegen, und das schafft der SozioPod ganz offensichtlich. Sogar in so großem Maße, dass eine Lektorin auf Patrick und Nils zukam, weil sie selbst ein so großer Fan des SozioPod ist und unbedingt ein Buch aus dem Podcast machen wollte – was dann ja auch passiert ist.

Was bringt es mir mich mit Philosophie und Soziologie auseinander zu setzen?

Diese Frage kann Patrick nur für sich persönlich beantworten: Ihm macht es unwahrscheinlich viel Spaß, sich auf die Suche nach den Antworten auf die großen Fragen des Lebens zu begeben. Wer bin ich? Woher komme ich? Wohin werde ich gehen? Warum brauchen wir Religion und bringen uns im Namen von Ideen gegenseitig um? Diesen Fragen geht Patrick nach, indem er sich Input von möglichst vielen klugen Leuten holt und sich daraus seine Antworten strickt. Außerdem ist jede Bildung wichtig für ein gelungenes Zusammenleben, besonders auch philosophische Bildung.

Vorsicht, Komplexität!

Sich mit philosophischen und soziologischen Themen auseinanderzusetzen führt dazu, dass die Welt nicht mehr schwarz und weiß ist. Man erkennt, dass es unendlich viele Blickwinkel gibt und das macht das Leben scheinbar erst mal komplizierter, wie Patrick sagt. Man entwickelt eine neue, skeptischere Grundhaltung und hinterfragt scheinbar alltägliche Dinge. Warum gibt es überhaupt Geld? Diese Fragen sind es aber genau, die einem dann helfen, kreativ zu werden und neue Ideen zu entwickeln. Wer vor zu viel Komplexität zurück schreckt und es lieber einfach und wie gehabt haben will, den warnt Patrick vor dem SozioPod mit seinen philosophischen Themen.

Philosophie Anfänger-Tipps

Patrick ist der Überzeugung, dass man keine Philosophen gelesen haben muss, um sich mit philosophischen Fragen zu beschäftigen. Seiner Meinung nach sind alle Menschen Philosophen (was auch der Titel eines Buches von Karl Popper ist, das er empfiehlt). Wenn man anfängt, sich grundlegende Fragen über das Leben zu stellen, naiv Dinge zu hinterfragen, dann ist man schon philosophisch unterwegs. Am besten funktioniert das natürlich im Dialog mit anderen, mit guten Freunden beispielsweise. Warum nicht abends mal Fragen diskutieren, wie “Wie haben Menschen wohl vor 4000 Jahren gedacht?” statt sich übers Wetter zu unterhalten? Das Selbstverständliche immer wieder zu hinterfragen, wie es Karl Popper fordert, ist ein guter Start in die Philosophie.

Hier könnt ihr Patrick und den SozioPod finden:

http://patrickbreitenbach.de/

http://soziopod.de/

Weitere Links aus dem Podcast:

http://netzfeuilleton.de/wie-wird-man-elite/

Karl Popper – Jäger der falschen Propheten

16 Business Schamane Gerardo Laempe

Gerardo Laempe ist in einem Dorf in den Anden geboren und in siebter Generation Schamane. Er findet den Weg nicht nur im echten Dschungel sondern auch im Business Dschungel – Gerardo ist ein Business Schamane. Er löst Blockaden in den Köpfen der Leute und macht ihnen klar, warum sie erfolgreich oder auch nicht erfolgreich sind.

Was heißt es ein Schamane zu sein?

Schamanen nehmen in allen Dimensionen, auf allen Ebenen mehr wahr. Sie suchen die Ursachen für Verhaltensweisen in allen diesen Dimensionen. Traditionell sind Schamanen Heiler und Priester in einer Dorfgemeinschaft. Sie können auch in die Zukunft reisen und das Dorf vor Gefahren warnen. Das schamanische Wissen ist über 5000 Jahre alt, jedoch immer noch aktuell. Es bedarf natürlich ein paar Anpassungen an die aktuelle Zeit, die Gerardo vornimmt. Das beginnt schon damit, dass das schamanische Wissen früher am Lagerfeuer weiter vermittelt wurde, wohingegen er während des Podcasts am digitalen Lagerfeuer, am Mikrofon, sitzt.

Was können Schamanen für Unternehmer tun?

Schamanen erkennen Blockaden in den Köpfen der Menschen und können diese löschen oder transformieren. Oft nämlich liegt Misserfolg nicht an der Methodik per se, sondern an falschen inneren Einstellungen. Ziel ist es, aus der Hypnose raus zu kommen, rein in die Selbstbestimmung und Selbstverantwortung. Nicht mehr von außen gesteuert sein, sondern selbst die Führung übernehmen. Man muss sich die Frage stellen: Wo kann ich selbst etwas verändern? Es geht darum, sich seiner selbst und seinen Fähigkeiten bewusst zu werden.

