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32 Mastermind – Productized Service oder Onlinekurs? Mein Hotseat

32 | Mastermind | Productized Service oder Onlinekurs?

In der heutigen Folge nehme ich euch mit in mein Mastermind. Was ein Mastermind ist und wie das abläuft? Darauf gehe ich vorher noch kurz ein.

Was ist ein “Mastermind”?

In einem Mastermind treffen sich Selbstständige zu einem festen Termin und mit fester Agenda (nicht unbedingt persönlich, sondern auch über Skype o.Ä.). Man spricht über Erfolge und Misserfolge in der eigenen Firma und wo man mit dem eigenen Unternehmen gerne hin will. In einem Mastermind befindet man sich in einem geschützten Rahmen, in dem man frei von der Seele weg einmal alles los werden kann, ohne jemandem zu nahe zu treten oder das Geschäft zu schädigen. Außerdem lernt man durch die Erfahrungen der anderen Unternehmer unglaublich viel dazu, kann sich Tipps und Meinungen einholen.

Wie läuft ein “Mastermind” ab?

Am Anfang erzählt erst einmal jeder von seinen Erfolgen, das sorgt direkt zu Beginn für eine positive Stimmung in der Runde. Dann gibt es jeweils einen pro Runde, der auf dem heißen Stuhl, oder hot seat, sitzt: das Unternehmen desjenigen wird dann mal richtig durchleuchtet. Wir sind zu fünft und treffen uns alle 2 Wochen, was bedeutet, dass jeder im Abstand von 10 Wochen an der Reihe ist. Das ist ein ganz guter Abstand, denn innerhalb von 10 Wochen kann sich ein Unternehmen schon weiter entwickeln. Zuletzt erzählen dann alle noch einmal über ihre aktuellen Ziele. Wenn jemand gerade irgendwo nicht weiter kommt oder einen Tipp braucht, kann er natürlich auch jederzeit die Runde fragen. Meine Gruppe habe ich übrigens auf Let’s see what works gefunden, wo Matthias Leute für ein Mastermind gesucht hat.

Darf ich vorstellen: unser Mastermind

Wie schon gesagt, sind wir zu fünft in unserem Mastermind. Fangen wir mal mit Matthias an. Matthias hat zwei Hauptgeschäfte: zum Einen das Space Wallet, wo er schon seit dem Studium beteiligt ist. Zum Anderen hat er eine Nischen-Webseite zum Thema Drei-Tage-Bart. Weiter geht es mit Frank Heim, der ein echt spannendes Profil hat. Frank ist einerseits Bassist in einer Mittelalter-Band (Saltatio Mortis) und damit ziemlich erfolgreich. Andererseits macht er WordPress Webseiten – echt Wahnsinn, wie viel Output er liefert. Dann kommen wir zu Vadim, der die Riege der FBAler aufmacht. Er verkauft selbst entwickelte Controller für LEDs und ist gerade dabei, sich mit Amazon rum zu schlagen. Und dann ist auch noch Björn Ühss dabei. Er ist zum einen Teil Unternehmensberater und hilft größeren Unternehmen mit Themen wie Lean Startup klar zu kommen. Zum Anderen verkauft er auch auf Amazon ein paar Produkte, z.B. ein Babytragetuch.

Live dabei: ein Mastermind Treffen

Wenn ihr jetzt Lust habt, mal ein Mastermind mit zu verfolgen, dann schaltet jetzt am besten direkt in den Podcast 🙂

In diesem Mastermind ging es vor allem darum ob ich mein Dienstleistungsangebot anpasse oder gleich in Richtung Onlinekurs gehe. Dann wurden verschiedene Zielgruppen und ein weiters Vorgehen besprochen.

Mein Fazit

Ich werde meinen Productized Service (http://helloandlike.com) erst mal weiter anbieten, wobei ich da jetzt versuche Kunden zu finden, die gleich das größere Paket (den Funnel) haben wollen. Für mich selber werde ich dann auch das größere Paket anwenden und meinen Funnel wieder auf meinen aktuellen Wissensstand bringen. Das heißt aber nicht, dass ich warten werde, bis meine Landingpages usw. toll sind, bevor ich meinen neuen Kurs am Markt teste. Gerade sehen die noch Mega schlecht aus, aber immerhin wird der Kurs damit schon ausgeliefert. Bevor ich aber über diesen Podcast hinaus Werbung dafür mache, ziehe ich den noch glatt.

Der Kostenlose Videokurs

Vor ein paar Tagen habe ich die ersten zwei Lektionen für meinen kostenlosen Kurs fertig gemacht. 3 weitere sind schon  fertig gedreht und müssen nur noch geschnitten werden. Wenn ihr dabei sein wollt, dann könnt ihr euch hier anmelden:

http://1000stundenwoche.de/machen

Links zur Folge:

Die Projekte der Mastermind Jungs:

Matthias :
Space Wallet: https://spacewallet.de
Drei-Tage-Bart: 3tage-bart-rasierer.de

Frank Heim:
Saltatio Mortis: http://www.saltatio-mortis.com/?home=1
Webseiten: punktbar.de

Vadim Mousa:
LED Controller: zedfy.com

Björn Ühss:
Unternehmensberater: http://22tribes.com/
Baby Produkte: BabyChamp

Weitere Ressourcen:
Podcast von Noah Kagan: http://okdork.com/podcast/
Mein kostenloser iPhone & Mac Video-Kurs ist mittlerweile Online: http://1000stundenwoche.de/machen

Hebel der Woche:

Gründet ein Mastermind. Schreibt doch einen Kommentar hier drunter wenn ihr dafür Leute sucht.

30 – Startup mit echten Produkten – Peter Hart – Dr. Severin von FBA in die Apotheke

30 | Peter Hart | Dr. Severin

Peter Hart ist manchen vielleicht unter Dr. Severin bekannt. Er hat seine Firma Dr. Severin vor 4 Jahren gegründet, weil er Menschen von Rasierpickeln, vor allem am Körper, befreien wollte. Inzwischen umfasst sein Team 10 Leute und seine Produkte sind in 27 Ländern vertreten. Eine der beeindruckendsten Firmen-Entwicklungen, wie ich finde.

Wie Dr. Severin so schnell wachsen konnte

Der Trend geht dahin, dass immer mehr Menschen, Frauen wie Männer, sich am Körper Haare durch Rasur entfernen. Genau wie im Gesicht können dabei Pickel und gereizte Haut entstehen. Allerdings gab es noch kein Produkt auf dem Markt, dass dieses Problem anging. Die Nachfrage für die Produkte von Dr. Severin war also bereits da, bevor das Produkt entwickelt wurde. Leute haben tatsächlich schon auf Google nach einem After Shave Balsam für den Körper gesucht. Da war es für Peter Hart natürlich extrem einfach, sein Produkt an den Mann und die Frau zu bringen.

Hebel Blog und YouTube

Dr. Severin haben im Grunde offene Türen eingerannt mit ihren Produkten. Trotz allem haben sie auch Influencer-Marketing genutzt (hier zur HebelZeit-Folge zum Thema: XXX). Sie haben die Produkte an Blogger und YouTuber geschickt, meist kostenlos, die sowieso schon auf der Suche nach dieser Neuheit waren. Das war dann nochmal ein enormer Hebel. Besonders, weil Peter Hart und sein Team sich für die richtigen Kanäle und dort für dir richtige Zielgruppe für ihr Produkt entschieden haben.

Wachstum durch Qualität

Dr. Severin bietet vergleichsweise teure Produkt an. Trotzdem kaufen die Leute nicht bei der Konkurrenz. Warum? Peter betont, dass die Qualität des Produktes sehr gut ist, viel Geld und Zeit wurden in die Entwicklung investiert. Das ist auch sein Tipp: Lieber erst einmal Zeit und Geld in die Qualität des Produktes investieren, bevor man ans Marketing denkt. Das Ziel ist es, dass Leute das Produkt weiter empfehlen und auch selbst wieder kaufen. Dadurch spart man sich schon mal viel Marketing. Diese Mundpropaganda war ebenfalls einer der Gründe, warum Dr. Severin so schnell gewachsen ist. In die Neuprodukt-Entwicklung wird bei Dr. Severin mehr investiert als auf dem Markt üblich. Dies sorgt erst mal für weniger Gewinn. Auf lange Sicht allerdings macht sich die Qualität wieder bezahlt.

Dr. Severin in “Die Höhle der Löwen”

Dr. Severin hat auch bei der TV-Sendung “Die Höhle der Löwen” mit gemacht. Das sorgte natürlich auf einen Schlag für eine enorme Reichweite. Peter Hart schätzt, dass dieser TV-Auftritt ca. 1 Million an Unternehmenswert generiert hat. Das ist übrigens auch die Summe, auf die das Unternehmen in der Sendung geschätzt wurde.

Es ist schwer zu delegieren

Mittlerweile hat Peter 10 Mitarbeiter und lässt unter Anderem auch seine Mails von diesen beantworten. Am Anfang allerdings hat er sich schwer getan, Arbeit zu delegieren. Er merkte aber schnell, dass er erstens Hilfe braucht bei der Entwicklung und Umsetzung neuer Produkte und zweitens konnte er nicht mehr alle Aufgaben alleine erledigen. Dadurch, dass er Mitarbeiter hat, die die anfallenden kleinen Aufgaben übernehmen, kann er selbst das große Ganze besser überblicken.