Für jeden ist genügend da

Ganz wichtig ist es auch, von dem in vielen Köpfen verankerten Mangeldenken weg zu kommen. Die Entfaltungsmöglichkeiten, oder die Businessmodelle, sind unendlich, jeder kann seinen Platz finden. Man muss sich nicht mit vielen anderen um eine Sache streiten, man kann auch einfach sein Modell ein bisschen ändern. Zu diesem Zweck ist es nötig, sich über seine Wünsche klar zu werden und diese auch zu verwirklichen. Dann eröffnen sich neue Wege, die man beschreiten kann. Man muss offen sein gegenüber neuen Lösungen und diese zulassen. So genannte glückliche Zufälle sind vielleicht gar keine Zufälle, sondern die Interaktion zwischen unserer Einstellung und den Dingen, die passieren.

Raus aus dem Kampf-Modus

Wir lassen uns oft dazu verleiten, bei Dingen, die uns nicht gefallen oder uns wütend machen, in einen Kampf-Modus oder einen contra-Modus über zu gehen. Diese Haltung hilft uns aber in den meisten Fällen kein Stück weiter. Viel sinnvoller ist es, wenn auch bestimmt zu Beginn schwer, eine neutrale Haltung einzunehmen und sich zu überlegen, wie die Dinge stattdessen sein sollten. Das eröffnet uns neue Handlungsmöglichkeiten, die langfristig unsere Nerven schonen, weil sie Lösungen bieten. Damit ist dann nicht nur mir, sondern auch vielen anderen geholfen, vielleicht sogar dem Verursacher des Problems.

Perspektiv-Wechsel

Die Aufgabe von Gerardo als Business-Schamane ist es, Menschen aus ihrer Hypnose, ihrer Ohnmacht heraus zu helfen, Blockaden zu lösen und neue Lösungswege zu finden. Er schafft ein Bewusstsein für die eigenen Möglichkeiten, er hilft Absichten oder Ziele zu setzen. Im Kopf muss eine Perspektiv-Wechsel stattfinden: Ich muss mir klar werden über meine Ziele und ich muss verstehen, dass ich es bin, der sie erreichen kann. Ich habe die Fähigkeit dazu wenn ich nur offen für neue Lösungen bin. Außerdem sollte ich glücklich sein mit dem, was ich tue.

Engpasskonzentrierte Strategie

Gerardo nutzt die engpassorientierte Strategie nicht nur im konventionellen Sinne, also indem er Engpässe in Unternehmensstrukturen erkennt, sondern er erkennt auch die mentalen Engpässe. Damit sind die Blockaden gemeint, von denen schon die Rede war. Er will Menschen dazu befähigen, sich selbst zu befreien, in dem er Ihnen hilft, mentale Engpässe zu erkennen und zu eliminieren.

Gerardos Tipp

Training! Einfach an sich selbst immer wieder trainieren, Engpässe wahrzunehmen: Am Ende des Tages beispielsweise mal nachdenken, wo man sich selbst mental im Weg gestanden hat. Aber Vorsicht: Der Fokus soll nicht auf den Engpässen liegen, die ja etwas Negatives sind, sondern auf den Lösungen, die dazu gefunden werden. Blockade und Lösung zusammen führen, das muss trainiert werden. Plus und Minus müssen zusammen gebracht werden, damit sie sich neutralisieren können. Dadurch wird das eigene Bewusstsein für sich selbst geschult. Wenn ihr mehr erfahren wollt, dann schaut doch auf Gerardos Webseite business-schamane.de oder auf der Webseite von Gerardos Frau, ur-schamanin.de, vorbei. Dort findet ihr auch die Verknüpfung zu den Social Media Plattformen.

Webseiten:

http://business-schamane.de
http://ur-schamanin.de

Meine Produkt Prozess Entwicklung – Update Oktober 2016

In dieser Folge gebe ich euch mal wieder ein Update zu meiner persönlichen Entwicklung und über das, was ich im letzten Monat alles gelernt habe.

Trotz neuer Freelancerin wieder am Limit

Im letzten Monat war ich mega produktiv. Ich habe meinen persönlichen Rekord an gedrehten Clips in einem Monat aufgestellt. Das war möglich, da nun eine Freelancerin für mich arbeitet und mir mein gefilmtes Material schneidet. So konnte ich mich fast ausschließlich auf das Drehen konzentrieren und mein Volumen im Vergleich zum letzten Jahr fast verdoppeln. Das ist natürlich super. Trotzdem bin ich nun auch schon wieder an meiner Grenze angelangt: ich habe wirklich das Maximum an möglichen Drehs erreicht, welche ich alleine schaffe. Zu einem Dreh gehören natürlich viel mehr Arbeitsschritte, als die reine Drehzeit. Und diese rauben mir viel Zeit – deswegen muss ich es nun schaffen, mehr von diesen Arbeitsschritten auszulagern oder zu eliminieren, damit wirklich nur noch die reine Drehzeit an mir hängen bleibt. Wenn ich produktiver werden möchte, muss ich mir mehr Zeit zum Drehen organisieren. Dazu kamen im letzten Monat noch zwei weitere Dinge: da meine Freundin bald für einige Monate nach Genf zieht, bin ich mit ihr zweimal nach Genf gereist. Außerdem habe ich einen Kurztrip nach Marokko unternommen. Warum genau, erkläre ich euch später. Diese Dinge haben mir natürlich auch etwas Zeit geklaut und mir Stress beschert.

35 kleine Schritte

Im letzten Monat habe ich also deutlich mehr Zeit damit verbracht, in meiner Firma anstatt an meiner Firma zu arbeiten. Da ich allerdings gemerkt habe, dass mir die Arbeit langsam über den Kopf wächst, habe ich mit Folgendem begonnen: ich habe jeden kleinsten Arbeitsschritt, der mit einer Produktion verbunden ist, aufgeschrieben. Da gehören auch so kleine Dinge wie ein Bahn Ticket buchen dazu. Ihr glaubt nicht, wie anstrengend das werden kann: immer ein günstiges Ticket suchen, die genauen Zeiten abstimmen, wo will ich wann sein… Die Lösung für dieses Problem könnte es sein, die BahnCard 100 zu kaufen, was ich wahrscheinlich tun werde. Einfach weil es mir so viel Arbeit erspart, nicht mal weil es unbedingt viel günstiger ist. Am Ende kam ich in meiner Liste dann auf 35 Schritte, die zu einer meiner Produktionen dazu gehören.

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Mein 1 Jahres-Ziel – Aufgaben abgeben

Diese Liste mit den 35 einzelnen Schritten habe ich dann weiter ausgearbeitet: zu jedem Schritt habe ich notiert, wie lange er dauert und in wie fern ich ihn bereits automatisiert habe. Das hat mich etwas frustriert, denn ich habe erst 5 Schritte automatisiert. Andererseits habe ich nun einen Weg gefunden, darüber auch glücklich zu sein. Denn wenn man mal darüber nachdenkt, sind das ja nur noch 30 Schritte, die ich automatisieren muss. Das heißt, wenn ich es schaffe, alle zwei Wochen eine Aufgabe zu automatisieren, zu eliminieren oder gut auszulagern, dann bin ich ja innerhalb von einem Jahr durch. Das ist auch mein persönliches Ziel: in einem Jahr möchte ich diese ganzen zusätzlichen Arbeitsschritte neben dem Dreh abgegeben haben.

Was kostet mich die Automatisierung an Zeit und Geld?

Im nächsten Schritt habe ich ausgerechnet, wie viel Zeit ich investieren muss, um die einzelnen Arbeitsschritte zu automatisieren. Somit konnte ich sehen, ab der wievielten Produktion sich der Aufwand des Automatisierens dann wirklich lohnt. Dabei war ich teilweise mega überrascht: Es gab tatsächlich Aufgaben, für die ich bei jedem Dreh eine Stunde brauche, die ich aber sich in einer Stunde automatisieren kann! Wahnsinn. Ich habe außerdem ausgerechnet, was mich die Automatisierung an Geld kosten würde. Um manche Aufgaben zu automatisieren, muss man nämlich einfach ein bisschen Geld in die Hand nehmen. Zum Beispiel gibt es Tools, die einem die Tonbearbeitung erleichtern, für ungefähr 300 €. Man spart sich mit solchen Tools aber bei jedem Dreh eine Stunde Arbeit, sodass sich die Investition schnell lohnt. In so ein Tool werde ich also demnächst wahrscheinlich investieren, denn es gibt tatsächlich sehr gute Programme auf dem Markt.

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Meinen Kalender behalte ich doch lieber selbst im Blick

Ich habe natürlich auch versucht, meine Terminvereinbarungen auszulagern. Da gibt es ja einige sehr vielversprechende Tools wie beispielsweise youcanbook.me oder scheduleonce. Aber da habe ich schnell gemerkt, dass das nicht so einfach ist: Ich darf meinen Kalender gar nicht zu sehr frei geben. Für einen Dreh muss ich mir immer einen kompletten Tag blocken, da darf sonst nix rein. Auch muss ich meinen ganzen Anrufe und Beratungen ja irgendwann machen. Zeitkritische Dinge müssen auch mal hier und da einfach dazwischen gepackt werden… Mit meinem Kalender bin ich also momentan noch nicht so weit, dass ich ihn voll automatisieren könnte. Ich habe aber zumindest eine Kalender erstellt, in dem ich 30 Minuten Slots für Telefonate anbiete. In einem weiteren Kalender können sich Kunden schonmal anschauen, wie es in der nächsten Zeit bei mir mit Drehtagen aussieht – allerdings alles ohne Gewähr und ich habe das letzte Wort 🙂

Wie kann ich weiter wachsen?