E-Mails abgeben

Einen riesigen Freiraum hat Peter bekommen, als er seine Geschäfts-Mails an seinen stellvertretenden Geschäftsführer abgegeben hat. Er hat gelernt, dass man guten Mitarbeitern so etwas anvertrauen kann. Natürlich geht das nicht mit jedem. Bei Peter war es ein guter langjähriger Freund, dem er diese Aufgabe anvertraut hat. So etwas kann natürlich auch scheitern, wenn es nicht passt. Heute wird er nur noch eingebunden, wenn wirklich nur er die E-Mail beantworten kann. So hat Peter unglaublich viel Platz im Kopf für Kreativität und die Arbeit an der Firma.

Peters Hebel-Tipp

Die gute alte 80/20 Regel: Versuche es hinzukriegen, in 20% der Zeit 80% des Outputs zu generieren. Und er hat noch eine Idee für mich persönlich, die ich auch schon mal durch kalkuliert habe: Ich könnte meinen Kunden praktisch eine Box mit allem, was sie brauchen um ein Video aufzunehmen, nach Hause schicken. Die nehmen dann die Videos auf, ohne dass ich vor Ort wäre. Allerdings finde ich es zu schwierig, pauschal die Fragen zu machen, ohne dass ich die Antworten kenne. Deswegen habe ich diese Idee erst einmal wieder verworfen.

Webseiten und Links aus dem Podcast:

Dr. Severins Webseite: http://drseverin.com

Meine Tipps um eure Produktivität zu hebeln: http://hebelzeit.de/bonus/personal-scrum/

27 – Productized Service erklärt mit Steffen Kessler

In dieser Folge werde zur Abwechslung mal ich interviewt und zwar von Steffen Kessler, den wir schon bei der Franchise-Folge kennen gelernt haben. Wir haben uns auf dem Weihnachtsmarkt in Wien getroffen, als wir zur Franchise-Messe dort waren. Er hat mir ein paar gute Fragen über Productized Service gestellt und ich dachte, das könnte euch auch interessieren.

Was ist ein “Productized Service”?

Beim Productized Service wird eine Dienstleistung als Produkt verpackt und verkauft. Der Unterschied zur klassischen Dienstleistung besteht darin, dass man immer wieder exakt dieselbe Dienstleistung erbringt, es existieren feste Prozesse. Vergleichen wir es mal mit einer maßgeschneiderten Hose: Man weiß zwar, dass man beim Schneider ein Produkt erhält, das zwei Beine hat und oben einen Knopf. Das Produkt wird jedoch dem eigenen Körperbau angepasst. Ein Productized Service ist damit vergleichbar. Er ist keine Hose von der Stange beim H&M um die Ecke, denn er wird angepasst, aber eine Hose ist auch keine komplett neue Erfindung. Meine Videoproduktion ist teilweise ein Productized Service: Der Ablauf bei Drehs ist immer gleich, ich nehme immer das exakt gleiche Equipment mit. Allerdings stelle ich keinen zwei Kunden die gleichen Fragen oder schlage die gleichen Videos vor. Das wird dann doch noch eher individuell gemacht.

Vom reinen Service zum Productized Service

Am Anfang ist das Unikat: Man überlegt sich für jeden Kunden wieder ein neues Produkt, das perfekt zu ihm passt. Das wäre dann noch zu 100% Service. Richtung Productized Service starten kann man am besten, indem man erst einmal einen Plan mit den Arbeitsabläufen erstellt. Der Plan sollte dann auch ziemlich genau eingehalten werden, oder aber auch einen Ablauf für Abweichungen enthalten. Für meine Firma würde das bedeuten, dass der Plan auch von jemand anderem als mir selbst durchgeführt werden könnte; unabhängig von meiner Person. Bisher bin ich allerdings noch nicht soweit. Viele Schritte hängen noch an meiner Person, da ich noch nicht alle Abweichungen vom Plan definiert habe. Mein Ziel ist es, dass Mitarbeiter nach meiner Anleitung Videos produzieren können, die meine Ansprüche erfüllen.

Wo es bei mir hängt

Das Nadelöhr ist bei mir der Prozess der Strategie-Entwicklung. Da muss ich individuell auf meine Kunden eingehen und da spielt eine große Portion Erfahrung mit. Die Strategie-Entwicklung ist keine zweimal exakt identisch. Ich habe es bisher noch nicht geschafft, diesen Prozess als Ablauf nieder zu schreiben. Auch während dem Filmen braucht es etwas Erfahrung um meinem Kunden verständlich zu machen, was er sagen muss, damit ihn seine Kunden verstehen.

Productized Service im Franchising

Wenn ein Unternehmen ins Franchising gehen möchte, dann muss es ein Franchise-Handbuch erstellen. Dort werden alle Prozesse definiert und nieder geschrieben. Dies stellt eine Art Prozess-Transfer vom Franchise-Geber zum Franchise-Nehmer dar und stellt sicher, dass das Produkt überall die gleichen Standards erfüllt. Dem Franchising ist der Productized Service also schon innewohnend. In vielen anderen Bereichen allerdings hat das Definieren von Prozessen noch keinen Einzug gefunden.

Der Maler und sein Productized Service

Erklären wir doch mal anhand eines fiktiven Malers wie man sein Unternehmen zum Productized Service umbauen könnte. Der Maler könnte beispielsweise schon mal damit beginnen, seine Preise in Quadratmeter Fläche anzugeben. So weiß der Kunde genau, was auf ihn zukommt. Er hat das Gefühl, er kann sich für ein Produkt zu einem bestimmten Preis entscheiden. Das nächste wäre die Spezialisierung oder Fokussierung: Viele Maler bieten eben nicht nur Malerarbeiten an, sondern verputzen auch noch oder dämmen die Außenwand und so weiter. Für einen Productized Service ist es aber besser, sich auf eine Sache zu spezialisieren und diese zu perfektionieren. Dann kann man auch viel leichter skalieren. Man kann dem Kunden dann den besten Service zum besten Preis in einem Nischen-Bereich bieten.

Grundpfeiler des Productized Service

Wichtig für einen Productized Service ist, dass man ihn so aufbaut, dass man sich selbst daraus verabschieden kann. Ein Productized Service hängt nicht von einer Person ab. Außerdem ist die Organisation der Kommunikation enorm wichtig. Das ist auch eine Challenge für mich, dass die richtige Person im richtigen Moment das Richtige weiß. Dies ist besonders dann wichtig, wenn man skalieren möchte, was ja mein Ziel ist. Als einzelner kann man aber natürlich auch einen Productized Service anbieten. Wenn der jedoch dann auch funktioniert wird man schnell an den Punkt kommen, wo man andere mit ins Boot holen will.

Ist das nicht normal?

An irgendeinem Punkt hat Steffen sich gewundert, denn für ihn war es ganz normal, Prozesse zu etablieren. Das hängt jedoch damit zusammen, dass er aus dem Franchise-Business kommt. Dort ist das natürlich nicht zu vermeiden. Außerdem hat er auch Interesse daran, Prozesse zu automatisieren, da das ja auch intern Arbeit erleichtert. Er ist schon voll in dieser Denkweise drin und kann sich kaum vorstellen, dass es anders sein kann. In meinem Bereich jedoch ist es anders: In namhaften Agenturen habe ich gesehen, dass dort keinesfalls gute Prozesse etabliert sind. Von daher war die “Entdeckung” von Productized Service für mich revolutionär. Ich kann mir vorstellen, dass das auch in anderen Bereichen der Fall sein kann.

Trello als Hilfsmittel

Um Prozesse optimieren zu können, nutzt Steffen, und ich übrigens auch, Trello. Trello ist wie eine Pinnwand, es gibt Spalten und man kann zwischen den Spalten Karten hin und her schieben. Übrigens ist Trello eine SaaS (Software as a Service). Der Productized Service ist angelegt an SaaS, in Bereichen, die eben nichts mit Programmierung zu tun haben. Trello ist hilfreich, um Projekte zu organisieren, an denen mehr als eine Person arbeitet (aber auch für persönliche To-Do-Listen). Jeder kann sehen, an welchem Punkt sich das Projekt gerade befindet und kann, wenn er etwas erledigt hat, die entsprechende Karte entsprechend verschieben. So wissen es dann alle. Prozesse können so sehr gut organisiert und auch an andere Personen übergeben werden. Steffen und sein Team im Franchise-Portal nutzen übrigens das Prinzip des Personal Kanban. Informationen darüber findet ihr zum Beispiel im Podcast von Maik Pfingsten.