Ich habe festgestellt, dass nun letztendlich ich selbst der Flaschenhals in meiner eigenen Firma bin. Da ich mich entschieden habe, nur noch einen Dreh pro Woche durchzuführen, limitiert das natürlich enorm meinen Output. Die einzige Möglichkeit weiter zu wachsen ist, einen zweiten Alex oder eine zweite Alexa einzustellen, die meine Arbeit beherrscht. Das stellt sich als mega schwere Aufgabe dar: jemanden zu finden und auszubilden, so dass er wirklich alle Schritte eines Drehs beherrscht und so durchführt, wie ich es für gut halte, wird noch lange dauern. Bis dahin, muss ich mich wohl mit weniger Wachstum zufrieden geben.

Wie groß soll meine Firma überhaupt werden?

Bevor ich mich allerdings um mehr Wachstum kümmere, muss ich mir ja erst einmal darüber klar werden, was überhaupt mein Ziel ist. Wie groß soll meine Firma denn überhaupt werden? Möchte ich mir überhaupt eine große Firma aufbauen, die mir bestimmt immer mal wieder Stress beschert, oder gebe ich mich mit zwei Drehs pro Woche zufrieden, die mich locker finanzieren und die ich mittlerweile ohne Stress hinkriege? Es gibt auch eine Alternative, die vorhin schon angeklungen ist: Ich könnte auch anderen Leuten beibringen, was ich tue, und mir selbst nur noch ein paar Lieblingskunden raussuchen, die ich betreue. Es ist nun an mir, mich zu entscheiden, wie es mit der Firma weiter gehen soll. Auf jeden Fall habe ich gemerkt, dass ich mehr Entspannung brauche. Zeit zum nichts Tun, damit ich zum Nachdenken komme.

Ihr habt Lust mit mir zu arbeiten?

Das bringt mich zu einem kleinen Aufruf: Wenn ihr jetzt denkt, dass dieser Job was für euch wäre und Lust habt, was von mir zu lernen, dann meldet euch gerne bei mir! Ich suche derzeit motivierte Leute. Dabei ist es mir nicht so wichtig, dass ihr euch super gut mit Film auskennt. Viel wichtiger ist es, dass ihr euch mit Business auskennt und versteht, was meine Kunden brauchen. Da steckt auch etwas Psychologie mit drin, ihr müsst etwas Feingefühl mitbringen. Filmen bringe ich euch schon bei, wenn ihr es wollt.

Was ich in Marokko gemacht habe

Und nun zurück zu meinem Marokko Trip: Ich habe mich dort nicht nur entspannt. Ich wollte mir anschauen, ob es in Marokko möglich ist, Workshops für und mit euch zu veranstalten. Warum in Marokko? Dort ist es immer warm 🙂 Ich würde die Arbeit gern mit Entspannung verbinden. Ich habe dafür einen tollen Coworking und Coliving Space direkt am Atlantik gefunden, der sich Sundesk nennt. In den kommenden Wochen wird es auch ein Interview mit Magdalena, der Betreiberin des Sundesk, hier auf meinem Podcast geben. Ich plane für nächstes Jahr zwei Workshops in Marokko im Sundesk: Der eine soll etwa vier Tage dauern und befasst sich mit dem, was ich gerade für mein eigenes Unternehmen getan habe. Wir schauen gemeinsam, was in euren Unternehmen bereits gut funktioniert und wo man noch optimieren kann. Am Ende habt ihr dann so eine Liste wie ich, euren Master-Plan für 2017, mit euren To-Dos. Der andere Workshop soll ein Video-Weekend werden. Der ist für Leute, die einen Youtube Kanal aufbauen wollen und selbst Videos drehen wollen. Von der Konzeption des Kanals bis hin zum Drehen der ersten Videos werde ich euch unterstützen. Der Dreh darf auch gerne mit eurem iPhone stattfinden 🙂

Ihr habt Lust mit nach Marokko zu kommen?

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Wenn ihr Fragen an mich oder Tipps für mich habt, zum Beispiel zu meinem Problem mit meinem Kalender, dann schreibt mir doch gerne einen Kommentar auf hebelzeit.de. Auch über eine Bewertung auf iTunes würde ich mich mega freuen, da dann mehr Zuhörer auf meinen Podcast aufmerksam werden: http://hebelzeit.de/itunes
Bis zum nächste Mal!