Steffens Hebel-Tipp

Das kam wie aus der Pistole geschossen: Trello! Sein Tipp ist, dass ihr euch ein Personal Kanban System in Trello bauen sollt. Es wird euch helfen, euren Tag besser zu organisieren, und dann solltet ihr automatisch auch Zeit sparen. Außerdem fühlt ihr euch besser, wenn ihr Karten in die “done” Spalte verschieben dürft 🙂

Wie mein System aussieht, findet ihr hier: Personal Scrum

Steffens Buchempfehlungen

Das wäre zum Einen “Erfolgreich durch Spezialisierung” von Kerstin Friedrich, weiterhin “Der Weg zum erfolgreichen Unternehmer” von Stefan Merath und außerdem was zum Nachdenken über sich selbst, die Bücher von John Strelecky.

Webseiten, Bücher und Podcasts

Trello: https://trello.com/home

Podcast von Maik Pfingsten zum Personal Kanban: https://lifestyleentrepreneur.de/le005-personal-kanban-wie-ich-heute-effektiver-bin/

Buch “Erfolgreich durch Spezialisierung: https://www.amazon.de/Erfolgreich-durch-Spezialisierung-Kompetenzen-Kerngeschäfte/dp/3636014188

Buch “Der Weg zum erfolgreichen Unternehmer”: http://www.unternehmercoach.com/coach-unternehmer-erfolg-weg-zum-erfolgreichen-unternehmer-neue-dynamik.htm

Bücher von John Strelecky: https://www.amazon.de/Bücher-John-Strelecky/s?ie=UTF8&page=1&rh=n%3A186606%2Cp_27%3AJohn%20Strelecky

Jahres Rück- und Ausblick und die Big 5 for Life

Vor einem Jahr – Meine Ziele

Mein Ziel am Anfang von 2016 war es, eine Firma zu bauen, die ich verkaufen kann. Oder eine Firma, die ohne mich funktioniert und die mir einfach Gewinne abwirft. Dazu habe ich mir drei Ziele gesetzt: zum Einen wollte ich meine Firma in eine UG oder eine GmbH wandeln, also in eine Körperschaft. Zum Anderen wollte ich Mitarbeiter haben und außerdem wollte ich feste Prozesse etablieren.

Nach einem Jahr – Was ich geschafft und gelernt habe

Einen Teil davon habe ich auch geschafft: Ich habe nun schon seit einiger Zeit eine Freelancerin im Team, die mir reibungslos meine Projekte schneidet. Im gleichen Atemzug habe ich erstmals Prozesse eingeführt: Ich habe meiner Freelancerin nichts einmalig erklärt, sondern habe immer Videotutorials erstellt, die ich dann auch bei meinem nächsten Mitarbeiter oder Freelancer wieder einsetzen kann. Das hat super funktioniert. Auch mein erstes Podcast-Projekt habe ich in diesem Jahr auf die Straße gebracht, und nun schon mit 25 Folgen, da bin ich ziemlich stolz drauf. Stolz bin ich auch darauf, dass du gerade zuhörst! Mit dem Podcast habe ich für mich einen riesigen Hebel entdeckt.

Die Schattenseite des Jahres

2016 habe ich mega viel Output geliefert, ich war teilweise wirklich nur noch am hin und her fahren oder fliegen um zu drehen. Rückblickend kann ich sagen, dass das einfach zu viele Drehtage waren. Ich hatte zu wenig Ruhe und zu wenig Zeit für eigene Projekte. Ich habe gemerkt, dass mein Ziel, die Firma groß und verkaufbar zu machen, nicht ohne Weiteres zu erreichen ist. Und dass ich das vielleicht auch gar nicht mehr will.

Ich habe genug!

Ich hatte einen tollen Moment in 2016: Meine Freundin wollte etwas auf Amazon bestellen und hatte noch nicht die magische Porto-Grenze erreicht. Also fragte sie, ob ich nicht etwas bräuchte – und ich „musste“ nein sagen 🙂 Das fand ich super, ich habe einfach alles, ich habe genug. Das trifft auch auf meine Umsätze zu: Ich hatte in diesem Jahr wirklich so gute Umsätze, dass mir nix mehr fehlt, außer etwas mehr Zeit. Und da wurde mir klar, dass ich nicht noch 5 Jahre weiter ackern will, um eine verkaufbare Firma aufzubauen. Dabei würde die Familie hinten anstehen, und dass ist nicht mein Ziel.

Motivation auf einem höheren Level

Da das reine Geld für Brot auf dem Tisch nun nicht mehr das ist, was mich antreibt, habe ich nach einer neuen, höheren Motivation gesucht. Was mich antreibt ist es, Dinge auszuprobieren und neue Sachen zu machen. Deswegen muss ich den Schritt zurück gehen: Was will ich eigentlich wirklich? Was will ich als Alex Boerger in der Welt bewirken? An dieser Stelle diesbezüglich einen großen Dank an Steffen Kessler, der mich auf das Buch „Big Five for life“ gestoßen hat. In diesem Buch hat mir die Grundidee sehr gut gefallen: Jeder Mensch hat einen Zweck der Existenz auf dieser Erde und es sollte 5 große Ziele geben, die jeder Mensch in seinem Leben verfolgt. Darüber sollte sich jeder einmal seine Gedanken machen, finde ich. Für mich ist eines der Dinge, das immer wieder aufkommt, die Freiheit. Ich will in Freiheit leben, und das geht nur, wenn auch die Menschen um mich in Freiheit leben können. Wenn sie keine Angst haben, ihre eigenen Entscheidungen zu treffen. Deswegen kann ich nur frei sein, wenn ich anderen helfe, auch frei zu sein. Das würde ich im Moment als den Zweck meiner Existenz betrachten: Dass ich anderen helfen will, frei zu sein.

Meine 5 großen Ziele

  1. Ich will Menschen helfen frei zu sein.
    Das versuche ich im Moment über Video: Ich bringe Leuten bei, wie sie Video für sich arbeiten lassen können, also wie sie sich auf dieser Ebene etwas befreien können.
  2. Ich möchte 1000 Bücher lesen
    Das Lesen macht mich in sofern auch frei, indem ich mir aus vielen verschiedenen Quellen meine Infos rein hole. Das sind eben auch Quellen, die sich gegenseitig widersprechen und angreifen, sodass ich mir meine eigene Meinung bilden kann.
  3. Alle Kontinente sehen und dafür möchte mindestens einen Monat im Jahr unterwegs sein.
    Davon erhoffe ich mir etwas besser zu verstehen, wie Leben funktioniert.
  4. Shirky’s Law zu widerlegen.
    Shirky’s Law besagt, dass keine Organisation das Problem löst, zu dessen Lösung sie gegründet wurde. Denn dann würde sie sich ja selbst vernichten. Das finde ich blöd und würde diese Selbsterhaltung gerne abschaffen, aber ich weiß noch nicht wie. Wenn ihr Ideen habt, gerne her damit.
  5. Eine Familie gründen und genug Zeit haben, um mich gebührend um meine Liebsten zu kümmern.

Meine Ziele für 2017

2017 möchte ich meine Firma nicht wachsen lassen. Gleichzeitig will ich es hinkriegen, den gleichen Umsatz zu erwirtschaften und ortsunabhängiger zu werden, also seltener persönlich irgendwo vor Ort sein zu müssen. Wie kann ich das erreichen? Ich habe mir bisher zwei Wege überlegt und bin gespannt auf euer Feedback und eure Tipps dazu.

  1. Eine Möglichkeit wäre: Ich verändere mein Angebot, indem ich zusätzlich zu den Videos nun auch die Landingpage für die Unternehmen ausarbeite und Content-Upgrades erstelle, also einen Funnel baue. Mit solchen Marketing Methoden habe ich sehr gute Erfahrungen gemacht. Damit schlage ich zwei Fliegen mit einer Klappe: ich muss weniger drehen und ich kann pro Auftrag mehr Geld verlangen, da ich den Kunden durch das neue Angebot noch mehr Mehrwert bringen kann.
  2. Das zweite ist, ich möchte über Schulungen und Workshops Leuten beibringen, Videos selbst zu erstellen und selbst das Marketing zu verbessern. Dadurch hätte ich auch „ausgebildete“ Leute, denen ich kleinere Aufträge, die bei mir reinkommen und für die ich keine Zeit mehr habe, weiterleiten könnte. So würde ich mir also auch ein Netzwerk aufbauen.  Als weitere Chance sehe ich, dass viele Unternehmen eigentlich einen nhouse Videografen benötigen. Es fallen doch oft kleinere Dinge an: Mal dort ein Video für Facebook, mal da ein Video für Instagram. Da braucht es nicht immer den ausgebildeten Mediendesigner. Ein Workshop dazu sollte genügen, um die Grundlagen zu erlernen und umsetzen zu können.

Zweiter Podcast

Für den zweiten Teil meines Plans werde ich noch einen zweiten Podcast machen. In dem geht es dann also um Videomarketing für Videoproduktionen und auch für Inhouse-Produktionen. Für euch heißt das, ihr dürft gerne auch meinen neuen Podcast abonnieren 🙂 Es könnte allerdings auch sein, dass die Frequenz auf diesem Podcast etwas niedriger wird, da ich dann ja zwei zu bedienen habe.

Wie immer: Wenn ihr mir irgendwas zu erzählen habt, euch irgendwas gut gefallen hat oder nicht oder wenn ihr mit mir Shirky’s Law kontern wollt, dann schreibt mir gerne eine Mail oder lasst mir einen Kommentar da, ich freue mich!

Big Five for Life:
https://www.amazon.de/Big-Five-Life-Leaderships-Greatest/dp/3423280190/ref=sr_1_3?ie=UTF8&qid=1483519710&sr=8-3&keywords=Big+five+for+life

Für’s Feedback:
http://hebelzeit.de/kontakt-impressum/

21 Thorsten Kucklick über seinen Productized Service UltraPress

21 | Thorsten Kucklick | UltraPress Productized Service

Thorsten Kucklick ist derzeit an zwei Projekten beteiligt. Das eine Projekt nennt sich „Mein Spiel“. Dort können seine Kunden personalisierte Spiele bestellen. Das zweite und für uns besonders spannende Projekt ist „UltraPress“: Dieses Unternehmen erstellt WordPress Webseiten als Productized Service.

Inwiefern ist UltraPress ein „Productized Service“?

Beim Aufbau von Webseiten gibt es verschiedene Schritte, die relativ gleichartig sind. Auch Webseiten für bestimmte Kundengruppen zeigen immer wieder Parallelen. Der Ansatz von UltraPress ist daher, verschiedene Standards zu entwickeln auf die man immer wieder zurück greifen kann. Diese können dann als Paket, oder eben als Productized Service, an den Kunden verkauft werden.

Warum Thorsten Kucklick UltraPress gründete

Thorsten ist weder Webdesigner noch Programmierer. Das war genau der Grund, warum er UltraPress gegründet hat. Macht keinen Sinn? Doch! Bei seinem zweiten Unternehmen „Mein Spiel“ kam er immer wieder an den Punkt, wo Arbeiten an der Webseite an Programmierer weitergegeben werden mussten. Das hat ihn gestört, denn es war aufwändig im Arbeitsablauf und teuer. So stieß er irgendwann auf WordPress und stellte fest, dass er dort auch als nicht-Programmierer ohne Weiteres selbst Webseiten erstellen und unterhalten kann. Schließlich kam er auf die Idee, das nicht nur für sich zu nutzen, sondern auch als Service anzubieten und gründete UltraPress.

Was bietet UltraPress an?

Nach und nach hat Thorsten Kucklick heraus gefunden, dass Leute, die eine Webseite brauchen, gar nicht wissen, was sie genau brauchen. Daher bietet er feste Pakete an („Done for you“), die so zu sagen als Grundlage dienen, und zu denen seine Kunden weitere Zusatzleistungen buchen können. UltraPress deckt eine bestimmte Kundengruppe mit bestimmten Anforderungen an eine Webseite ab, die dann passgenau bekommen, was sie brauchen.

Wie läuft der Prozess bei UltraPress ab?

Zwar können Thorstens Kunden auch direkt auf seiner Webseite buchen, die meisten bevorzugen allerdings erst einmal ein persönliches Gespräch mit Thorsten oder einem anderen Projektmanager. Dieses wird auch geführt, wenn Kunden direkt über die Webseite buchen um alle Eckdaten abzuklären. Was braucht der Kunde technisch? Wer ist die Zielgruppe? Was soll die Webseite vermitteln? Dazu bekommt der Kunde bei Bedarf eine Liste mit Adjektiven, aus denen er auswählen kann. Soll der Auftritt eher frisch sein? Eher düster? Danach wird eine erste Probe-Seite in WordPress erstellt und mit dem Kunden abgestimmt. Wenn alles abgesegnet ist, wird die Seite ausgebaut und die Inhalte kommen nach.

Wer arbeitet mit?

Um Aufträge, die bei UltraPress eingehen, kümmert sich ein Projektmanager. Dieser hat auch den Kundenkontakt und kümmert sich auch selbst um die WordPress-Seite. Als Projektmanager engagiert Thorsten Leute, die mit WordPress bereits umgehen können, lediglich in die Prozesse werden sie von ihm eingearbeitet. Wenn nötig, kommen noch ein, zwei Designer aus einem festen Pool zum Einsatz. Programmierer werden nur dann eingesetzt, wenn irgendwelche Features gewünscht sind, die WordPress nicht abdeckt. Keinen von diesen Leuten hat Thorsten Kucklick übrigens fest angestellt. Er setzt auf eine leichtgewichtige Struktur mit Netzwerk.

Tipp: Welchen Fehler hätte Thorsten sich gerne gespart?

Dinge erst einmal einfach zu gestalten, ist immer gut. Mit „Mein Spiel“ hatte Thorsten erst zu kompliziert begonnen, sodass seine Kunden sehr viel Arbeit in ein Spiel stecken mussten. Nachdem er den Prozess des Personalisierens vereinfacht hatte, sprach er einen viel größeren Kundenkreis an, was für den Anfang besser war. Später kann man immer noch komplexer werden. An sich findet Thorsten Kucklick allerdings, dass Fehler passieren dürfen und sollen. Man muss Dinge versuchen, Prozesse aufbauen und probieren, ob sie funktionieren.

Webseiten:

Hier könnt ihr Thorsten Kucklicks Blog finden:

http://autaak.de/

Und hier seine Unternehmen:

http://meinspiel.de/

http://ultrapress.de/

19 Zeit in Deutschland und Marokko – Magdalena Hermann vom Sundesk (Coworking und Coliving)

Magdalena Hermann führt im kleinen Surfer-Dorf Taghazout im Süden Marokkos einen Coworking und Coliving Place, den Sundesk. Dort können Freelancer und alle anderen, die an keinem festen Ort arbeiten müssen, gemeinsam mit Gleichgesinnten leben und arbeiten. Der perfekte Ort für digitale Nomaden.

Was genau ist ein Coworking und Coliving Place?

Das Prinzip des Coworking ist ja den meisten wahrscheinlich bekannt: Menschen treffen sich an einem Ort und arbeiten dort gemeinsam. Das hilft, motiviert zu bleiben. Im Gegensatz zur Arbeit von zu Hause aus, wo dann noch schnell die Wäsche gemacht werden muss, fällt es leichter, fokussiert zu bleiben. Nun kommt beim Sundesk noch das Coliving dazu: hier können die Coworker neben dem Arbeiten auch wohnen. Viele reisen ja nach Marokko und haben dort keine Unterkunft, und da bietet der Sundesk eine Lösung. Leben und arbeiten unter einem Dach, eine richtige Coworker-WG.

Wie funktioniert “Zeit” in Marokko?

Gar nicht 🙂 Zeit, oder Pünktlichkeit, hat in Marokko keine große Relevanz. Mit Marokkanern kann man keine festen Termine ausmachen, und es hält sich keiner an vereinbarte Zeiten. Auch nicht, wenn es ums Geschäftliche geht. Wenn man in Marokko lebt, muss man sich das klar machen und es akzeptieren, sonst wird man schnell unglaublich frustriert. Da Europäer aber eben nun mal an feste Zeiten und Vereinbarungen gewöhnt sind, tickt die Uhr im Sundesk natürlich nicht marokkanisch. Dort können sich die Coworker auf feste Zeiten verlassen. Außerhalb des Sundesk allerdings hat sich Magdalena an die marokkanische Zeit angepasst und weiß, dass sie am besten nichts erwartet.

Warum sich Magdalena ins marokkanische Chaos gestürzt hat

Magdalena war in Deutschland im Hotelgewerbe tätig aber mit den Arbeitsbedingungen an ihrer Arbeitsstelle unzufrieden. Sie entschied sich daher, ein Online Studium zu absolvieren. Da es online war, kam sie zum Studieren nach Marokko und hat nebenher in einem Restaurant gearbeitet, um sich ihren Unterhalt zu verdienen. In Deutschland war Magdalena immer die Chaotische; in Marokko war sie plötzlich top organisiert. Alles ist relativ! Da es für sie während des Studiums immer schwierig war, einen ruhigen Platz zu finden mit gutem Internet, kam sie auf die Idee, einen Coworking Place zu eröffnen. Da Magdalena aus dem Hotelgewerbe kommt, wollte sie das Arbeiten auch mit dem Leben verbinden, also auch einen Coliving Place daraus machen. So sollte für die Gäste ein Gesamtpaket entstehen, und das hat funktioniert.

Wie man innerhalb von zwei Monaten einen Coworking Space in Marokko eröffnet

Zeitdruck und Marokkaner sind eine lustige Symbiose. Magdalena musste letztendlich innerhalb von zwei Monaten das komplette Haus renovieren und zum Sundesk werden lassen. Wie funktioniert das, wenn niemand dann erscheint, wann er soll!? Erst einmal wie erwartet: es bleiben Unmengen an Arbeit liegen. Doch als es dann hart auf hart kam und alles fertig werden musste, waren plötzlich alle da. Und sie haben gearbeitet, was das Zeug hält. Jeder hat durchgeschuftet und sogar im Haus übernachtet, Wochenenden gab es nicht mehr. Dafür mussten dann natürlich wieder andere warten, bei denen es gerade nicht so dringend ist. Alles zu seiner Zeit 🙂

Wie leben die digitalen Nomaden in Marokko?

Magdalena hat die Erfahrung gemacht, dass ihre Gäste, die digitalen Nomaden, sich sehr gut organisieren können. Wahrscheinlich weil sie es auch müssen. Allerdings sind die meisten doch flexibler, als man es aus Deutschland gewöhnt ist: Wenn die Wellen gerade gut sind, dann geht man eben mal surfen zwischendurch. Die Arbeit bleibt aber nicht liegen, sondern man arbeitet dann eben bis spät in die Nacht. Auch bringen digitale Nomaden Zeit mit: Sie sind ja nicht dort, um Sightseeing zu betreiben, müssen also nicht hektisch von einem Ort zum nächsten. Viele bleiben einen Monat oder länger, was dazu beiträgt, dass es sehr entspannt zugeht.

Deutschland und Marokko – was ist anders?

Überland-Busse sind zwar sehr pünktlich in Marokko, aber alle regionalen Busse kommen wenn sie eben kommen. Es macht keinen Sinn, sich vorher Fahrzeiten anzuschauen. Im Krankenhaus kann es passieren, dass keine Ärzte da sind, vielleicht weil der Bus nicht gefahren ist. Flexibilität ist der Schlüssel, und jeder weiß das. In Deutschland hingegen ist das System anders: normalerweise hält sich jeder an Vereinbarungen und ist relativ pünktlich. Zeit hat einen hohen Stellenwert und ist rar, was dazu führt, dass wir uns in Deutschland oft Zeit kaufen. Denn Geld ist oft nicht so rar wie Zeit. Wir kaufen uns eine Pizza, denn dann sparen wir uns die Zeit fürs Kochen. Die zwei Euro tun uns nicht weh. In Marokko ist das umgekehrt: Fertigprodukte sind im Verhältnis so teuer, dass eigentlich alles selbst zubereitet wird. Zeit ist ja genügend da, Geld aber oft nicht.

Magdalenas Hebel-Tipp

Zeit zu Hebeln steht bei Magdalena nicht an erster Stelle. Es ist für sie auch mal okay, nicht das Maximum aus jeder Minute heraus zu holen, sondern sich auch mal einfach Zeit für etwas zu nehmen ohne sie zurück haben zu wollen. Allerdings hat sie einen anderen Tipp: Einen Monat im Sundesk könntet ihr euch locker damit finanzieren, eure Wohnung in Deutschland unter zu vermieten! Und dann müsst ihr euch nicht mal mehr selbst Frühstück machen 🙂

Webseiten:

http://sun-desk.com/

http://hebelzeit.de/master17

18 – Smart Business Concepts & Solopreneur – Ehrenfried Conta Gromberg

Ehrenfried Conta Gromberg entwickelt Smart Business Concepts und veranstaltete den Solopreneur-Day. Dort werden Unternehmer angesprochen, die smarter unterwegs sind, als man es von klassischen Unternehmen erwarten würde.

Was macht einen Solopreneur aus?

Solopreneure sind schlank unterwegs. Ihr Ziel ist es nicht, feste Gebäude aufzubauen oder Personen anzustellen. Solopreneure sind aber keine Eigenbrödler: sie haben durchaus Netzwerke. Trotzdem sind sie die alleinigen Inhaber ihres Unternehmens, nehmen kein Fremdkapital auf und arbeiten nicht auf den Exit hin. Außerdem haben Solopreneure flexible Teams und arbeiten mit Komponenten in meist digitaler Struktur und hohem Grad an Automatisierung.

Wie bekommt ein Solopreneur sein Produkt auf die Straße?

Erst einmal muss man sich hinsetzen und nachdenken. Es muss ein Konzept her, man muss wissen, wo der Weg hingehen soll. Der Weg darf dabei natürlich flexibel sein, Umwege sind drin. Grundlegende Fragen wie: Was will ich eigentlich? Wie groß soll mein Unternehmen werden? müssen allerdings von vornherein beantwortet werden.

„Kompetent mit Komponenten arbeiten“

Als Ehrenfried Conta Gromberg angefangen hat, Business Konzepte auseinander zu nehmen und zu verstehen, fiel ihm auf, dass am Ende einzelne Komponenten übrig bleiben. Man bildet selbst sozusagen den Kern und holt sich andere Unternehmen als (oft digitale) Komponenten dazu. Dabei gibt es übergreifende Komponenten, die jeder braucht; zum Beispiel arbeiten 90% der Solopreneure mit WordPress und viele mit Google Analytics. Und dann gibt es Komponenten, die branchenspezifisch sind, wie beispielsweise Auslieferungstools für Händler. Dabei ist Ehrenfrieds Faustformel: Vom aktuellen Umsatz sollten maximal 10% für Komponenten drauf gehen.

Was macht eine gute Komponente aus?

Eine gute Komponente muss einfach greifbar sein: man muss wissen, was man reinsteckt damit etwas Bestimmtes raus kommt. Der Output muss klar definiert sein und nach Checkliste abgearbeitet werden können. So wird allen Parteien transparent gemacht, was passiert und wie die Komponente ein Problem lösen oder einen Wunsch erfüllen kann. Weg also von der Individualisierung hin zum Productised Service und zu automatisierten Prozessen.

Beispiel: „Potato Parcel“

Ein Minimalbeispiel für ein Unternehmen und seine Komponenten wäre das britische Potato Parcel. Den Kern bildet ein Mann mit seiner Idee, Kartoffeln mit Sprüchen auf Bestellung zu versenden. Weiterhin hat er vier Komponenten: seine Webseite, ein Shopsystem auf seiner Webseite, ein Auslieferungssystem und Kommunikationskanäle wie Mailchimp, Instagram und Twitter. Ein sehr schlankes Konzept, mit guter Konzeption und nahezu ohne Risiko. Übrigens auch ein wichtiger Punkt: Lieber schlank anfangen, ohne großes Risiko und erst einmal den Markt antesten, wie wir es vom Lean Start up kennen.

Ehrenfrieds Hebel-Tipp

Ehrenfried Conta Gromberg Tipp zum Zeitsparen: als erstes die Newsletter Komponente eures Unternehmens überdenken. Sammelt alle E-Mail Adressen direkt richtig, macht euch Gedanken über deren Verwaltung, schon bevor ihr sie bekommt. Das spart am Ende eine Menge Zeit und Arbeit! Newsletter2go und Mailpoet wären Programme, die man beispielsweise gut nutzen könnte.
Es gibt auch Apps, wo die Leute ihre Mail-Adressen selbst eintragen können, was beispielsweise auch noch das Handschrift-Problem löst.

Webseiten:

http://smartbusinessconcepts.de/

http://solopreneurday.de

Tools:

https://www.newsletter2go.de

http://www.mailpoet.com

Talk auf der DNX über die Produkttreppe:

https://www.youtube.com/watch?v=_v8t4NX5KX0

16 Business Schamane Gerardo Laempe

Gerardo Laempe ist in einem Dorf in den Anden geboren und in siebter Generation Schamane. Er findet den Weg nicht nur im echten Dschungel sondern auch im Business Dschungel – Gerardo ist ein Business Schamane. Er löst Blockaden in den Köpfen der Leute und macht ihnen klar, warum sie erfolgreich oder auch nicht erfolgreich sind.

Was heißt es ein Schamane zu sein?

Schamanen nehmen in allen Dimensionen, auf allen Ebenen mehr wahr. Sie suchen die Ursachen für Verhaltensweisen in allen diesen Dimensionen. Traditionell sind Schamanen Heiler und Priester in einer Dorfgemeinschaft. Sie können auch in die Zukunft reisen und das Dorf vor Gefahren warnen. Das schamanische Wissen ist über 5000 Jahre alt, jedoch immer noch aktuell. Es bedarf natürlich ein paar Anpassungen an die aktuelle Zeit, die Gerardo vornimmt. Das beginnt schon damit, dass das schamanische Wissen früher am Lagerfeuer weiter vermittelt wurde, wohingegen er während des Podcasts am digitalen Lagerfeuer, am Mikrofon, sitzt.

Was können Schamanen für Unternehmer tun?

Schamanen erkennen Blockaden in den Köpfen der Menschen und können diese löschen oder transformieren. Oft nämlich liegt Misserfolg nicht an der Methodik per se, sondern an falschen inneren Einstellungen. Ziel ist es, aus der Hypnose raus zu kommen, rein in die Selbstbestimmung und Selbstverantwortung. Nicht mehr von außen gesteuert sein, sondern selbst die Führung übernehmen. Man muss sich die Frage stellen: Wo kann ich selbst etwas verändern? Es geht darum, sich seiner selbst und seinen Fähigkeiten bewusst zu werden.

Für jeden ist genügend da

Ganz wichtig ist es auch, von dem in vielen Köpfen verankerten Mangeldenken weg zu kommen. Die Entfaltungsmöglichkeiten, oder die Businessmodelle, sind unendlich, jeder kann seinen Platz finden. Man muss sich nicht mit vielen anderen um eine Sache streiten, man kann auch einfach sein Modell ein bisschen ändern. Zu diesem Zweck ist es nötig, sich über seine Wünsche klar zu werden und diese auch zu verwirklichen. Dann eröffnen sich neue Wege, die man beschreiten kann. Man muss offen sein gegenüber neuen Lösungen und diese zulassen. So genannte glückliche Zufälle sind vielleicht gar keine Zufälle, sondern die Interaktion zwischen unserer Einstellung und den Dingen, die passieren.

Raus aus dem Kampf-Modus

Wir lassen uns oft dazu verleiten, bei Dingen, die uns nicht gefallen oder uns wütend machen, in einen Kampf-Modus oder einen contra-Modus über zu gehen. Diese Haltung hilft uns aber in den meisten Fällen kein Stück weiter. Viel sinnvoller ist es, wenn auch bestimmt zu Beginn schwer, eine neutrale Haltung einzunehmen und sich zu überlegen, wie die Dinge stattdessen sein sollten. Das eröffnet uns neue Handlungsmöglichkeiten, die langfristig unsere Nerven schonen, weil sie Lösungen bieten. Damit ist dann nicht nur mir, sondern auch vielen anderen geholfen, vielleicht sogar dem Verursacher des Problems.

Perspektiv-Wechsel

Die Aufgabe von Gerardo als Business-Schamane ist es, Menschen aus ihrer Hypnose, ihrer Ohnmacht heraus zu helfen, Blockaden zu lösen und neue Lösungswege zu finden. Er schafft ein Bewusstsein für die eigenen Möglichkeiten, er hilft Absichten oder Ziele zu setzen. Im Kopf muss eine Perspektiv-Wechsel stattfinden: Ich muss mir klar werden über meine Ziele und ich muss verstehen, dass ich es bin, der sie erreichen kann. Ich habe die Fähigkeit dazu wenn ich nur offen für neue Lösungen bin. Außerdem sollte ich glücklich sein mit dem, was ich tue.

Engpasskonzentrierte Strategie

Gerardo nutzt die engpassorientierte Strategie nicht nur im konventionellen Sinne, also indem er Engpässe in Unternehmensstrukturen erkennt, sondern er erkennt auch die mentalen Engpässe. Damit sind die Blockaden gemeint, von denen schon die Rede war. Er will Menschen dazu befähigen, sich selbst zu befreien, in dem er Ihnen hilft, mentale Engpässe zu erkennen und zu eliminieren.

Gerardos Tipp

Training! Einfach an sich selbst immer wieder trainieren, Engpässe wahrzunehmen: Am Ende des Tages beispielsweise mal nachdenken, wo man sich selbst mental im Weg gestanden hat. Aber Vorsicht: Der Fokus soll nicht auf den Engpässen liegen, die ja etwas Negatives sind, sondern auf den Lösungen, die dazu gefunden werden. Blockade und Lösung zusammen führen, das muss trainiert werden. Plus und Minus müssen zusammen gebracht werden, damit sie sich neutralisieren können. Dadurch wird das eigene Bewusstsein für sich selbst geschult. Wenn ihr mehr erfahren wollt, dann schaut doch auf Gerardos Webseite business-schamane.de oder auf der Webseite von Gerardos Frau, ur-schamanin.de, vorbei. Dort findet ihr auch die Verknüpfung zu den Social Media Plattformen.

Webseiten:

http://business-schamane.de
http://ur-schamanin.de

Meine Produkt Prozess Entwicklung – Update Oktober 2016

In dieser Folge gebe ich euch mal wieder ein Update zu meiner persönlichen Entwicklung und über das, was ich im letzten Monat alles gelernt habe.

Trotz neuer Freelancerin wieder am Limit

Im letzten Monat war ich mega produktiv. Ich habe meinen persönlichen Rekord an gedrehten Clips in einem Monat aufgestellt. Das war möglich, da nun eine Freelancerin für mich arbeitet und mir mein gefilmtes Material schneidet. So konnte ich mich fast ausschließlich auf das Drehen konzentrieren und mein Volumen im Vergleich zum letzten Jahr fast verdoppeln. Das ist natürlich super. Trotzdem bin ich nun auch schon wieder an meiner Grenze angelangt: ich habe wirklich das Maximum an möglichen Drehs erreicht, welche ich alleine schaffe. Zu einem Dreh gehören natürlich viel mehr Arbeitsschritte, als die reine Drehzeit. Und diese rauben mir viel Zeit – deswegen muss ich es nun schaffen, mehr von diesen Arbeitsschritten auszulagern oder zu eliminieren, damit wirklich nur noch die reine Drehzeit an mir hängen bleibt. Wenn ich produktiver werden möchte, muss ich mir mehr Zeit zum Drehen organisieren. Dazu kamen im letzten Monat noch zwei weitere Dinge: da meine Freundin bald für einige Monate nach Genf zieht, bin ich mit ihr zweimal nach Genf gereist. Außerdem habe ich einen Kurztrip nach Marokko unternommen. Warum genau, erkläre ich euch später. Diese Dinge haben mir natürlich auch etwas Zeit geklaut und mir Stress beschert.

35 kleine Schritte

Im letzten Monat habe ich also deutlich mehr Zeit damit verbracht, in meiner Firma anstatt an meiner Firma zu arbeiten. Da ich allerdings gemerkt habe, dass mir die Arbeit langsam über den Kopf wächst, habe ich mit Folgendem begonnen: ich habe jeden kleinsten Arbeitsschritt, der mit einer Produktion verbunden ist, aufgeschrieben. Da gehören auch so kleine Dinge wie ein Bahn Ticket buchen dazu. Ihr glaubt nicht, wie anstrengend das werden kann: immer ein günstiges Ticket suchen, die genauen Zeiten abstimmen, wo will ich wann sein… Die Lösung für dieses Problem könnte es sein, die BahnCard 100 zu kaufen, was ich wahrscheinlich tun werde. Einfach weil es mir so viel Arbeit erspart, nicht mal weil es unbedingt viel günstiger ist. Am Ende kam ich in meiner Liste dann auf 35 Schritte, die zu einer meiner Produktionen dazu gehören.

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Mein 1 Jahres-Ziel – Aufgaben abgeben

Diese Liste mit den 35 einzelnen Schritten habe ich dann weiter ausgearbeitet: zu jedem Schritt habe ich notiert, wie lange er dauert und in wie fern ich ihn bereits automatisiert habe. Das hat mich etwas frustriert, denn ich habe erst 5 Schritte automatisiert. Andererseits habe ich nun einen Weg gefunden, darüber auch glücklich zu sein. Denn wenn man mal darüber nachdenkt, sind das ja nur noch 30 Schritte, die ich automatisieren muss. Das heißt, wenn ich es schaffe, alle zwei Wochen eine Aufgabe zu automatisieren, zu eliminieren oder gut auszulagern, dann bin ich ja innerhalb von einem Jahr durch. Das ist auch mein persönliches Ziel: in einem Jahr möchte ich diese ganzen zusätzlichen Arbeitsschritte neben dem Dreh abgegeben haben.

Was kostet mich die Automatisierung an Zeit und Geld?

Im nächsten Schritt habe ich ausgerechnet, wie viel Zeit ich investieren muss, um die einzelnen Arbeitsschritte zu automatisieren. Somit konnte ich sehen, ab der wievielten Produktion sich der Aufwand des Automatisierens dann wirklich lohnt. Dabei war ich teilweise mega überrascht: Es gab tatsächlich Aufgaben, für die ich bei jedem Dreh eine Stunde brauche, die ich aber sich in einer Stunde automatisieren kann! Wahnsinn. Ich habe außerdem ausgerechnet, was mich die Automatisierung an Geld kosten würde. Um manche Aufgaben zu automatisieren, muss man nämlich einfach ein bisschen Geld in die Hand nehmen. Zum Beispiel gibt es Tools, die einem die Tonbearbeitung erleichtern, für ungefähr 300 €. Man spart sich mit solchen Tools aber bei jedem Dreh eine Stunde Arbeit, sodass sich die Investition schnell lohnt. In so ein Tool werde ich also demnächst wahrscheinlich investieren, denn es gibt tatsächlich sehr gute Programme auf dem Markt.

Du willst mitdiskutieren dann komm in unsere Facebook Gruppe:

https://www.facebook.com/groups/ProductizedService/

Meinen Kalender behalte ich doch lieber selbst im Blick

Ich habe natürlich auch versucht, meine Terminvereinbarungen auszulagern. Da gibt es ja einige sehr vielversprechende Tools wie beispielsweise youcanbook.me oder scheduleonce. Aber da habe ich schnell gemerkt, dass das nicht so einfach ist: Ich darf meinen Kalender gar nicht zu sehr frei geben. Für einen Dreh muss ich mir immer einen kompletten Tag blocken, da darf sonst nix rein. Auch muss ich meinen ganzen Anrufe und Beratungen ja irgendwann machen. Zeitkritische Dinge müssen auch mal hier und da einfach dazwischen gepackt werden… Mit meinem Kalender bin ich also momentan noch nicht so weit, dass ich ihn voll automatisieren könnte. Ich habe aber zumindest eine Kalender erstellt, in dem ich 30 Minuten Slots für Telefonate anbiete. In einem weiteren Kalender können sich Kunden schonmal anschauen, wie es in der nächsten Zeit bei mir mit Drehtagen aussieht – allerdings alles ohne Gewähr und ich habe das letzte Wort 🙂

Wie kann ich weiter wachsen?

Ich habe festgestellt, dass nun letztendlich ich selbst der Flaschenhals in meiner eigenen Firma bin. Da ich mich entschieden habe, nur noch einen Dreh pro Woche durchzuführen, limitiert das natürlich enorm meinen Output. Die einzige Möglichkeit weiter zu wachsen ist, einen zweiten Alex oder eine zweite Alexa einzustellen, die meine Arbeit beherrscht. Das stellt sich als mega schwere Aufgabe dar: jemanden zu finden und auszubilden, so dass er wirklich alle Schritte eines Drehs beherrscht und so durchführt, wie ich es für gut halte, wird noch lange dauern. Bis dahin, muss ich mich wohl mit weniger Wachstum zufrieden geben.

Wie groß soll meine Firma überhaupt werden?

Bevor ich mich allerdings um mehr Wachstum kümmere, muss ich mir ja erst einmal darüber klar werden, was überhaupt mein Ziel ist. Wie groß soll meine Firma denn überhaupt werden? Möchte ich mir überhaupt eine große Firma aufbauen, die mir bestimmt immer mal wieder Stress beschert, oder gebe ich mich mit zwei Drehs pro Woche zufrieden, die mich locker finanzieren und die ich mittlerweile ohne Stress hinkriege? Es gibt auch eine Alternative, die vorhin schon angeklungen ist: Ich könnte auch anderen Leuten beibringen, was ich tue, und mir selbst nur noch ein paar Lieblingskunden raussuchen, die ich betreue. Es ist nun an mir, mich zu entscheiden, wie es mit der Firma weiter gehen soll. Auf jeden Fall habe ich gemerkt, dass ich mehr Entspannung brauche. Zeit zum nichts Tun, damit ich zum Nachdenken komme.

Ihr habt Lust mit mir zu arbeiten?

Das bringt mich zu einem kleinen Aufruf: Wenn ihr jetzt denkt, dass dieser Job was für euch wäre und Lust habt, was von mir zu lernen, dann meldet euch gerne bei mir! Ich suche derzeit motivierte Leute. Dabei ist es mir nicht so wichtig, dass ihr euch super gut mit Film auskennt. Viel wichtiger ist es, dass ihr euch mit Business auskennt und versteht, was meine Kunden brauchen. Da steckt auch etwas Psychologie mit drin, ihr müsst etwas Feingefühl mitbringen. Filmen bringe ich euch schon bei, wenn ihr es wollt.

Was ich in Marokko gemacht habe

Und nun zurück zu meinem Marokko Trip: Ich habe mich dort nicht nur entspannt. Ich wollte mir anschauen, ob es in Marokko möglich ist, Workshops für und mit euch zu veranstalten. Warum in Marokko? Dort ist es immer warm 🙂 Ich würde die Arbeit gern mit Entspannung verbinden. Ich habe dafür einen tollen Coworking und Coliving Space direkt am Atlantik gefunden, der sich Sundesk nennt. In den kommenden Wochen wird es auch ein Interview mit Magdalena, der Betreiberin des Sundesk, hier auf meinem Podcast geben. Ich plane für nächstes Jahr zwei Workshops in Marokko im Sundesk: Der eine soll etwa vier Tage dauern und befasst sich mit dem, was ich gerade für mein eigenes Unternehmen getan habe. Wir schauen gemeinsam, was in euren Unternehmen bereits gut funktioniert und wo man noch optimieren kann. Am Ende habt ihr dann so eine Liste wie ich, euren Master-Plan für 2017, mit euren To-Dos. Der andere Workshop soll ein Video-Weekend werden. Der ist für Leute, die einen Youtube Kanal aufbauen wollen und selbst Videos drehen wollen. Von der Konzeption des Kanals bis hin zum Drehen der ersten Videos werde ich euch unterstützen. Der Dreh darf auch gerne mit eurem iPhone stattfinden 🙂

Ihr habt Lust mit nach Marokko zu kommen?

Tragt euch hier ein und ihr bekommt eine einmalige E-Mail, wenn das Angebot steht.


Wenn ihr Fragen an mich oder Tipps für mich habt, zum Beispiel zu meinem Problem mit meinem Kalender, dann schreibt mir doch gerne einen Kommentar auf hebelzeit.de. Auch über eine Bewertung auf iTunes würde ich mich mega freuen, da dann mehr Zuhörer auf meinen Podcast aufmerksam werden: http://hebelzeit.de/itunes
Bis zum nächste Mal!

15 Steffen Kessler – Franchising

Wenn Steffen Kessler erklärt, was das Franchise Portal ist, dann vergleicht er es mit einer Partner-Vermittlungs-Plattform: Das Franchise Portal verbindet jedoch nicht Männlein und Weiblein. Es verbindet Konzept-Anbieter mit zukünftigen Unternehmern, die Interesse haben, das Konzept an einem neuen Standort selbstständig aufzubauen.

Was ist Franchising?

Franchising ist eine Expansionsform eines Unternehmens. Es erlaubt dem sogenannten “Franchise-Geber” in Regionen zu expandieren, in denen er selbst nicht tätig sein kann, weil sein Unternehmen nur regional funktioniert. Das ist der Fall für viele Dienstleistungen, wie beispielsweise im Handwerk. Die Idee hinter Franchising ist, dass ein Gründer ein neues Unternehmen aufbaut, dabei jedoch das Konzept eines anderen, des Franchise-Gebers, gegen eine Einstiegsgebühr mitsamt der Marke übernimmt. Ein bekanntes Beispiel dafür ist McDonalds. Der Vorteil des Franchising besteht im dahinter liegenden System, man spricht auch vom Franchising-System: Das Konzept des Unternehmens ist durch dekliniert, es wird an allen Standorten mit den gleichen Qualitätsstandards angeboten. So weiß der Kunde von vornherein, was er bekommt. Er entscheidet sich vielleicht eher für den Burger von McDonalds, den er schon mag, als für den Burger von nebenan, bei dem eine böse Überraschung auf ihn warten könnte. Im Endeffekt heißt Franchising also sich selbstständig machen mit dem Geschäftskonzept eines anderen. Dies erleichtert den Schritt in die Selbstständigkeit für den Neu-Grüner etwas und reduziert im Idealfall sein Risiko, da sich das Konzept ja bereits bewährt hat.

Was ist spannend am Franchising?

Mit Hilfe von Franchise kann man seine Geschäftsidee verbreiten, indem man sich Partner sucht, die an verschiedenen Standorten mit Herzblut die eigene Idee umsetzen. Davon profitieren beide Seiten: Der Neu-Unternehmer hat sein eigenes Unternehmen vor Ort und genießt die Unterstützung des Franchise-Gebers, der ihm mit seinem Know-how zur Seite steht. Der Franchise-Geber hingegen gibt Arbeit ab: er kann sich nicht auf viele einzelne Standorte konzentrieren und profitiert somit von engagierten Partnern, die ihren jeweiligen Standort nach vorne bringen.

Wie entsteht ein Franchise-Betrieb?

Franchise-Betriebe entstehen meist aus bereits funktionierenden Unternehmen, die schon an einem oder vielleicht zwei Standorten erfolgreich ihre Idee umsetzen. Entsteht dann der Wunsch nach einer weiteren Expansion des Unternehmens, kann Franchising eine Option darstellen: besonders bei Betrieben, die regional funktionieren, bietet sich Franchising an. Ein Malermeister aus Köln kann keine Wände in Hamburg streichen, er kann jedoch seinem Unternehmen ein Konzept geben, beispielsweise “Wir sind die saubersten Malermeister der Republik”. Dieses Konzept kann er dann an interessierte Malermeister in Hamburg weiter geben, die sich mit der Unterstützung selbstständig machen wollen. So kann mit der Zeit eine bundesweit bekannte Marke entstehen. Aus dem Franchise-Konzept ergeben sich dann weitere Vorteile: Für eine bundesweit bekannte Marke lohnt es sich auch beispielsweise Fernsehwerbung zu machen, was sich für ein kleines regionales Unternehmen viel zu teuer wäre. Franchise-Konzepte sind weit verbreitet und demonstrieren die Kraft der Marke: CarGlas, Kamps Backstube, McDonalds, Schüler Hilfe… alle diese bekannten Marken sind Franchise-Unternehmen.

Was sind die Vorteile für den Franchise-Nehmer?

Der Franchise-Nehmer übernimmt ein Konzept, dass sich schon bewährt hat und er erspart sich somit viele Kinderkrankheiten eines Unternehmens. Außerdem profitiert er von der erheblichen Erfahrung des Franchise-Gebers, die dieser weitergibt. Je nach Franchise-Unternehmen kommen weitere Vorteile hinzu: Manche haben bestimmte Prozesse zentralisiert, wie beispielsweise die Buchhaltung oder das Marketing, sodass der Franchise-Nehmer sich darüber keine Gedanken machen muss. Einige übernehmen auch die Rekrutierung und Schulung der Mitarbeiter für den einzelnen Unternehmen, sodass dem Franchise-Nehmer auch dort unter die Arme gegriffen wird.

Was sind die Vorteile für den Franchise-Geber?

Warum ein Franchise starten und nicht einfach mehrere Filialen eröffnen? Der Vorteil des Franchise-Systems ist, dass man als Partner eigenständige Unternehmer hat, die das Unternehmen mit Herzblut führen und dem Franchise-Geber Arbeit abnehmen. Mehrere Filialen zu eröffnen würde bedeuten, mehr Mitarbeiter einzustellen, die jedoch nicht dasselbe leisten können, wie ein eigenständiger Unternehmer. Dies wiederum bedeutet sehr viel mehr Arbeit für den Unternehmer, die er mit dem Franchise-System abgibt. Ein weiterer Punkt ist die Finanzierung: Es ist einfacher, mit Franchise-Nehmern an Bord, die für ihr neues Unternehmen einen Kredit beantragen und somit den Franchise-Geber entlasten. Für den Franchise-Nehmer wiederum ist es einfacher, einen Kredit für ein Konzept zu beantragen, das bereits Erfolge verzeichnet hat, und somit profitieren beide Seiten.

Was kostet es sich in ein Franchise-System einzukaufen?

Möchte man Franchise-Nehmer werden, so wird meist eine Einstiegsgebühr an den Franchise-Geber fällig. Diese Einstiegsgebühr deckt vor allem die Vorarbeit, die der Franchise-Geber bereits in das Franchise-System investiert hat: Er gibt ein Ausbildungskonzept weiter, von dem der Franchise-Nehmer profitiert. Er hat bereits eine Marke aufgebaut und unter Umständen große Summen in Marketing investiert, was refinanziert werden muss. Weiterhin wird eine laufende Franchise-Gebühr entrichtet, welche meistens ein bestimmter prozentualer Anteil des Gesamtumsatzes ist. Man bezahlt also praktisch eine Gebühr für die Vorteile, die man als Franchise-Nehmer hat. Diese bleiben auch über die gesamte Dauer der Partnerschaft bestehen, wie beispielsweise Unterstützung im Marketing oder der Buchhaltung. Die Spannbreite an Einstiegsgebühren ist riesig: sie kann von 0 € – 500 € für reine Lizenzkonzepte bis hin zu 2 Mio € für einen McDonalds Betrieb betragen. Je mehr am Anfang investiert wird, desto größer ist allerdings am Ende auch die Wahrscheinlichkeit, mit einer guten Rendite raus zu kommen.

Es prüfe wer sich bindet!

Schwarze Schafe gibt es auch im Franchise-Business. Darum: Prüft vorab genau, ob ihr euch in ein bestimmtes Franchise-System einkaufen wollt! Sind die Daten des Franchise-Gebers plausibel? Passt das Franchise-Konzept auch wirklich zu euch und werdet ihr damit glücklich? Ist beim Franchise-Geber das Interesse an einer dauerhaften erfolgreichen Partnerschaft gegeben? Ist der Standort gut? Trotzdem kann es natürlich beispielsweise passieren, dass die versprochene Unterstützungs-Leitsung durch den Franchise-Geber ausbleibt oder nicht wie nicht angekündigt ausfällt. Allerdings ist ein Franchise-Unternehmen darauf angewiesen, dass die Partner erfolgreiche Betriebe führen, da nur dann das Franchise-System auch funktioniert. Daher sind solche schwarzen Schafe doch eher selten.

Was ist der Unterschied zwischen einem Franchise-System und einem Lizenz-System?

Bei Lizenz-Systemen wird manchmal auch vom “Soft-Franchising” gesprochen: Ich kaufe mir die Lizenz, etwas zu nutzen, beispielsweise eine Marke, Know-how oder Technologie. Die Unterstützungsleistungen fallen jedoch sehr viel geringer aus als beim klassischen Franchising. Es gibt eventuell eine Anfangsschulung, aber dann ist der Franchise-Nehmer für sich selbst verantwortlich. Lizenz-Systeme sind häufig in so genanten “Shop-in-Shop”-Konstellationen zu finden: Nehmen wir an, ich besitze eine Tankstelle und kaufe mir die Lizenz eines Kaffeerösters um eine Kaffeestation aufzubauen. Außer dass ich die Lizenz kaufe, um die Geräte in meiner Tankstelle stehen haben zu dürfen, passiert nicht viel. Es steht kein riesiges Konstrukt dahinter wie bei Franchise-Systemen. Im Gegenzug ist natürlich die Gebühr bei Lizenz-Systemen häufig auch viel geringer. Es gibt auch Lizenz-Systeme für bereits bestehende Unternehmen, wie beispielsweise Fahrschulen: Diese behalten dann ihren alten Namen, übernehmen jedoch intern ein Konzept, das sie per Lizenz kaufen, um Abläufe zu verbessern und sich besser aufzustellen. Von außen ist das unter Umständen kaum erkennbar, da die Fahrschule ihren alten Namen behält.

Gibt es bestimmte Branchen, die gut für Franchise geeignet sind?

Franchise-Systeme gibt es nahezu in allen Branchen: Von Beratung über Nachhilfe hin zu Gastronomie und sogar ein Eskort-Service war schon Kunde vom Franchise-Portal. Besonders gut funktionieren Produkte oder Dienstleistungen als Franchise-System, die regional beschränkt sind. Dort funktioniert dieses Expansionsprinzip des Franchising gut. Es funktioniert aber auch im online-Bereich: Hier gibt es online-Portale, die regionale Schwerpunkte setzen. Der Franchise-Nehmer spezialisiert sich dann zum Beispiel auf eine bestimmte Stadt.

Welche Franchise-Unternehmen sind gerade auf dem Vormarsch?

In vielen Städten sprießt im Moment eine neue Art von Fitness Studios aus dem Boden, so genannte EMS-Studios – natürlich als Franchise-System. Dort bieten Personal Trainer ihr Workout mit zusätzlicher elektrischer Muskelstimulation an. Es gibt weitere bereits bestehende Fitness-Studios, die eine neue Art von “digitalem Training” als Franchise-System übernommen haben: Dort trainieren die Mitglieder vor überdimensionierten iPhones. Diese Entwicklungen interessieren Steffen besonders wegen seiner Vergangenheit als Fitness- und Personal-Trainer.

Wie mache ich aus meinem Betrieb ein Franchise-System?

Erst einmal müssen sich Unternehmer, die über ein Franchise-System nachdenken, sehr genau über das Thema informieren. Dazu gehört: Wie teuer ist es ein Franchise-System aufzubauen? Das kostet nämlich sehr viel Geld, worüber sich viele nicht bewusst sind. Auch ist es zeitintensiv: Alle Prozesse müssen etabliert werden, Handbücher geschrieben werden und so weiter. Auch wenn das System läuft hat der Franchise-Geber viel zu tun: Es müssen neue Franchise-Nehmer gefunden werden, die bestehenden Partner müssen zufrieden gestellt werden und der Franchise-Geber selbst hat auch noch sein Endkunden-Geschäft zu bewältigen. Franchise ist also nicht weniger Arbeit als ein Unternehmen, es ist kosten- und zeitintensiv! Im Franchise-Portal findet ihr E-Books zum Thema, die einen ersten Einstieg in Franchising-Systeme geben. Sich hier einzulesen wäre ein guter erster Schritt. Der nächste Schritt wäre auf jeden Fall, sich mit sich selbst zu beschäftigen, sich über sein Geschäftskonzept klar zu werden und über die Wettbewerbsvorteile: Ist mein Unternehmen multiplizierbar? Ist es für Franchising geeignet? Dazu gehört, dass es dokumentierbar ist und nicht an der Person des Franchise-Gebers hängt. Sollte das so sein, dann muss man darüber nachdenken, ob eine andere Person an einem anderen Standort die eigene Person übernehmen könnte, also ob man eine Art “Personen-Marke” aufbauen könnte.

Noch Fragen?

Wenn ihr noch Fragen an Steffen habt, dann traut euch ruhig ihn über franchiseportal.de oder über Facebook über franchiseportal zu kontaktieren. Auch auf youtube hat Steffen zwei Kanäle: einmal den Kanal “Universum Partnergewinnung” der vor allem für Franchise-Geber und solche, die es werden wollen gemacht ist. Sein zweiter Kanal “Erfolgreich gründen ohne eigne Geschäftsidee” richtet sich an diejenigen, die eine Selbstständigkeit anstreben. Zögert nicht, Steffen zu kontaktieren, eure Fragen sind willkommen!

Den Tipp gibt es diesmal nicht, denn ich hätte sonst meinen Zug verpasst.

Webseiten:

http://franchiseportal.de

Youtube Kanal: Universum Partnergewinnung

https://www.youtube.com/channel/UCtFe9MA74mhvkwkENVywLIQ

Youtubekanal: Erfolgreich Gründen ohne eigene Geschäftsidee

https://www.youtube.com/channel/UCOdUF0xg1srEz06nLID5CaA